Eisklettern in Engelberg WI4
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Ich und Hikr Pasci spielten schon lange mit dem Gedanken diesen Winter Eisklettern zu gehen. Durch Vitamin B von Pasci konnten wir kurzfristig uns für einen Eiskletterkurs letzten Sonntag in Engelberg anmelden.
So fuhren wir am Sonntag morgen früh bei schönstem Wetter nach Engelberg zum Treffpunkt. Der Kurs hatte mit uns vier Teilnehmer plus Bergführer. Nach neun Uhr machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Fürenalpstation um zu den einfacheren und kürzeren Eisfälle auf der rechten Seite zu kommen. Da es die ganze letzte Woche geschneit hat, waren diese Fälle mit sehr viel Schnee bedeckt und nicht kletterbar.
So entschied unser Bergführer, dass wir an den hinteren schwereren und längeren Eisfall gehen. Wir wühlten, schwammen duch den zum Teil hüfthohen Schnee hinein ins Surenental bis zum Abzweiger Grassenbiwak. Zuerst folgten wir dem Biwakweg und querten dann den Hang zu unserer wunderbaren Eiswand.
Unter einem kleinen Felsüberhang errichteten wir unser Materialdepot. Wir zogen unseren Klettergurte, Helm und Steigeissen an und bereiteten das restliche Klettermaterial (Schlingen, Reepschnurr, Eisschrauben, Express, etc) vor.
Wir bildeten eine Zweier- und eine Dreierseilschaft. Ich war mit Pascal und dem Bergführer in der Dreierseilschaft eingeteilt bei der der Bergführer den Vorstieg übernahm.
Nun wurde ich schon leicht nervös. Ist es für mich doch die erste Eisklettertour. Pasci durfte schon einmal die Erfahrung in früheren Jahren machen.
Beide Seilschaften stiegen nun parall in die Wand ein. Nach dem unser Seilschaftsführer den ersten Stand gebaut hatte, durften wir nachsteigen. So pickelten wir uns durch das harte und spröde Eis die erste Seillänge hinauf. Schon auf den ersten Meter endeckte ich, dass Eisklettern mega viel Spass macht! Am 1. Stand mit hartgefrorenen, tauben Händen angekommen, galt es erstmal die dünneren Kletterhandschuhe gegen angenehm warme Skihandschuhe zu tauschen um wieder etwas Gefühl in die Finger zu bekommen. Es war brutal kalt, -14 Grad.
Beide Seilschaftsführer kletterten die zweite Seillänge vor wobei sich unsere Route durch einen sehr brüchigen und senkrechten Eiskamin zog. Hier wurden die Eisschraubsicherungsabstände kürzer gewählt, war nun die Schwierigkeit und Steilheit doch schon recht anspruchsvoll.
Während ich den Seilschaftsführer sicherte musste ich und Pasci uns immer wieder vor den herabstürzenden abgeschlagenen Eisbrocken in acht nehmen. Durch die kälte war das Eis extrem brüchig geworden. So kam es, dass Pasci durch Eisschlag zu einer kleinen Schramme auf der Nase kam.
Nach dem Seilkommando "Stand" stiegen wir in die schwerere zweite Seillänge ein. Als ich gerade den senkrechten brüchigen Eiskamin hinauf pickelte traf mich eine grössere herabstürzende Eisplatte an der Nase, welche ich nicht bemerkt hatte, da ich sehr konzentriert am Pickeln war. Diese zerschellte auf meiner Nase in tausend Stücke. 1-2 Sekunden wurde es mir schwarz vor den Augen bevor dann der dumpfe Schmerz sich bemerkbar machte. Als ich wieder bei Sinnen war hing ich im Kamin, das purpurrote Blut tropfte auf das wunderbar weisse Eis und hinterlies eine lustige Musterung. So kletterete ich noch etwas benommen den Kamin zu Ende und sicherte mich im zweiten Stand. Nun konnte Pasci der hinter mir den Kamin hochpickelte nur noch meiner Blutspur auf dem Eis folgen :-) Ich kühlte kurz meine Platzwunde auf der Nase und an der Stirn mit Schnee. Den Schmerz spürte ich nicht mehr. An Aufgeben war natürlich nicht zu denken, wer Spass haben will muss auch leiden können, haha und Eisklettern ist sooooo genial.
So stiegen wir in die letzte, dritte Seillänge ein, bevor wir uns dann razfaz abseilten und uns am Materialdepot mit warmen Tee wärmten und ein Sandwich genossen. Danach wühlten wir uns wieder durch den hohen Schnee zurück zum Parkplatz.
Fazit: Eisklettern macht extrem Spass. Die 3 Seillängen (ca 120M) waren genial. Einfachere und anspruchsvollere Passagen wechselten sich ab.
Wenn es das Wetter und die Temperaturen nochmals zulassen, steigen wir ev. nochmals in eine Eiskletterroute ein.
So fuhren wir am Sonntag morgen früh bei schönstem Wetter nach Engelberg zum Treffpunkt. Der Kurs hatte mit uns vier Teilnehmer plus Bergführer. Nach neun Uhr machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Fürenalpstation um zu den einfacheren und kürzeren Eisfälle auf der rechten Seite zu kommen. Da es die ganze letzte Woche geschneit hat, waren diese Fälle mit sehr viel Schnee bedeckt und nicht kletterbar.
So entschied unser Bergführer, dass wir an den hinteren schwereren und längeren Eisfall gehen. Wir wühlten, schwammen duch den zum Teil hüfthohen Schnee hinein ins Surenental bis zum Abzweiger Grassenbiwak. Zuerst folgten wir dem Biwakweg und querten dann den Hang zu unserer wunderbaren Eiswand.
Unter einem kleinen Felsüberhang errichteten wir unser Materialdepot. Wir zogen unseren Klettergurte, Helm und Steigeissen an und bereiteten das restliche Klettermaterial (Schlingen, Reepschnurr, Eisschrauben, Express, etc) vor.
Wir bildeten eine Zweier- und eine Dreierseilschaft. Ich war mit Pascal und dem Bergführer in der Dreierseilschaft eingeteilt bei der der Bergführer den Vorstieg übernahm.
Nun wurde ich schon leicht nervös. Ist es für mich doch die erste Eisklettertour. Pasci durfte schon einmal die Erfahrung in früheren Jahren machen.
Beide Seilschaften stiegen nun parall in die Wand ein. Nach dem unser Seilschaftsführer den ersten Stand gebaut hatte, durften wir nachsteigen. So pickelten wir uns durch das harte und spröde Eis die erste Seillänge hinauf. Schon auf den ersten Meter endeckte ich, dass Eisklettern mega viel Spass macht! Am 1. Stand mit hartgefrorenen, tauben Händen angekommen, galt es erstmal die dünneren Kletterhandschuhe gegen angenehm warme Skihandschuhe zu tauschen um wieder etwas Gefühl in die Finger zu bekommen. Es war brutal kalt, -14 Grad.
Beide Seilschaftsführer kletterten die zweite Seillänge vor wobei sich unsere Route durch einen sehr brüchigen und senkrechten Eiskamin zog. Hier wurden die Eisschraubsicherungsabstände kürzer gewählt, war nun die Schwierigkeit und Steilheit doch schon recht anspruchsvoll.
Während ich den Seilschaftsführer sicherte musste ich und Pasci uns immer wieder vor den herabstürzenden abgeschlagenen Eisbrocken in acht nehmen. Durch die kälte war das Eis extrem brüchig geworden. So kam es, dass Pasci durch Eisschlag zu einer kleinen Schramme auf der Nase kam.
Nach dem Seilkommando "Stand" stiegen wir in die schwerere zweite Seillänge ein. Als ich gerade den senkrechten brüchigen Eiskamin hinauf pickelte traf mich eine grössere herabstürzende Eisplatte an der Nase, welche ich nicht bemerkt hatte, da ich sehr konzentriert am Pickeln war. Diese zerschellte auf meiner Nase in tausend Stücke. 1-2 Sekunden wurde es mir schwarz vor den Augen bevor dann der dumpfe Schmerz sich bemerkbar machte. Als ich wieder bei Sinnen war hing ich im Kamin, das purpurrote Blut tropfte auf das wunderbar weisse Eis und hinterlies eine lustige Musterung. So kletterete ich noch etwas benommen den Kamin zu Ende und sicherte mich im zweiten Stand. Nun konnte Pasci der hinter mir den Kamin hochpickelte nur noch meiner Blutspur auf dem Eis folgen :-) Ich kühlte kurz meine Platzwunde auf der Nase und an der Stirn mit Schnee. Den Schmerz spürte ich nicht mehr. An Aufgeben war natürlich nicht zu denken, wer Spass haben will muss auch leiden können, haha und Eisklettern ist sooooo genial.
So stiegen wir in die letzte, dritte Seillänge ein, bevor wir uns dann razfaz abseilten und uns am Materialdepot mit warmen Tee wärmten und ein Sandwich genossen. Danach wühlten wir uns wieder durch den hohen Schnee zurück zum Parkplatz.
Fazit: Eisklettern macht extrem Spass. Die 3 Seillängen (ca 120M) waren genial. Einfachere und anspruchsvollere Passagen wechselten sich ab.
Wenn es das Wetter und die Temperaturen nochmals zulassen, steigen wir ev. nochmals in eine Eiskletterroute ein.
Tourengänger:
Pasci,
darkthrone


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