Hochtourentage - Überschreitung Zinalrothorn, 4221m (Tag 3)
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Überschreitung Zinalrothorn, Samstag, 3. Sept. 2016 - Tag 3
Frühstück 04:00 Uhr. Motiviert strich ich das Brot, trank eine Kachel Tee. Zähne putzen und schon geht es los. Zuerst den Steinmannli und den Wegspuren folgend westlich vorbei an 'Eseltschuggen' und dann heisst es schon bald, Steigeisen montieren, dem Felsriegel entgegen zum sogenannte 'Wasserloch'. Ein kleiner Kamin dient als Passage (Achtung brüchiger Fels) zum oberen Schneefeld und weiter zum nächsten Schneefeld, welcher bereits zum Südostgrat gehört. Hier (auf ca 3750m) verliessen wir die Normalroute und schwenkten in nordwestliche Richtung, nun leicht absteigend. Auf ca 3720 m hat es ein Durchgang zum Triftgletscher. Nun immer die Höhe haltend steuerten wir dem oberen Rothornjoch P3835 entgegen. Auch dieses Couloir ist brösmelig. Oben angekommen, eine kurze Verpflegung, nun kann die Kletterei beginnen. Auch hier ist die Felsqualität super. Guter Grip auf dem Fels, sensationelle Griffe, einfach genial.
Nicht umsonst steht im SAC-Führer: 'Die schönste Gratkletterei der Gegen, Der Fels ist auf dem Grat durchgehend sehr gut'.
Die Route 369 (Rothorngrat)für immer direkt auf der Kante. Die Gendarmen werden mal links, mal rechts umklettert. So geht es Meter um Meter dem Gipfel entgegen. Das Gipfelkreuz ist bereits in Sicht und schon bald stehen wir da, auf dem Zinalrothorn P4221.
Als Abstieg wählten wir den Route 368, Nordgrat hinunter zur Cab. du Mountet. Zuerst abkletternd, dann mal abseilend und wieder kraxelnd über den schmalen Grat. Die Routenfindung ist einfach. Am Ende des felsigen Teils steigt man in westliche Richtung auf dem Firngrat hinunter. In der Nähe des P3732 peilt man den P3188 (La Fourcle) an und verlässt am nordwestlichen Rand den Gletscher und steigt der Moräne und dem Weg entgegen. Dieser führt in südwestlicher Richtung auf der Moräne der Cab. du Mountet entgegen. Zeit um die Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen und die Beine etwas hochzulagern. Denn, unsere Tour endet in Zinal, so steht uns noch ein weiter Abstieg auf dem gut markierten Wanderweg bevor.
Fazit: Ich konnte drei sensationelle Tourentage verbringen. Diese Route kann ich jedem empfehlen, jede Bergkomponente ist enthalten. Biwakübernachtung, SAC-Hütte, Gletscherbegehung, Klettern in sensationellem Fels, gewaltige Tiefblicke, tolle Umbegung in der Walliser 4000er Prominenz.
Frühstück 04:00 Uhr. Motiviert strich ich das Brot, trank eine Kachel Tee. Zähne putzen und schon geht es los. Zuerst den Steinmannli und den Wegspuren folgend westlich vorbei an 'Eseltschuggen' und dann heisst es schon bald, Steigeisen montieren, dem Felsriegel entgegen zum sogenannte 'Wasserloch'. Ein kleiner Kamin dient als Passage (Achtung brüchiger Fels) zum oberen Schneefeld und weiter zum nächsten Schneefeld, welcher bereits zum Südostgrat gehört. Hier (auf ca 3750m) verliessen wir die Normalroute und schwenkten in nordwestliche Richtung, nun leicht absteigend. Auf ca 3720 m hat es ein Durchgang zum Triftgletscher. Nun immer die Höhe haltend steuerten wir dem oberen Rothornjoch P3835 entgegen. Auch dieses Couloir ist brösmelig. Oben angekommen, eine kurze Verpflegung, nun kann die Kletterei beginnen. Auch hier ist die Felsqualität super. Guter Grip auf dem Fels, sensationelle Griffe, einfach genial.
Nicht umsonst steht im SAC-Führer: 'Die schönste Gratkletterei der Gegen, Der Fels ist auf dem Grat durchgehend sehr gut'.
Die Route 369 (Rothorngrat)für immer direkt auf der Kante. Die Gendarmen werden mal links, mal rechts umklettert. So geht es Meter um Meter dem Gipfel entgegen. Das Gipfelkreuz ist bereits in Sicht und schon bald stehen wir da, auf dem Zinalrothorn P4221.
Als Abstieg wählten wir den Route 368, Nordgrat hinunter zur Cab. du Mountet. Zuerst abkletternd, dann mal abseilend und wieder kraxelnd über den schmalen Grat. Die Routenfindung ist einfach. Am Ende des felsigen Teils steigt man in westliche Richtung auf dem Firngrat hinunter. In der Nähe des P3732 peilt man den P3188 (La Fourcle) an und verlässt am nordwestlichen Rand den Gletscher und steigt der Moräne und dem Weg entgegen. Dieser führt in südwestlicher Richtung auf der Moräne der Cab. du Mountet entgegen. Zeit um die Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen und die Beine etwas hochzulagern. Denn, unsere Tour endet in Zinal, so steht uns noch ein weiter Abstieg auf dem gut markierten Wanderweg bevor.
Fazit: Ich konnte drei sensationelle Tourentage verbringen. Diese Route kann ich jedem empfehlen, jede Bergkomponente ist enthalten. Biwakübernachtung, SAC-Hütte, Gletscherbegehung, Klettern in sensationellem Fels, gewaltige Tiefblicke, tolle Umbegung in der Walliser 4000er Prominenz.
Tourengänger:
Robertb

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