Grenzwanderung Schweiz * Etappe 16 * Lac de Moron - Col des Roches


Published by laurentbor , 7 May 2016, 00h03.

Region: World » Switzerland » Neuchâtel
Date of the hike: 4 May 2016
Waypoints:
Geo-Tags: CH-NE   F 
Time: 5:30
Height gain: 508 m 1666 ft.
Height loss: 649 m 2129 ft.
Route:15.1 km
Access to start point:Zürich - Biel - La Chaux-de-Fonds - Les Planchettes 3 h
Access to end point:Col-de-Roches - Le Locle - La Chaux-de-Fonds- Biel - Zürich 2 h 45 min.

Die letzte Grenzetappe am Doubs habe ich mit Oksana, Miki, Barbara, Anita, Maja und Mark zusammen unternommen - und da der Zug in Biel mit Verspätung ankam, war der Anschluss schon weg. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns die Wanderung einfach in die andere Richtung zu unternehmen. Um der Idee der kontinuierlichen Grenzwanderung im Text jedoch treu zu bleiben, werde ich die Beschreibung trotzdem von Ost nach West vornehmen.

Les Planchettes ist ein kleines schmuckes Bauerndorf - eine adrette Vogelscheuche bewacht das Bushäuschen und die Kirche aus einem Traktorenreifen hinaus. Etwas oberhalb des Ortes werden Marmelade, Bärlauchpesto un Sirup in einem Hoflädeli angeboten. Ich genehmige mir einen Frühlingssirup....

Nur zwanzig Minuten weiter fällt das liebliche Hochplateau schroff ab Richtung Doubs. Hier steht auf 1076 Metern über Meer das Ausflugsrestaurant Roches de Moron mit der längsten Glacekarte der Welt. ;-) Die Bedienung jedoch scheint direkt aus der Autogarage oder dem Stall zu kommen. Wir geniessen von hier aus vorallem die tolle Aussicht auf den Lac de Moron unter uns und dem Mont Châtelard auf der französischen Seite.

Der Weg von der Aussichtsplattform bis zum Ufer des Sees ist steil - jedoch gut machbar. Meistens verläuft die Strecke im Wald und quert zwei Mal eine Fahrstrasse für die Kraftwerkanlage bei Châtelot. Vom Seeufer aus sieht die Felsformation Roches des Morons wie eine uneinnehmbare Festung aus. Der Weg etwas überhalb des Lac de Moron ist angenehm beit und mit interessanten Ausblicken auf die magische Juralandschaft. Es schimmert grün in allen Farben und der See glitzert mit der Sonne um die Wette.

Um einen Felssporn herum gelangt man zum Saut du Doubs - einem 27 Meter hohen Wasserfall, den man leider nur von der Seite und von oben her betrachten kann. Es gäbe zwar eine Aussichtsplattform von der französischen Seite, jedoch muss man dazu einen grösseren Umweg auf sich nehmen. Hier und am Lac de Brenets sind viele Ausflügler unterwegs und sogar eine Schifffahrtsgesellschaft bringt Touristen an den Fall.

Der Lac de Brenets - oder Lac de Chaillexon wie er in Frankreich genannt wird - erstreckt sich über vier Kilometer und ist mit einer Tiefe von maximal nur 26 Metern im Winter oft zugefroren und bildet mit 0.8 km2 eine der grössten natürlichen Eisflächen Mitteleuropas. Jetzt jedoch ist Frühling und das grüne Wasser glitzert zwischen den Blättern hindurch. Auf dem See sind einige Schiffe unterwegs und der Weg windet sich um den Tête de Calvin herum Richtung Les Brenets.

Das Neuenburger Dorf Les Brenets liegt malerisch an einem Hang oberhalb des gleichnamigen Sees. Hier regierten noch bis in die 90er Jahre die Kommunisten. Der industrialisierte Jurabogen ist der linkste Ecken der Schweiz. Der See wird hier immer breiter, da sich das enge Doubs-Tal öffnet. In der Ferne ist der grössere französische Ort Villers-le-Lac zu sehen. Bei der Zollbrücke über das Flüsschen La Rançonnière quert man die Verbindungsstrasse nach Morteau. 

Die Grenze verläuft bis zum Col-des-Roches entlang des Flüsschens welcher die Hochebene von Le Locle entwässert. Am Unterlauf liegt ein grosses Naturschutzgebiet wo Interessierte nach Orchideen suchen. Weiter oben gräbt sich das Wasser durch den Jurakalk. Der Weg schmiegt sich an die Strasse und durch Tunnels. Schliesslich ist man am Col-des-Roches, einem durch den Fels getriebenen Tunnel. Da es keine andere Möglichkeit gibt dieses geografiche Hindernis zu überwinden, führt auch der Wanderweg durch den viel befahrenen Tunnel.

Hier in der Hochebene von Le Locle ist das Uhrenzentrum der Schweiz. Viele Firmen produzieren hier auf knapp 1000 Metern über Meer Luxusware für alle Welt.


Hier gehts zur Etappe 17

Hike partners: laurentbor


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