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UNESCO-Welterbe in Peru - Cusco und Maccu Piccu


Published by PStraub , 14 March 2016, 07h11.

Region: World » Peru
Date of the hike:15 April 1985
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: PE 
Time: 10 days

Diese Etappe war die "touristischste" meines ganzen Trips. Soll man sich Maccu Piccu überhaupt antun? - Ich denke, ja. Denn mit etwas Planung kann man (wie fast überall) den organisierten Pulks ausweichen. Meine Fotos zeigen, selbst dort hatte es zeitweise kaum Besucher.

Von Arequipa fuhr ich mit der Bahn via Juliaca nach Cusco. Das soll heute nicht mehr möglich sein, die Strecke oder zumindest der Personentransport wurden anscheinend in den 90er-Jahren eingestellt.
Schade. Für Eisenbahnfreaks war es eine eindrückliche Linie: Beim Bahnhof Crucero Alto erreicht sie eine Höhe von 4470 m ü.M., am Pass La Raya zwischen Juliaca und Cusco 4314 m ü.M.
 
Zu meiner Zeit schrieben alle Cuzco, doch irgendwann muss ein Beamter gefunden haben, Cusco sei mehr Quechua (oder Qechua?) und ordnete an, die Schreibweise zu ändern. 
 
Cusco ist seit 1983 ein UNESCO-Weltkulturerbe, also eines der ersten überhaupt. 
Es war als Hauptstadt des Inka-Reiches Tawantinsuyu, dem "Land der vier Winde" (= Himmesrichtungen) im 15. Jhd. eine riesige Stadt und den Inka heilig. 
Doch als Huáscar 1532 den Krieg gegen seinen Halbbruder Atahualpa verlor, liess dieser Cusco plündern und grossflächig zerstören. Über ein Viertel der Bevölkerung wurde dabei abgeschlachtet. 1533 erreichte Pizarro die Stadt und liess sie erneut plündern und anzünden. Und bei der Belagerung während des Aufstandes von Manco Cápac 1535 wurde sie endgültig dem Erdboden gleichgemacht.
Kein Wunder, findet man nur noch vergleichweise wenig originale Bausubstanz. Nur die solidesten Grundmauern von Palästen und Tempeln blieben erhalten - als Fundamente neuerer Gebäude.
Nachdem Pizarro Lima zur Hauptstadt des Vizekönigreichs Neu-Kastilien bestimmte, verkam Cusco zu einer unwichtigen Provinzstadt in einer eher unwirtlichen Gegend.
1950 beschädigte oder zerstörte ein Erdbeben gegen 90 % der Gebäude, was heute zu sehen ist, sind somit weitgehend Rekonstruktionen.
 
Natürlich wanderte ich ein wenig in der Gegend, erst hinauf zur "Festung" Sacsayhuamán. Mit Fussgängern rechnete hier keiner, nur wer mit Fahrzeugen hinaufgeführt wurde, kam überhaupt an einem Billetschalter vorbei.
 
Qenqo (en.) ist von Sacsayhuamán oder Cusco aus in etwa einer halben Stunde zu Fuss zu erreichen.
"Qenqo ist eine große, in den Fels gehauene Anlage mit gemeisselten Treppengängen, Fenstern, Türen und Kanälen, in denen die Inka wahrscheinlich „Chicha“ (traditionelles Maisbier) für ihre Rituale aufbewahrten. Die Anlage verfügt über einen halbrunden Platz, der von einer niedrigen Mauer mit einer Reihe von Nischen abgegrenzt wird. Im Zentrum befindet sich der „Wanka“, ein schlanker Stein, der wie eine Statue inmitten einer Kapelle steht."
Quelle: www.peru.travel/
 
Von dort nach Puka Pukará sind es weniger als eine Stunde.
Puka Pukara war wahrscheinlich wirklich eine Festung, die Angriffe aus dem Antisuyo, dem Ost-(Amazonas-)Teil des Reiches auffangen sollte.
 
Und gleich gegenüber liegt Tambo Machay, vermutlich ein Wasserheiligtum.
 
Diese Runde ist hin und zurück in einem Tag gut zu machen.
 
Nach Machu Picchu fuhr ich mit dem Zug. Damals gab es Touristen- und Arbeiterzüge.
Mit letzteren war es etwas umständlicher, kostete aber fast nichts. Und es war sicherer, denn für Räuber war der Peruanerzug uninteressant. Ab diesem gab es auch keinen Transport zu den Ruinen hinauf, entweder man erwischte einen Truck oder musste wandern. Was aber durchaus angenehm war.
Auch Machu Picchu ist seit 1983 ein UNESCO-Weltkulturerbe.
 
Den Abstecher auf den Huayna Picchu liess ich mir nicht nehmen, obwohl ich ein Dokument zu unterschreiben hatte, dass ich die volle Verantwortung dafür selber übernehme. Dem Vernehmen nach waren kurz zuvor ein paar Gringos dort abgestürzt. 

Video "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"
 


Hike partners: PStraub


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