Wasser-, Rinnerspitz, Bodenschneid - Mangfallgebirge


Publiziert von Woife Pro , 9. Oktober 2014 um 22:06.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum: 9 Oktober 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 880 m
Abstieg: 828 m
Kartennummer:AV-Karte 7/1 Schliersee

Heute schönstes Föhnwetter. Schon bei der Anfahrt konnte ich von der Autobahn die Berge in großer Klarheit genießen. Heute fuhr ich nach Schliersee, allerdings im üblichen Stau, vor allem in Miesbach (Berufsverkehr kurz vor 08.00 Uhr).  Von der Bundesstraße bog ich dann in den Schlierseer Ortsteil Breitenbach ab, um zum Wanderparkplatz im Breitenbachtal auf ca. 840 m zu gelangen . Von dort  mit meinem Trekking-Radl auf breiter Forststraße Richtung Süden. Auf etwa 1150 m wurde es sehr steil, so daß ich dann mein Radl bis zur Raineralm (1257 m) schob. Etwas oberhalb der Alm deponierte ich mein Radl und stieg anfangs weglos in Richtung Wasserspitz. Nach Überwindung eines Latschenhangs  erreichte ich den Gipfel des Wasserspitz (1552 m). Hübsches kleines Gipfelkreuz. Nach einer kurzen Rast folgte ich dem recht steilen Rücken nach Süden bis zu einem Sattel hinunter. Dann recht steil hinauf zum Rinnerspitz - tw. I-Stellen. Zu meinem großen Bedauern bin ich an dem Marterl für Georg Jennerwein vorbeigestiegen, ohne es zu bemerken. . Er war ein im Oberland sehr beliebter Wilderer, der 1877 am Rinnerspitz von dem Berufsjäger Föderl, einem früheren Kameraden aus dem 1870-Krieg , hinterrücks erschossen worden ist. Manchmal lag auf Jennerweins Grab in Schliersee an seinem Todestag eine gewilderte Gams. Ob das noch heute so ist, weiß ich nicht. Vom Rinnerspitz wieder einige Höhenmeter hinunter bis zu einem Sattel. Von dort stieg ich den Rücken hinauf Richtung Bodenschneid. Es wurde immer felsiger. Es ging dann eine Rinne hinauf und von dort sollte es nach links hinaufgehen. Aber diese Stelle - m.E. II + und leicht überhängend - war für mich zu schwierig. So kehrte ich zu dem Sattel zurück und querte dann über viele Kuhtritte hinunter zum Normalweg, auf dem ich dann den Gipfel der Bodenschneid erreichte. Herrliche Sicht in die Tauern - dort beeindruckende Föhnwalze  - und auf die Berge vom Wendelstein bis zur Zugspitze. Viele Leut am Gipfel.  Dann Abstieg zum Bodenschneidhaus. Tw. sehr felsiger Steig. Im Bodenschneidhaus machte ich noch eine kleine Brotzeit. Dann ging ich auf dem Wirtschaftsweg zu meinem Radl nahe der Raineralm. Wie froh war ich, daß ich den Wirtschaftsweg bis zum Parkplatz  nicht gehen mußte, sondern die Radlabfahrt genießen konnte.

Tourengänger: Woife


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