Heuberg: nur wenig Regen zwischen den Schauern


Publiziert von Gherard Pro , 30. Mai 2014 um 17:46.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Chiemgauer Alpen
Tour Datum:30 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 890 m
Abstieg: 890 m
Strecke:11,6 km: Nußdorf - Bichleralm- Heuberg - Laglerhütte - Kirchwald - Nußdorf

Die Wettervorhersage versprach nichts Gutes. Also ein vertrautes Ziel auf einem mir bisher nicht so gut bekannten Weg erkunden! Den Heuberg kannte ich bisher von zahlreichen Ausflügen von der Duftbräu oder als etwas, was man mit dem Mountainbike umrundet. Dabei ist das  eine hübsche Berggestalt, wenn man vom Inntal hinaufschaut. Auch den Weg über die Bichleralm bin ich erst einmal, und das vor Jahren gegangen.

Deshalb ging es heute dort hinauf. Ausgangspunkt war ein Parkplatz am südlichen Rand von Nußdorf am Inn. Das erste Problem, war den Weg zum Heuberg zu finden: Die Nußdorfer scheinen ihre Straßen so angelegt zu haben, dass man ihre schönen Häuser ja genug bewundert und niemand achtlos daran vorbeigeht. Vom Fahrweg zur Daffnerwaldalm zweigt kurz nach dem Waldrand der Pfad nach Süden ab. Er ist nicht sehr üppig markiert und führt durch den  Wald empor und weist im oberen Teil einige Stellen auf, wo man Hand anlegen muss. Heute war es natürlich auch noch rutschig. Im tropfnassen und üppigen Bergwald hörte ich plötzlich ein sehr beunruhigendes Geräusch näher kommen, ich wollte schon Schutz hinter einem mächtigen Baumstamm suchen: Flugzeugabsturz? Bergrutsch? Nein, es war ein LKW, der auf einem Sträßchen zum Steinbruch hinauffuhr. Das Sträßchen überquerte ich 50 m oberhalb.

Die liebevoll gepflegte Bichleralm thront dann auf einem Geländeabsatz, wenn das Wetter danach ist, hat man hier vermutlich einen schönen Blick aufs Inntal, das sich heute nur durch die laut dröhnende Inntalautobahn bemerkbar macht.
Der Gipfel des Heubergs ist heute verwaist. Zu sehen ist nicht einmal die Wasserwand. Überrascht denken einige Gämsen minutenlang darüber nach, was das für ein merkwürdiges Wesen ist, das da am höchsten Punkt herumzappelt. Auf der anderen Seiten geht es dann durch eine enorm schlammige Piste hinuter zur Daffnerwaldalm (Laglerhütte).  Die verwundert dreinschauenden Kälber sind noch keine Alm-Routiniers und blicken etwas missmutig. Ein Jungstier schein dabei zu sein - stimmt nicht, sagt mir später der Bauer -  ich bin mit meinem roten Anorak demütig vorbeigeschlichen. Nach kurzer Rast geht es wieder hinunter. Schon vor der ersten Wegkehre zweigt der Pfad ab, der über die Mailachalm hinunter führt. Von Zeit zu Zeit mal eine Markierung. 500m vor der Wallfahrtskapelle trifft man auf den Fahrweg, dem man dann einen Kilometer folgt, dann führt ein schöner Pfad (vermutlich nicht ohne Grund für Fahrräder gesperrt) hinunter nach Nußdorf.

Tourengänger: Gherard


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