Radüner Rothorn 3022m


Publiziert von Bergmuzz , 18. Mai 2014 um 16:15.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Davos
Tour Datum: 4 Mai 2012
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 670 m
Abstieg: 720 m
Strecke:Flüelapass - Radüner Rothorn - Radönt - Chant Sura - Flüelapass
Kartennummer:248S Prättigau 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo

Endlich hat wieder einmal alles gepasst. Wetter, Lawinensituation und keine Termine. Zusätzlich hat das liebe Tiefbauamt des Kantons Graubünden noch den Flüelapass geöffnet. Somit ab hiess es auf ins Flüelagebiet zu einer letzten Skitour in dieser Saison. Mein heutiges Ziel war das Radüner Rothorn. Ich entschied mich für Route 537a die auf dem Hospiz beginnt.
 
Somit lief ich auf dem Hospiz los und folge der Route zum Schwarzhorn. Am Schottensee vorbei ging es den Hang hinauf und hinter dem Schwarzchopf hindurch in die Südostflanke des Schwarzhorns. Dort mussten ein paar steile Abhänge gequert werden und das in steinhartem Schnee. Nicht sehr angenehm. Etwas unterhalb der Schwarzhornfurgga verliess ich die Route zum Schwarzhorn und steuere das Radüner Rothorn an oder genauer gesagt den Nordgrat. Nach weiteren 20min stehe ich auf dem Nordgrat etwa in der Mitte wo die Felsen beginnen. Ab jetzt ging es zu Fuss weiter. Also Ski "bugglä" und ab! Toller harter Trittschnee erleichterte den Aufstieg sehr. Trotzdem kostete der Aufstieg nochmals einiges an Energie. Vor allem da die Sonne mittlerweilen schon kräftig einheizte. Dann endlich erschienen die beiden Gipfelsteinmänner und ich hatte es geschafft. Was für eine Aussicht und was für ein schöner Berg.
 
Nach einer Gipfelrast und vielen Fotos war zu Letzt noch der Wipfelschuss an der Reihe. Also Kamera auf dem Steinmann positionieren, den Auslöser einstellen und posieren für das Bild. Doch plötzlich fiel der oberste Stein vom Gipfelsteinmann hinunter und das samt Kamera darauf. Diese purzelte den Hang hinunter und verschwand in der Ostflanke. Mehr oder weniger verdutzt musste ich dem Treiben aus der Distanz zusehen. Was soll denn dieser Mist??? Gibt es denn im Bünderland keine Qualitätssicherung für Steinmänner? Wieso bricht da einfach ein Stein heraus? Tja auch Fluchen half da wenig. Jetzt hiess es Kamera suchen. Also machte ich mich wieder an den Abstieg über den Nordgrat mit den Ski auf dem Rücken (Dabei wollte ich doch über die Normalroute abfahren). Grob hatte ich gesehen wo die Kamera liegen blieb. Als ich dann beim vermeintlichen Absturztort angekommen war, war nichts zu sehen von einer Kamera. Das Problem war, dass sie direkt in einen abgegangenen Lawinenkegel viel. Überall war der ganze Schnee aufgewühlt und nichts zu sehen. Ein weiterer Tourengänger kam mir noch zu Hilfe. Doch nach 45min Suchen brachen wir die Aktion ab. Die Abfahrt absolvierte ich dann über die Normalroute hinunter bis zum Schwarzhornparkplatz. Zum Glück musste ich vom Parkplatz nicht auf das Hospiz hochlaufen. Dank dem netten Taxiservice zweier Skitürlerinnen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle.

Leider hat diese Tour ein weiteres Opfer gefordert. An einer exponierten Stelle verlor sie das Gleichgewicht und stürzte ungebremst 150m in die Tiefe. Eine eingeleitete Suchaktion von mir und einem weiteren Tourengänger führte aber leider zu keinem Ergebnis. Meine digitalen Begleiter sterben einfach immer viel zu Jung ;-) Das war Nr.2 in 4 Monaten. Mein Kameraverbrauch ist dieses Jahr sprunghaft angestiegen :-S
Aber ich habe dann einfach mit dem Handy noch ein paar Ersatzfotos geschossen (Sorry für die schlechte Qualität). Zuhause habe ich dann gleich eine neue Kamera bestellt die bereits auf dem Weg ist.

Fazit: Ein schöner Berg, eine tolle Tour, kurz und perfekte Verhältnisse und für einen Freitag doch ziemlich viel Volk unterwegs. Man beachte unbedingt die Festigkeit der Gipfelsteinmänner bevor man eine Kamera darauf positioniere.

Bergmuzzä Tourenbericht:
http://www.bergmuzzae.ch/wp4/?p=6628

Tourengänger: Bergmuzz


Galerie


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