Via Gottardo 1. Etappe Basel - Liestal


Publiziert von Baeremanni Pro , 14. März 2014 um 16:06.

Region: Welt » Schweiz » Basel Land
Tour Datum:13 März 2014
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BL   CH-BS 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 477 m
Abstieg: 432 m
Strecke:Basel - Birsfelden - Muttenz - Wartenberg - Bad Schauenburg - LIestal
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV nach Basel SBB
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV ab Liestal
Kartennummer:213T Basel, 214T Liestal

Ein eher seltener Startpunkt für eine Wanderung dürfte der Bahnhofplatz Basel sein. Doch ich habe es trotz grossem „Trämli“-Angebot dennoch getan.
 Wie der Wegweiser auf ersten Foto in diesem Bericht zeigt, beginnt hier die nationale Wanderroute „Via Gottardo“bzw. Nationaler Wanderweg Nr. 7. Vorgeschlagen sind in Schweiz Mobil 20 Etappen von Basel nach Mendrisio.
Am heutigen superschönen Frühlingstag will ich mit dieser Langstreckenwanderung beginnen. Mal sehen wie weit ich im Laufe des Jahres kommen werde.
Also über und unter dem Bahnhofplatz hindurch in die breite Anlage der Aeschenvorstadt und hinunter zum Aeschenplatz. Es grünt und spriesst auch hier. Nicht nur die von der Fasnacht liegen gebliebenen „Räppli“ bringen Farbe in den Tag. Den Aeschenplatz zu überqueren ist schon fast Gefahrenklasse hoch. Immer noch durch die Grünlagen bis zum St. Alban-Tor. Nun der erste Berg, der St. Albanberg. Es geht hinunter an den „Dalbedych“, einem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Gewerbekanal. Mehr oder weniger entlang der alten Stadtbefestigung zum Rheinufer. Bei der Mündung der Birs in den Rhein ist fertig Basel-Stadt. In der Schifffahrtsschleuse beim Kraftwerk Birsfelden liegt gerade kein Schiff. Kurz nachher wird der Wanderer vom Ufer weg geleitet. Gleich bin ich im Hafengelände. Zwischen Bahn- und Lastwagen, Lagerhäusern, Silos und Tankanlagen. Alte Erinnerungen kommen hoch, auch wenn es hier „nur“ ein Rheinhafen ist, es sieht hier genau gleich aus wie während meiner Seefahrtszeit in vielen „Seehäfen“. Aus purer Sentimalität fotografiere ich auch den alten Kohlenkran, der allerdings noch im Betrieb ist.
Nach dem „oberen“ Hafentor und über die Hafenbahn komme ich nun endlich von den Teerstrassen weg. Eine kurze Steigung führt zum Waldhaus Hard, doch der Laden ist noch zu, also ohne Kaffee weiter. Durch den schönen Wald, mit den Anreicherungsanlagen für Grundwasser über die alte Basel-Zürichstrasse, die Autobahnbrücke und weiter zur Brücke über den Güterbahnhof Muttenz. In meinen Kinderjahren staunten wir hier über die grossen Dampfloks (C5/6 „Muni“), mit welchen die Güterzüge über den „Ablaufberg“ geschoben wurden. So nach einem ganzen Nachmittag roch man recht streng nach Dampfloks. (Passierte mir erst mit bald 50 Jahren wieder).
Nun ja, je weiter ich nach Muttenz hinein kam, je mehr Erinnerungen aus diesen Tagen tauchten auf. Daher schlug bei der St. Arbogastkirche nicht den markierten Weg, sondern ging weiter das Dorf hinauf. In der Gempengasse steht immer noch das Haus, in welchem meine Mutter aufgewachsen ist. Daher durften mein Bruder und ich auch ab und zu mal in die Ferien hierhin. Tempi passati!
Doch weiter die Gasse hinauf, nun eigentlich schön steil, vorbei am Brunnen in Erinnerung an den Bergrutsch von 1952. Kurz nach diesem führt eine Treppe  fast in der Fallinie der mittleren Ruine auf dem Wartenberg durch die Reben hoch. Beim Waldrand  jetzt links in einem Bogen hinauf auf die Kuppe, wo ich wieder auf die Route 7 komme. Bis zur „Bergwirtschaft  Egglisgraben“ folge ich dieser. Die Route führt nun hinunter nach Pratteln.
Ohne mich, ich verzichte gerne auf Teerstrassen, wenn es auch noch etwas bergauf geht. Unter dem „Horn“ durch, vorbei an der Schauenburgfluh. Durch einen schmalen Wanderweg hinunter und noch ein kurzes Stück Forststrasse zur „Nobelbeiz  Bad Schauenberg“. Auf dem Parkplatz eine rechte Auswahl an etwas teureren Autos. Alles in wirklich schönen Gartenanlagen mit allen Schikanen. Aber in die Gaststube zieht es mich nicht, schon auf der Terrasse ist weiss aufgedeckt. Offensichtlich nicht für Typen wie ich, ich ziehe in der Folge den Waldrand für eine Rast vor.
Mein Weg führt weiter hinunter durch das Röserental. Noch eine gute Stunde zum Binital wo ich wieder auf die Route 7 komme. Ein kurzer Gegenstieg und umso steiler wieder bergab zum Tierpark. Damit ist nun auch fertig mit Forst- und Naturstrassen. Nur noch eine knappe Viertelstunde und ich sitze vor der Bahnhofbeiz bei einem gepflegten Bierchen.
Eine interessante Wanderung ist begonnen und weitere Etappen werden folgen. Doch wie heute, werde ich auch künftig meine Route anpassen und halt das eine oder andere Mal den Weg etwas ändern.

Tourengänger: Baeremanni

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