Krokodil frass den 1. August


Publiziert von markus1968 , 23. Oktober 2013 um 13:10.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 1 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Tag1: Göscheneralp - Bergseehütte - Klettersteig Bergsee (Krokodil) - Bergsee - Bergseehütte - Tag 2: Bergseehütte - vorder Mur - hinter Mur - Chelenalphütte - hinter/vorder Röti - Brätschenflue - Göschneralp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Göschenen - Göscheneralp
Unterkunftmöglichkeiten:Bergseehütte, Chelenalphütte, Göscheneralp
Kartennummer:www.geoadmin.ch

Für den 1. August 2013 hatte ich meinem Sohn versprochen, mit ihm eine 2-Tagestour in den Bergen zu unternehmen. Dazu lud ich noch meinen Kletterkollegen Mike ein, der spontan zusagte und so konnte unsere gemeinsame Bergtour starten.

Da es eine interessante Tour werden musste mit etwas "Action", damit es meinem Sohn nicht zu langweilig wird - also nicht immer nur "laufen", sollte ein kleiner Klettersteig in die Planungen Einzug halten. Wir kannten den Krokodil - Klettersteig schon und die Bergseehütte passte auch ins Konzept, da dort immer sehr viele Kinder übernachten. Also reservierten wir eine "Suite" für den 1. auf den 2. August. Der weitere Plan sah dann am 2. August vor, über den Alpinwanderroute (wbw) zur Chelenalphütte zu laufen und von dort wieder zurück zur Göscheneralp.
Wer jetzt denkt, ja das ist ja eine ganz normale Wanderung, nichts besonderes, den muss ich darauf hinweisen,  dass mein Sohn erst neun Jahre alt wurde im Juni 2013. Also Anbetracht der Strecke zur Chelenhütte und wieder retour, die zurückgelegt werden musste also schon etwas besonderes für meinen Sohn. Er wollte mir beweisen das er soweit und -lange wandern kann.

Ein paar Eckdatendaten zur Tour:

Tag 1:
 

  1. Anreise am 1. August, gegen 9:30 Uhr an der Göscheneralp
  2. Aufstieg zur Bergseehütte, die wir gegen 11:00 Uhr erreichten. Ich konnte leider nicht so schnell, aufsteigen, da ich fast das ganze Gepäck für die Übernachtung alleine trug. Zuzüglich den Kletterutensilien (Seil, Exen...), da wir nach dem Klettersteig noch etwas an den Felsen klettern wollten.
  3. Wir checkten auf der Hütte ein und aßen etwas zu Mittag. Gegen 13:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zu Krokodil. Das Krokodil ist ein kleiner aber feiner Klettersteig (K3). Nicht zu schwierig und nicht zu lang, genau richtige für etwas kletterbegeisterte Kinder. 
    Das Highlight ist der Gang durch das Krokomaul und anschließend über die Seilbrücke. Wir gingen die Umgehung der Seilbrücke wieder zurück und machten die Seilbrücke noch einmal. Wir hatten sehr viel Spass. Am Ausstieg stärkten wir uns ein wenig und anschließend ging es über Geröll und Blockwerk wieder zurück zur Hütte 15:00Uhr.
  4. Nachdem wir dort etwas auf den Liegestühlen gechillt hatten, machten wir uns auf in den Klettergarten Sektor Bergsee. Wo wir zwei einfache Routen, in unserem Schwierigkeitsgrad und Seillänge, fanden.
  5. Wir sahen schon am Mittag sehnsüchtig zum Bergsee herunter, aber wir dachten er sei zu kalt. Jetzt konnte es aber mein Sohn nicht mehr aushalten. Er zog sein Klettersachen aus und sprang gegen 17:30 Uhr ins kalte Nass. Nachdem mein Kletterkollege und ich die Klettersachen eingeräumt hatten, schloss ich mich an und ging auch ins Wasser. Aber ich kam nicht sehr weit, denn das Wasser war sehr kalt - zu kalt für mich. Kann mir nicht erklären wie mein Sohn so schnell ins Wasser konnte und auch noch ein Runde schwamm. Brrrrrrrr....
  6. Nachdem wir uns wieder angezogen hatten, nahmen wir unser verdientes Znacht auf der Hütte. Älplermakronen, mhhhh. Danach spielten wir noch etwas zum Zeitvertreib. Bis es dann endlich dunkel wurde und der Hüttenwart Andi und einige der Kinder sich aufmachten um das Bergfeuer für den 1. August anzuzünden. Das war eine sehr tolle Stimmung - am Berg, eine klare Nacht und das grosse Bergfeuer, zauberhaft.
  7. Danach gingen in die uns zugewiesenen Dreierkoje. Es wurde leider eine sehr unruhige Nacht. Naja, ich hatte nichts anderes erwartet. Das übliche Schnarchkonzert, lies nicht lange auf sich warten und leider gab es noch ein Hustenkonzert dazu. Irgenwann schliefen wir aber doch etwas ein.


Tag 2:
 

  1. Gegen 6:00 standen wir langsam auf, denn wir konnten nicht mehr schlafen. Die Hüttencrew hatte das Frühstück auch schon parat und so konnten wir frühstücken. Nach den üblichen Morgenritualen (ging sehr lang, da die Hütte überaus gut besucht war), packten wir unsere Sachen und machten uns gegen 8:30 Uhr auf den Weiterweg zur Chelenalphütte.
  2. Der wbw markierte Alpinwanderweg war sehr gut zu laufen. Die technischen Schwierigkeiten sind sehr überschaubar aber der Weg ist trotzdem recht kurzweilig zu gehen. Die schwierigsten Stellen sind im Abstieg zur Chelenalphütte zu bewältigen, ein paar Felsstufen mit Ketten abgesichert. So kamen wir nach 3 Stunden auf der Chelenhütte an, wo wir wieder zu Mittag aßen. 
  3. Gegen 13:30 Uhr marschierten wir dann los Richtung Göscheneralp welche wir dann um 16:00 Uhr erreichten. Auch dieser Hüttenweg ist recht kurzweilig, führt er doch immer an der Chelenreuss entlang und der dort wehende Wind gab uns immer ein wenig Kühlung an diesem heissen Tag. Leider konnte ich meinen Sohn dann nicht mehr motivieren zum Gletscher mitzugehen (Abzweigerschild "Gletscher").

Fazit:
Ein wunderschöne Tour zusammen mit meinem Sohn und Mike. Mittlerweile konnte ich mit meinen Sohn noch weitere Klettersteige mit Wandereinlagen absolvieren (z.B. Kombination Zittergrat und Rigidalstock, den Tierbergliklettersteig, Fruttlisteig bis zum Homad, Diavolo. Mit dem Klettersteiggehen angefangen habe ich mit meinem Sohn, als er 7 war. Unser erste KS war der Chäligang und Brunnistöclkli, 2012/13 folgten dann die erwähnten Steige und noch weitere.
 


Tourengänger: markus1968


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