"Unfreiwillige Schneewanderung im Mai" - Versuch Rophaien (2078 m), Diepen (2222 m)


Publiziert von jobi , 13. Juni 2008 um 12:50.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:22 Mai 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Riemenstalden (1030 m) - Alplen (1342 m) - Alpler See (1506 m) - Stock (1705 m) - Punkt 1800 - Butxen (1457 m) - Zingel (879 m) - Sisikon (446 m)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Freiburg/Breisgau - Basel - Luzern - Stans - Altdorf - Axenstraße Richtung Schwyz - In Sisikon zweigt eine kleine Straße rechts Richung Riemenstalden ab
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito.
Unterkunftmöglichkeiten:in Riemenstalden, am See unzählige Möglichkeiten

Bei der Bergtour in der Zentralschweiz gingen 10 Personen mit. Die größte Herausforderung war diesmal bereits die Hinfahrt: Auf der Autobahn kurz vor Luzern brannte ein Krankenwagen und stand lichterloh in Flammen. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an dieser Stelle vorbei. Nach diesem Schreck machten wir erstmal an der Raststätte Neuenkirch eine kurze Pause. Danach ging es nicht mehr lange bis zum Ausgangspunkt Riemenstalden (1030 m), welcher oberhalb vom Vierwaldstätter See zw. Schwyz und Altdorf liegt. Bereits zu Beginn der Wanderung war es recht neblig, allerdings regnete es während der ganzen Wanderung nicht. Von Riemenstalden liefen wir einen breiten Waldweg zur Almsiedlung Alplen (1342 m). Hier erreichten wir eine idyllisch Almsiedlung, welche auf einer grasigen Hochlfäche liegt. Von dort an war es nicht mehr weit bis zum Alpler See (1506 m). Vom See an begann der anspruchsvollste Teil der Wanderung: Wir stiegen im Wechsel über Schneefelder und matschige Wiesenhänge zur Almsiedlung Stock (1705 m) an. Hier machten wir eine größere Rast und mussten aber auch feststellen, dass die Schneemassen eher noch zunahmen. Kurz nach der Hütte stiegen wir noch auf ca. 1800 Meter auf und entschlossen uns ziemlich schnell zur Umkehr. Ein Weitergehen war uns bei diesen Schneeverhältnissen einfach zu riskant. Außerdem war durch den Nebel der Aufstiegsweg nicht vollkommen einsehbar. Selten gibt es Ende Mai noch solche Schneemassen in der Bergen. Von Bergfrühling zu reden ist mehr als optimistisch, ab 1800 Metern herrschte eher noch tiefer Winter. Für den Abstieg folgten wir weglos einer steilen, mit Schnee gefüllten Rinne Richtung Butxen (1457 m). Bei dieser Almsiedlung betraten wir einen breiten Waldweg, den wir bis zur Verzweigung im Wald weiterliefen. Ein Teil der Gruppe bog rechts Richtung Riemenstalten ab, ein Großteil folgte dem Wanderweg bis nach Sisikon. Nach und nach erreichten wir einen schönen Buchenwald - es wurde endlich auch grüner. Mit der Zeit bekamen wir immer mehr Pflanzen zu Gesicht. Besonders beeindruckend waren die Tiefblicke zum Urner See. Oberhalb von Sisikon machten wir nochmals bei einer Lamaherde eine kurze Rast. Die Lamas waren sehr zutraulich und glücklicherweise auch nicht in Spucklaune ;-) Noch einige Höhenmeter bergab und wir kamen im kleinen Dorf Sisikon an, welches sehr idyllisch am Seeufer liegt. Die anderen Teilnehmer holten uns mit dem Auto ab. Vor der Heimfahrt genehmigten wir uns am Seeufer noch ein kühles Bier bzw. Kaffee. Die Heimfahrt verlief reibungslos, so dass wir fast genau nach 2 Stunden wieder in Wolfenweiler ankamen.
 
Wir legten bei dieser Tour insgesamt 800 Aufstiegsmeter und 1400 Abstiegsmeter zurück. Die reine Gehzeit: 4,5 Stunden.
 
Die Schlusseinkehr fand wie so oft im Nepomuk in Bad Krozingen statt. So langsam kennen sie uns im Nepomuk als Wandergruppe mit verschwitzten und vom Dreck verspritzten Wanderklamotten.
 
 

Tourengänger: jobi

Galerie


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