Schächentaler Windgällen 2764m


Publiziert von Bergmuzz , 19. Mai 2013 um 20:32.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:10 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 920 m
Abstieg: 920 m
Strecke:Mettener Butzli - Ober Sädel - Läged Windgällen - Schächentaler Windgällen - Läged Windgällen - Ober Sädel - Mettener Butzl
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auf der Taxpflichten Strasse bis Mettener Butzli (Parkplatz). Für das befahren der Alpstrasse ist eine Bewilligung für CHF 10.00 notwendig. Diese ist ab 08:00 im Restaurant Posthaus in Urigen erhältlich.
Kartennummer:246T Klausenpass 1:50000 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo

www.bergmuzzae.ch

Auch am bisher heissesten Tag im Jahr macht es Sinn eine Gipfeltour zu unternehmen. Denn bekanntlich ist es ja in höheren Lagen kühler. Was natürlich auch auf unser Ziel den Schächentaler Windgällen zutraf. Um der Hitze im Aufstieg nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen ging es früh los.
 Für das befahren der Alpstrasse war eine Bewilligung für CHF 10.00 notwendig. Diese gibt es ab 08:00 im Restaurant Posthaus in Urigen. Nach etwas Suchen und Durchfragen hatten wir dann auch die entsprechende Bewilligung. Danach mit dem Auto hoch bis zum Parkplatz bei Mettener Butzli. Die Alpstrasse hoch zum Butzli ist ziemlich ruppig und am besten mit einem Geländegängigen Fahrzeug zu meistern. Nach einigen Wegabsprachen mit ebenfalls startenden Kletterern ging es dann los.

Der Weg führt vom Parkplatz aus zuerst ca. 200m Links hinauf und macht dann eine Spitzkehre nach rechts. Deshalb sind wir vom Parkplatz gleich direkt den Hang hinauf gestochen bis wir auf diese Wegspuren trafen. Jetzt soweit Möglich den Wegspuren folgen bis diese sich verlaufen. Ab dort immer gerade aus der Felswand entlang bis nach Ober Sädel. Die Traversierung unter der Südwand in den Geröll Hängen benötigt etwas Gespühr für die energiesparendste Route. Nach etwa 1.2km trifft man etwa bei Pt.5220 auf zwei Couloir in der Südwand die begehbar erscheinen. Das Rechte ist dann das Richtige und wird für den Durchstieg der Felswand benötigt. Dieses Couloir sollte scheinbar auch markiert sein. Aber wir haben diese Markierung nicht gesehen. Also über das Schotterfeld nach oben bis zum Einstieg. Zur Sicherheit den Helm montieren und los geht die Kletterei im Couloir hinauf bis auf den Sattel wo uns dann doch ein Steinmändchen erwartet.

Auf dem Sattel gibt es eine kurze Pause und danach die Querung der Karstfläche des Lägend Windgällen über das Schneefeld bis an den Fuss des Schächentaler Windgällen. Von unten gesehen hat man das Gefühl, dass da kein Durchkommen wäre. Nach jedem Schritt öffnet sich aber ein weiterer und so geht es bis auf den Gipfel hinauf. Das Ganze ist eine nette Kraxelei im zweiten Schwierigkeitsgrad. An einigen Stellen ist entsprechend Arm kraft notwendig zur Überwindung. Zwischendurch hat es auch Stellen wo eine Sicherung Möglich wäre (Borhaken). Bei zwei Stellen sind auch kurze Ketten montiert und etwa in der Mitte der Wand gibt es eine Stelle an der man kurz kriechen muss. Danach geht es noch um einen Felsvorsprung herum und kurz unterhalb des Gipfels hat es dann wieder Wegspuren.

Die Sicht vom Gipfel ist traumhaft! Alle Grossen Gipfel in der Nachbarschaft und natürlich auch die kleineren sind in Sichtweite. Clariden, Tödi, Gross- und Chli Schärhorn, Gross Düssi, Gross- und Chli Ruchen, Gross Windgällen, Gross- und Chli Spannort und auf der anderen Seite Chaiserstock, Glärnisch mit Bächistock, Höch Turm, Ortstock und auch noch Druesberg, Forstberg und Fluebrig. Um nur einige zu nennen. Nach einer ausgedehnten Pause und dem Gipfelbucheintrag geht es auf dem gleichen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Im Abstieg gilt es vor allem den teilweise Schuttbeladenen Bändern Beachtung zu schenken. Jeder Tritt sollte sitzen und nicht auf einem rutschigen Untergrund aufgesetzt werden. Nach dem Abstieg durch das Couloir bei Pt. 2520 sind wir wieder unterhalb der Südwand zurück traversiert. Je näher wir der 2000m Marke kamen des do heisser wurde es. Bei der Rückfahrt über den Klausenpass war es 30° und das auf 1900m

Fazit: Der Schächentaler Windgällen ist eine tolle Tour mit einigen schönen Kletterstellen und keinen Wegmarkierungen und teilweise auch keinen Wegspuren. Das gibt dieser Tour einen tollen Charakter. Ich würde die Tour mit T6 und Kletterei II Schwierigkeit bewerten. Sicherlich nichts für Bergrookies. Erfahrung und Trittsicherheit sind absolut Notwendig ebenfalls Schwindelfreiheit.

Bergmuzzä Tourenbericht
http://www.bergmuzzae.ch/wp4/?p=3863


Tourengänger: Bergmuzz, Robi

Galerie


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