Höchhand – Tössstock-Überschreitung


Publiziert von Delta Pro , 16. April 2008 um 08:18.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:13 April 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-SG   CH-ZH 
Zeitbedarf: 2:45
Aufstieg: 660 m

Après-Ski im abendlichen Zürcher Oberland – das wilde Tössbergland erwacht aus dem Winterschlaf.

Vorteil an Frühlingsskitouren (Fluela Wisshorn heute morgen): Man hat nachher noch Zeit für eine Wanderung im Tössbergland! Heute steht die gemütliche Rundtour Schwarzenberg – Höchhand – Tösssstock an. Im Tössbergland liegt für die Jahreszeit noch überdurchschnittlich Schnee, oberhalb 1200 m.ü.M. ist die Schneedecke geschlossen.

Von der Wolfsgrueb über den Schwarzenberg und auf dem aussichtsreichen Höhenweg im leuchtenden Abendlicht auf die Höchhand. Durch tiefen Schnee runter in die Schwämmi und auf einem Traktor-gewalzten Weg auf den Gipfel des Tössstock. Die Überschreitung des Tössstocks ist eine lohnende, einfache Route, auf der man die wilde Landschaft des Tössberglandes gut erfahren kann. Schade nur, dass Forstwirtschaft am Tössstock gross geschrieben ist und das Verräumen der Überreste davon nicht immer ganz vorbildlich betrieben wird. Ein Pfad führt über den ganzen Kamm des Tösstockes. Anschliessend geht es über einen schönen (ehemals markierten) Forstpfad runter zur Töss, am Schluss auf dem wohl abenteuerlichsten Weg des Zürcher Oberlandes. Steinschlag hat dem zum Teil in die Nagelfluh geschlagenen Weg stark zugesetzt und ihn stellenweise bis zur Unkenntlichkeit entstellt.


Tourengänger: Delta, sglider

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

semmelmann hat gesagt: Forstwirtschaft
Gesendet am 25. Februar 2011 um 23:29
Genau in solchen Wäldern wird die Forstwirtschaft dringend gebraucht. Es wird nicht geholzt des Profits wegen. Ein Grossteil des Waldes im Tössstockgebiet ist als Schutzwaldgebiet definiert. Damit ein Schutzwald seine Funktionen (hier Erosionsverminderung) gewährleisten kann, braucht es eine regelmässige Durchforstung und Pflege. Das Ziel ist ein Waldbau mit Plenter- oder Dauerwaldsystem (alle Altersstufen vorhanden). Nur wenn junge Bäume die Chance haben nachzuwachsen (in dem alte, schattenbringende Bäume gefällt werden), ist die Schutzfunktion gewährleistet. Weiter ein nicht vernachlässigbarer Punkt, ist die zunehmende Artenvielfalt bei einem stufigen, durchforsteten Wald.

Betr. nicht aufgeräumter Wald: Bäume werden nach dem Fällen meistens direkt im Holzschlag vorgerüstet, d. h. ein Teil der Äste wird abgesägt. Das Liegenlassen der Äste ist nicht per se schlecht. Durch das Holzen wird dem Ökosystem Wald Nährstoffe entzogen. Äste die im Wald liegenbleiben, wirken dem entgegen. Ansonsten landen sie auf einem Hackholzhaufen... Hätte man mehr Zeit und Geld, würde man Asthaufen im Wald schichten (je nach Förster und Anstellungsort [Kanton] geschieht dies schon heute). Solche Asthaufen wären dann wieder optimal als Schlupfwinkel für Kleintiere.
Also: nicht zu sehr schwarzmalen mit der "Forstwirtschaft", die eigentlich nur die verschiedenen Waldfunktionen pflegt und fördert. Gewinn wird im Tössbergland keiner gemacht. Auf jeden Kubikmeter zahlt der Kanton drauf!

Delta Pro hat gesagt: RE:Forstwirtschaft
Gesendet am 26. Februar 2011 um 14:33
Herzlichen Dank für die interessanten Infos!
Es ist natürlich richtig, dass dem Laien vor allem der Gesamteindruck bleibt, er jedoch nicht die Hintergründe kennt.
Gruss Delta


Kommentar hinzufügen»