Rauflihore: Schnee und Wetter ****


Publiziert von Felix Pro , 19. Februar 2013 um 23:13. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:17 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1125 m
Abstieg: 1125 m
Strecke:Grimmialp, Parkplatz Senggibach - P. 1283 - P. 1409 - P. 1509 - Berghaus Grimmi - Grimmifurggi - Rauflihore; zurück auf ungefähr demselben Weg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Ramsei, Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, Zwischenflüh nach Grimmialp
Kartennummer:1247

"Einmal noch, mir zu Liebe, gehe sie auf diesen Gipfel "(im Winter) - meinte Ursula … trotz des, für die Skitourengänger vermeintlich langweiligen Schlussaufstieges, wurde es zu einer top Tour!

 

Wir starten zu viert auf der Grimmialp, Parkplatz Senggibach; Beatrice und ihre vier Hunde begleiten uns ein gutes Stück des Weges.

Im Gegensatz zu früheren Unternehmungen bleiben wir dieses Mal auf der rechten, südöstlichen Seite des Senggibaches, und folgen, noch im Schatten, bei sehr tiefen Temperaturen - doch mit blauem Himmel über uns - der Spur, erst dem Schneeschuh-Trail nach, taleinwärts. Gewaltig schön erheben sich bereits hier zur Rechten das beeindruckende Seehore, vor uns Ankestock, die Grate zum Rothore, und Spillgerte.

 

Hermann und ich schreiten etwas forscher aus, meist von Déja-vu (welchen ich immer wieder von weiteren Exkursionen zurückrufen muss|kann) und Trouvaille begleitet, durch das recht urige, meist bewaldete, und jetzt im Schatten liegende Tal, hinauf; bis wir kurz vor dem Berghaus Grimmi an die Sonne treten.

 

Eine Verpflegungspause, mit betörenden Blicken zum N-Grat des Rothores, legen wir hier ein, bevor wir uns von Beatrice und den vier so liebenswürdigen Hunden verabschieden (Beatrice fährt nun ab und wird später noch einen Teil des Aufstieges zum Mariannehubel unter die Latten nehmen). Bereits hier wird offenkundig, dass heute wohl einige Dutzend, wenn nicht Hundert, Tourengänger die nach wie vor vortrefflichen Schnee- (und Wetter)-Verhältnisse nutzen, um einen der zahlreichen aussichtsreichen Gipfel im Diemtigtal zu besteigen - und genussvoll abzufahren.

Nachdem wir bei der (im Winter geschlossenen) sehr hübsch gelegenen Hütte den weiteren Aufstiegsverlauf deutlich erkennen konnten, begeben wir uns auf der gut gespurten Route hinauf zum Grimmifurggi; bereits weit davor erkennen wir, nebst dem schroffen, doch imposanten Rothore, den davor aufragenden wilden Felszahn, und die eindrückliche Wechte bei P. 2057.

Wir kommen aus dem Staunen ob der fantastischen Landschaft nicht heraus - die Verhältnisse sind derart gut, dass wir uns einige Zeit nehmen, die nähere und weitere Umgebung zu geniessen (und einige Fotos zu schiessen).

 

Ich bin sehr glücklich und dankbar, darf ich nun auch diesen (Winter)-Weg zum Rauflihore beschreiten - auch der, ab dem Furggi für die Skitüüreler, anscheinend etwas eintönige letzte Aufstieg ist für mich sehr genussvoll: nicht nur erweitert sich das Panorama mit jedem Meter; gefangen bin ich von der Faszination der sich am Grat hinaufziehenden Reihe der hölzernen Schwiere - ein Kunstwerk, eine vollendete Verbindung von Handwerk und Naturkunst! Wie glücklich sind wir, bei besten Verhältnissen (kein „bissiger“ Wind verleidet uns die Mittagsrast) auf dem Gipfel, auf dem Rauflihore, die Mittagspause, die umwerfende Aussicht, das gemeinsame Glücksgefühl erleben zu können.

 

Wir verweilen - und geniessen - relativ lange; nur zu schnell, so scheint es mir, müssen wir wieder talwärts gehen (fahren) … doch wir konnten uns doch satt sehen an der einmal mehr fantastischen Rundsicht auf einem der Diemtigtaler; v.a. können wir die  Traumlücke, welche wir vor kurzem erklommen hatten, von der beinahe unheimlichen anmutenden Rückseite her bewundern …

Die einen sehr schnell, wendig und elegant - der andere eher etwas schwerfällig … (doch für beide waren die Schneeverhältnisse sehr gut!) - querten alle etwas unterhalb des Berghauses Grimmi und folgten letztlich dem gut „präparierten“ Aufstiegsweg hinunter bis zur (heute privat genutzten) Hütte auf ca. 1390 Metern; hier rasteten wir alle drei kurz in der allmählich tiefer stehenden Sonne.

 

Sogar in der nachfolgenden letzten Abfahrt fanden Ursi und Hermann gut befahrbare Hänge - und ich teilweise leicht zu begehende, abzurutschende Hänge - erstaunlich, wie die tiefen Temperaturen die Schneequalität (zum Guten) konservieren!

Mit vielen andern zusammen suchten wir, nach Erreichen des Startpunktes auf Grimmialp, Parkplatz Senggibach, die sonnige Terrasse des kleineren Restaurationsbetriebes bei den (glücklicherweise wieder) in Betrieb stehenden und bestens frequentierten Ski- und Sesselliften der Grimmialpbahnen auf - einen tollen Tourentag beschlossen wir hier, voller Dankbarkeit.

 

Unterwegs mit Hermann; im ersten Teil mit Beatrice und ihren vier charmanten Vierbeinern 


Tourengänger: Ursula, Felix


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