Klettergarten Haldenstein "Plattenweg" u.a.
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Im ehemaligen Steinbruch beim schmucken Dörfchen Haldenstein tummeln sich Vertikalisten seit geraumer Zeit. Direkt am Rhein gelegen kann der Klettergarten in 3 Sektoren eingeteilt werden: Ganz rechts kurze Anfängerrouten im 3-5. Grad (Toprope kann von oben eingehängt werden). In der Mitte teilweise arg abgespeckte, bis 3 Sl lange Plattentouren von 5 bis 7. Die schönsten, längeren Klettereien wie z.B. die "Plattenwand" sind im linken Teil. Das Routennetz ist ziemlich unübersichtlich, genaues Topostudium und etwas Spürsinn sind von Vorteil.
Das Gelände ist Kinder und -wagenrfreundlich mit mickrigen 2 min Zustieg. Bei sommerlicher Hitze oder starkem Föhn nicht zu empfehlen, dafür kann an sonnigen Tagen auch im Winter geklettert werden.
An einem gemütlichen Kletternachmittag geniessen wir die ersten Frühlingsboten bei fast sommerlichen Temperaturen. Die Plattenwand überraschte uns mit spannenden Kletterzügen - 30 Jahre nach Henry Barber eine nicht ganz freie Begehung des Klassikers.
1978 mass sich Henry Barber, ein amerikanischer Pionier des Freikletterns, an der "Plattenwand" - die (fast) freie Begehung wird heute zu den "Geburtsstunden" des Freikletterns in der Schweiz gezählt.
Routenbeschreibung
Einstieg etwa 20hm über dem ersten Sektor bei Muniring über auffälligem Geröllpodest.
1. Sl 5 Vom Muniring rechts in die Verschneidung und auf der Kante einfach zum ersten Stand (Stände bestehen aus einem übergrossen Muniring und mind. einem zusätzlichen BH)
2. Sl 6+ An Leisten und Seitgriffen rechts haltend hinauf, anregende Kletterei. Der Stand auf dem nachfolgenden Band kann ausgelassen werden und direkt rechts (nicht links den alten BH oder denjenigen gerade hinauf folgen, 7+!) in die markante Verschneidung. Durch diese kurz und schön hinauf zum Stand.
3. Sl 6+\7- Der erste BH steckt etwas hoch, mit einer Rechtsschlaufe leicht zu erreichen. Der kurze Überhang ist mit Bewegungsfantasie und der Leiste rechts oben gut zu lösen. Plattig zum Stand.
4. SL 5+ Reibungskletterei durch den grossen Plattenschluss. Zuerst horizontal nach links, dann leicht ansteigend und vor dem Stand durch eine typische, seichte Halenstein-Verschneidung.
5. Sl 7 Etwas speckige Leisten zum Überhang, dort ist der StiftBH oberhalb der Kante der beste Griff. Frei? Als Dessert ein schöner, griffiger Fingerriss bis zum Stand an alten Steinbruch-Verankerungen.
Meine Kamera hatte leider Hausarest. Dafür das Topo* von Rocup unter diesem Link. Fotos folgen beim nächsten - freien? - Versuch; wie wärs,
Ossi?
*Mit Vorsicht zu geniessen: Die Plattenwand müsste richtigerweise die Nr. 11 tragen!
Ausrüstung: Ein 50m, besser 60m Seil genügt für alle Routen, es kann wieder abgeseilt werden. Ein Helm und vorsichtiges Klettern ist bei wenig begangenen Touren ratsam; ab und zu fehlt ein Griff oder ein neuer kommt hinzu - die Bewertungen sind also z.T. gewöhnungsbedürftig (in beide Richtungen!) Teilweise ist das Hakenmaterial ziemlich alt und man steht das eine oder ander mal etwas über den Haken.
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In anderen Besuchen geklettert:
Übungsklettereien am Wandfuss, unterhalb Stiger Verschnidig (4-5): Reibungskletteeien, sehr poliert, eher unlohnend.
Stiger-Verschnidig (6+, 6+) : An sich interessante Verschneidungskletterei, doch schon recht poliert
Daffy Duck (6+, 6+): steigt man von rechts unten über ein Band ein (neue BH, 4), kann man die oberen 2 SL in einer Klettern (alte Haken, aber nicht speckig, Projekt)
Suwa (6+, 7-): Die erste SL gutmütig an neueren BH, in der zweiten SL deutlich anspruchsvoller an sehr rostigen BH, halten die?
Grosse Verschneidung bzw. Bührer/Thut (6+, 5+, 5+, 6, 6+): kann mit Suwa bzw. dem Plattenweg kombiniert werden. Neue Haken, letzte SL deutlich leichter. Zahme Reibungsplatte zum Ausstieg.
Das Gelände ist Kinder und -wagenrfreundlich mit mickrigen 2 min Zustieg. Bei sommerlicher Hitze oder starkem Föhn nicht zu empfehlen, dafür kann an sonnigen Tagen auch im Winter geklettert werden.
An einem gemütlichen Kletternachmittag geniessen wir die ersten Frühlingsboten bei fast sommerlichen Temperaturen. Die Plattenwand überraschte uns mit spannenden Kletterzügen - 30 Jahre nach Henry Barber eine nicht ganz freie Begehung des Klassikers.
1978 mass sich Henry Barber, ein amerikanischer Pionier des Freikletterns, an der "Plattenwand" - die (fast) freie Begehung wird heute zu den "Geburtsstunden" des Freikletterns in der Schweiz gezählt.
Routenbeschreibung
Einstieg etwa 20hm über dem ersten Sektor bei Muniring über auffälligem Geröllpodest.
1. Sl 5 Vom Muniring rechts in die Verschneidung und auf der Kante einfach zum ersten Stand (Stände bestehen aus einem übergrossen Muniring und mind. einem zusätzlichen BH)
2. Sl 6+ An Leisten und Seitgriffen rechts haltend hinauf, anregende Kletterei. Der Stand auf dem nachfolgenden Band kann ausgelassen werden und direkt rechts (nicht links den alten BH oder denjenigen gerade hinauf folgen, 7+!) in die markante Verschneidung. Durch diese kurz und schön hinauf zum Stand.
3. Sl 6+\7- Der erste BH steckt etwas hoch, mit einer Rechtsschlaufe leicht zu erreichen. Der kurze Überhang ist mit Bewegungsfantasie und der Leiste rechts oben gut zu lösen. Plattig zum Stand.
4. SL 5+ Reibungskletterei durch den grossen Plattenschluss. Zuerst horizontal nach links, dann leicht ansteigend und vor dem Stand durch eine typische, seichte Halenstein-Verschneidung.
5. Sl 7 Etwas speckige Leisten zum Überhang, dort ist der StiftBH oberhalb der Kante der beste Griff. Frei? Als Dessert ein schöner, griffiger Fingerriss bis zum Stand an alten Steinbruch-Verankerungen.
Meine Kamera hatte leider Hausarest. Dafür das Topo* von Rocup unter diesem Link. Fotos folgen beim nächsten - freien? - Versuch; wie wärs,
*Mit Vorsicht zu geniessen: Die Plattenwand müsste richtigerweise die Nr. 11 tragen!
Ausrüstung: Ein 50m, besser 60m Seil genügt für alle Routen, es kann wieder abgeseilt werden. Ein Helm und vorsichtiges Klettern ist bei wenig begangenen Touren ratsam; ab und zu fehlt ein Griff oder ein neuer kommt hinzu - die Bewertungen sind also z.T. gewöhnungsbedürftig (in beide Richtungen!) Teilweise ist das Hakenmaterial ziemlich alt und man steht das eine oder ander mal etwas über den Haken.
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In anderen Besuchen geklettert:
Übungsklettereien am Wandfuss, unterhalb Stiger Verschnidig (4-5): Reibungskletteeien, sehr poliert, eher unlohnend.
Stiger-Verschnidig (6+, 6+) : An sich interessante Verschneidungskletterei, doch schon recht poliert
Daffy Duck (6+, 6+): steigt man von rechts unten über ein Band ein (neue BH, 4), kann man die oberen 2 SL in einer Klettern (alte Haken, aber nicht speckig, Projekt)
Suwa (6+, 7-): Die erste SL gutmütig an neueren BH, in der zweiten SL deutlich anspruchsvoller an sehr rostigen BH, halten die?
Grosse Verschneidung bzw. Bührer/Thut (6+, 5+, 5+, 6, 6+): kann mit Suwa bzw. dem Plattenweg kombiniert werden. Neue Haken, letzte SL deutlich leichter. Zahme Reibungsplatte zum Ausstieg.
Hike partners:
Alpin_Rise






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