Von der Birsmündung in den Rhein dem Fluss entlang zu einer renaturierten Bacheinmündung


Publiziert von silberhorn Pro , 1. Oktober 2012 um 10:36.

Region: Welt » Schweiz » Basel Land
Tour Datum:23 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BS   CH-BL 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:B'hf SBB: eines der Tram zu Aeschenplatz hinunter. Dort Tram Nr 3 bis Breite. Bad. Bhf Bus 36 bis Breite.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:B'hf SBB Tram Nr 10 bis Hofmatt. Bad. Bhf Tram Nr. 2 bis Bahnhof SBB, Tram Nr. 1o bis Hofmatt
Kartennummer:Swiss Map online, Wanderkarte 5029 T

Hätte ich auf meine innere Stimme  gehört und nicht die seit langem unbenutze Olympus Kamera  oder wenigsten zusätzlich die andere Kamera ebenfalls mitgenommen, wären nicht mindestens 90% der Bilder Schrott, und der Rest liesse nicht zu wünschen übrig.. Erst beim Gebrauch erinnerte ich mich, dass die Kamera schon letztes Mal defekt war. Zuerst funktioniert sie normal um danach plötzlich zu spinnen. Vor hatte ich ältere Fotos beizufügen. Wie aus heiterem Himmel waren plötzlich ca. 90% meiner Bilder verschwunden. So auch alle dieser Wanderung. Bis ich die alle wieder habe dauert es.

Gestern kam mir ein Zeitungsausschnitt des gratis "Magazin Umwelt" der Bafu in die Hände, www.bafu.ch/. Der Artikel berichtet vom Renaturierungprojekt  Namens "Neues Leben in der Bachmündung" das beendet wurde. Es handelt von der Reanturierung der Einmündung des Teufelsgrabenbach in die Birs ((Kurzbericht "Rütihardplateau" www.hikr.org/tour/post53428.html], wo das Bächlein her kommt. Es entstand neuer Lebensraum für Flora und Fauna. Wichtig ist ein ströhmungsberuhigender Bereich für Jungfische, wie zum Beispiel für die schweizweit gefährdete Äsche. Leider hatte ich die uralten halbhohen Wanderschuhe angezogen deren Sohlen nur noch sehr gringe Bodenhaft aufweisen, dazu frisch gewaschene Hose. Deshalb verzichtete ich das Bord zur Mündung hinunter zu gehen. Vielleicht hätte ich ein paar Fischlein beobachten können:-). Kein optimaler Tag was Kamera und Schuhe betrifft.

Von der Breite zum Birschöpfli bei der Vereinigung Birs und Rhein. Ging über den neuen Birssteg nach Birsfelden BL hinüber Schlug einen Abstecher über die Birsfeldermatte zum kleinen Verpflegungswagen  der sich zwischen Matte und Spielbplatz befindet. Nur bei gutem Wetter geöffnet und im Winter  abwesend. Für Eltern mit Kleinkinder lohnt sich ein Aufenthalt auf dem weit und breit schönsten Spielplatz! Beim vorbeigehen oder manchmal wie Gestern schaue ich beim Kaffetrinken dem Treiben zu.

Zurück an die Birs der ich am rechten sonnigeren Ufer bis zur gelben Redingbrücke folgte auf der ich die Birs überquerte und dem linken Ufer entlag weiterging. Unter drei Brücken durch (sehr laut) zum Joggeli, Fussballstadion St. Jakob. Nach diesem unterquerte ich noch eine Verkehrs- und Fussgänger-, und eine Trambrücke.  Bis hier verläuft die Grenze zwischen den Kantonen BS und BL in der Birsmitte. Im weiteren Verlauf fliesst  sie durch die Kantone Basel-Landschaft, Solothurn, Jura und  zuletzt in  ihrem Geburtskanton Bern..  Die Quelle der La Birs befindet sich in einem unterirdischen Fluss- und Höhlensystemsystem bei Pierre Pertuis. 5 Kantone - 2 Sprachen.

Der Oberlauf ist Forellenregion und der Unterlauf Aeschenregion; bei Dornach wo nach dem Wasserkraftwerk (von der Birsmündung in den Rhein aus gesehen) wo das Gewässer ruhig ist befinden sich viele Krebse. Leider sind diese wie vielerorts durch den agressiven amerikanischen roten Krebs gefährdet. de.wikipedia.org/wiki/Birs und [www.aue.bs.ch/fachbereich/gewaesser/oberflaechengewaesser/bf...]

Da ich um zur renaturierten Stelle zu gelangen, speziell für Hikr  ein Fotographier-Flusswanderung, nach Belieben auch Spaziergang (41/2 Std. alles inklusv), vorgesehen hatte folgte ich dem Flusslauf obwohl wenig attraktiv. Von hier an gibt es drei Wegmöglichkeiten. Der (Autobahn) Waldweg der von Spaziergänger mit und ohne Hunde und Jogger benutzt wird und oberhalb dem Birsufer entlang geht. Nach Regenperionde längere Zeit matschig und mit Pfützen versehen. Rechterhand des Weges der Waldpfad der sich am niedrigen Bord auf und ab schlängelt. und vorwiegend von Wanderer,  Mountain Bikers und Kinder benutzt wird. Auf dem Hang die Hartbelag-Nebenstrasse welche  der Joggelibadi und später neben den Fussballtrainierplätzen, in dessen Areal sie hinführt, ihren Fortlauf nimmt. Wird gerne von VelofahrerInnen benutzt.

Nun folgte ich dem Waldpfad den  ich zwei, drei mal verliess um die Birs zu fotographieren. Die Wege ziehen sich in die Länge. Bei der Abzweigung zur Grün 80 (seit kurzem in "Merian Park Brügglingen" und "Seegarten" umbenannt),  deren Ausstellungereröffnung die englische Queen besuchte, verliess ich die Birs. Brauchte etwas Himmel und was anderes als Bäume, Wurzeln etc.,  und machte einen Schwenker, auf möglichst wenig begannene Pfaden und Wege, durch einen Teil der G 80 zum Gebäude des Restaurant Seegarten und einem Selbstbedienungs-Rastaurant, kaufte im Letzteren einen Coffee to go. Den genoss ich zusammen mit einem aus dem Alltagsrucksack entnommenen Ovo-Riegel auf einer Bank mit Blick über den See, schaute den Vögel und dem sonntägliche sonstigen Betrieb zu.

Dann ging ich in der G 80, auch Weglos, über eine Abkürzung auf die Strasse auf welcher ich zur bedeckten Holzbrücke über die Birs (Foto unbrauchbar) gelangte. Diese hindurch und auf dem Weg rechts unterhalb der Autobahn , sehr, sehr, sehr laut!!!, die ich später unterquerte am grossen Wasserkraftwerk, wo das tosende Wasser den Autolärm zu übertönen vermochte, vorbei bis zur renaturierten Einmündung des Teuflesgrabenbach, meistens ein Bächlein, in die Birs. Danach dem Tüfelsgrabebächli bis zur Strasse hoch. Neben dieser, wie im "Rütihardplateau" Kurzbericht beschrieben  zur Haltestelle Hofmatt des Tram Nr. 10. Anders als gewohnt war auch auf  Distanz der auf der Autobahn nach Hauserasenden noch recht laut.

Von einem weiteren Bachwandern rate ich allen Ruheliebende ab. Bis fast zur Reinacher Heide Autobahnlärm. Alternativ bei der Haltestelle Hofmatt mit dem von Basel herkommende Tram Nr. 10 bis zum Bahnhof  Dornach fahren und auf der sehr alte Nepomukbrücke über die Birs in die  Reinacher Heide  zu spazieren. Zu jeder Jahreszeit schön. Kann im Sommer sehr heiss und im Winter dito kalt sein. Die Reinacher Heide steht unter Naturschutz. Ein Rancher ist zeitweise diskret im Einsatz. Kein Wunder, denn es werden immer mehr Weglein, Pfade und Abschnitte gesperrt. Die Leute zieht es halt hin wo's am natürlichsten ist. Bei meinem letzten Aufenthalt am renaturierten Birsabschnitt auf dem Rückweg traf ich Linard, ein Bekannter vom Protestcamp gegen die Zollfreistrasse  zwischen Riehen CH + Lörrach D, der als Rancher Aufsicht hatte. Er erklärte mir, dass der Teil wo ich mich aufhielt nun gesperrt sei.

Ich finde  Naturreservate sinnvoll. Manchmal kommen sie mir jedoch vor wie  Naturzoologischegärten. Der Unterschied: Eintritt kostenlos. Viele der Reservate sind auch ganz gesperrt. 

Wer Lust hat kann, mit oder ohne Reinacher Heide, weiter dem linken Birsufer entlang  bis nach Aesch. Dort entweder mit Tram Nr. 11 oder der S3 - Bahn zurück nach Basel oder Richtung Delsberg. Eine stille Wanderung. Nicht besonders Attraktiv. Aber als ich mal diese Strecke unter meinen Füssen hatte eben SEHR ruhig. Unterwegs zur Einkehr ein Beizli, mit der obligaten Kaffeepause.

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Fotos: 1+2 Birs  Hochwasser am 1.Juni 2016. Alle Fotos für andere Hikr-Zwecke.


Tourengänger: silberhorn

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