Rimpfischhorn 4199m


Publiziert von as68 , 20. September 2012 um 22:40.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:11 August 2012
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 16:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 2000 m
Strecke:Täschhütte - Rimpfischhorn - Täschhütte - Täschalp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Täschalp

Die Hochtour des SAC Weissenstein auf das Rimpfischhorn wurde von Werner organisiert. Am Freitagmittag trafen sich Michael, Michu, Hausi und Xändu beim Bahnhof Solothurn und fuhren mit Michaels Auto ins Wallis. In Täsch führte eine schmale Strasse auf die Täschalp wo wir um 14.00h eintrafen. Als Thomas und Werner ca. um 15.30h eintrafen, waren wir komplett und wanderten in einer knappen Stunde zur Täschhütte. Um 18.00h gab es in der neu renovierten Hütte das Abendessen, welches uns sehr schmeckte. Nach und nach verschwand einer unserer sechsköpfigen Gruppe und gegen 22.00h legte sich auch der verbleibende Rest zur Ruh.

Der unruhige Schlaf lag wohl eher an der Höhe als an den komfortabel eingerichteten Schlafräumen. Um 03.00h standen wir auf, nahmen das Morgenessen zu uns und machten uns startbereit. Bei sternenklarem Himmel ging es um 04.00h los. Wir liefen über Chummibodmen den kurvigen Weg hoch zum Alphubelgletscher welchen wir in der Morgendämmerung um 06.00h erreichten. Ein atemberaubender Anblick bot uns der Sonnenaufgang. Dabei leuchteten die Bergspitzen und der Horizont färbte sich pastellfarbig.

Hier seilten wir uns an und stiegen mit den Steigeisen den Gletscher hoch. Östlich des P. 3421 stiegen wir gegen 06.45h in eine Mulde hinab und verliesen den Alphubelgletscher. Auf Schutt und Steinen stiegen wir zum Mellichgletscher hinab. Die guten Bedingungen erlaubten uns den Mellichgletscher ohne Steigeisen hoch zu steigen. Bevor wir uns in den Schatten des Rimpfischhorns begaben, machten wir um 08.00h einen Znünihalt.

Dass sich Rauch und Badeferien nicht in gute Kondition ummünzen liess, spürte Hausi zunehmends. Eine gute halbe Stunde später entschied er sich, uns alleine Weitergehen zu lassen.

Der steiler werdende Aufstieg erforderte wieder die Hilfe der Steigeisen. Mit unserem gemächlichen Tempo erreichten wir den Rimpfischsattel ca. um 08.00h. Hier stand ich nun wieder und mit der Hilfe der Karte, Routenbeschreibung, Bilder und Krockis würde ich nun den Weg sicher im Schlaf finden, siehe letztjährige Tour (Rimpfischhorn minus 40m). Dies war aber alles nicht nötig, den Werner kannte unseren Weg. So stiegen wir die ca. 50m mit Hilfe der Steigeisenfrontzacken das Schneefeld hoch und querten anschliessend den Fels. Nach leichter Kletterei erreichten wir den Gipfel um die Mittagszeit.

Hier bot sich eine exorbitante Aussicht! GRAND BON, wie Fritz zu sagen pflegt! Nachdem wir uns sattgesehen, vollgeknippst und gestärkt hatten, nahmen wir den Rückweg in Angriff. Michu und Werner eilten vorne weg. Michael, Thomas und ich liesen uns auf dem Abstieg genügend Zeit und sicherten uns gegenseitig. Nach Michaels "Break" trafen wir auf eine Gruppe die vor uns umdrehte und sich abseilte. Wir konnten uns an Ihren Seilen herunterlassen und stiessen um 15.30h auf Michael und Werner die auf dem Rimpfischsattel auf uns warteten.

In zügigerem Tempo ging es nun über den sulzigen Schnee, mehr oder weniger die gleiche Strecke zurück. Auf dem Flachstück des Mellichgletschers wählten wir nicht den direkten Weg vom Morgen sondern holten wir nach rechts aus und stiegen am rechten Gletscherrand ab, bevor wir wieder den Schutt hochkraxelten! Eine nachfolgende Gruppe stieg westlich des Punkt 3441 hoch, konnte so den Alphubelgletscher umgehen und eine knappe Stunde einsparen. Nach dem mühsehligen Hockkraxeln, rüsteten wir uns wieder entsprechend aus und stiegen noch einmal ca. 100 Höhenmeter auf dem  Alphubelgletscher hoch. Wie sehr ich diese Anstiege gegen Ende einer Tour doch liebe! Um 18.00h erreichten wir das Ende des Gletschers. Wir versorgten unser Equipment, nahmen die deponierten Stöcke und liefen den kurvigen Weg zurück. Unterwegs trafen wir noch auf eine Gruppe von Steinböcken und ein am Morgen überquerter Bach glich nun mehr einem reissenden Fluss.

Hausi der sich einer französischen Gruppe angeschlossen hatte, erwartete uns ca. um 19.00h in der Täschhütte mit einem durstlöschenden Panaschee. Nachdem wir unseren Durst gestillt und die deponierten Sachen eingepackt hatten, liefen wir auf die Täschalp, die wir ca. um 20.00h erreichten.

Michael nahm Werner mit nach Täsch und fuhr anschliessend direkt nach Hause.  Michu, Hausi und ich fuhren mit Thomas und gönnten uns unterwegs ein Abendessen, so dass wir kurz nach Mitternacht doch noch Zuhause ankamen.
 
Allen Teilnehmern einen herzlichen Dank für die sehr eindrücklichen, schönen und intensiven 16 Stunden.


Tourengänger: as68

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