Von Bregenz nach Feldkirch


Publiziert von monigau , 16. August 2012 um 17:52.

Region: Welt » Österreich » Außerhalb der Alpen
Tour Datum:12 August 2012
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 100 m
Strecke:52 km - Bregenz - Hard - Lustenau - Hohenems - Mäder - Koblach - Meiningen - Feldkirch

Auf dem Rhein Radweg

Heute hieß es für mich nicht: Soweit die Füße tragen, sondern, soweit die Beine strampeln. Den Rhein Radweg bin ich bis Hohenems schon des Öfteren geradelt, aber ich wollte wissen, wie es danach weitergeht.

Gestartet bin ich an der Grenze zwischen Bregenz und Lauterach, an der Bregenenzerache. Diese bin ich am linken Ufer entlang geradelt und dann weiter, den bekannten Weg, bis nach Hard zur Eisdiele. Hier genehmigte ich mir den ersten "Boxenstopp" bei einem leckeren Eis.

Frisch gestärkt ging es dann weiter über die große Rheinbrücke, unter der Straße durch und am Rheindamm entlang. Kurz darauf hatte ich die Begegnung mit der "Raupe Nimmersatt" (das ist der Titel eines bekannten Kinderbuchs), die da vollgefressen quer über den Radweg kroch. Nach einer Vollbremsung stellte ich mein Rad quer, um sie vor dem nachfolgenden Radlerpulk zu schützen. Bald schon war sie dann im Blattwerk am Wegrand verschwunden. Sehr erstaunt hat mich, dass sie an ihrem Ende einen großen Stachel hatte. Ob der auch giftig ist, das habe ich vorsichtshalber nicht ausprobiert.

Meine Suche im Internet ergab dann, dass es sich wohl um die Raupe des Windenschwärmers handelte. Ach wie gut, das einem die Suche heutzutage sooo leicht gemacht wird: Ein paar Mausklicks ersparen das Wälzen dicker Nachschlagewerke.

Der Radweg verläuft zwar auf dem Rheindamm, aber zum Rhein hin befindet sich ein noch höherer Damm, darum sieht man vom Fluss nur dann etwas, wenn man ihn auf einer Brücke quert - oder man hält an und besteigt den Damm. Aber der Fluss ist reguliert und fließt ziemlich langweilig immer ganz gerade dahin.

Etwas abwechslungsreicher wurde es dann am Alten Rhein. Das wunderschöne Naturschutzgebiet ist mit den Rheinauen ein landschaftliches Kleinod. Hier kann man baden und sich auf den Wiesen ausruhen. Hohenems ließ ich links liegen und befuhr ab Mäder wieder den Rheindamm an Koblach vorbei bis nach Meiningen.

Die Landschaft veränderte sich, denn rechts tauchte im Dunst der markante Hohen Kasten auf und links erhoben sich in der Ferne die Drei Schwestern. Am Illspitz. wo die Ill in den Rhein mündet, bog ich nach der Brücke links ab und folgte ab da der Beschilderung Feldkirch.

Dieser Abschnitt war besonders schön, denn ich fuhr 7 Kilometer durch einen Wald, der wie ein zauberhafter Märchenwald anmutete. Jeder auch noch so hohe Baumstamm war mit Efeu bewachsen. Ich befand mich im  Bangs-Matschels Natura 2000-Gebiet im Dreiländereck Österreich - Liechtenstein - Schweiz. Es war ein Genuss, durch diesen Wald zu radeln.

Bald erreichte ich mein mir für heute gestecktes Ziel, die Stadt Feldkirch, die sich unterhalb der Schattenburg ausbreitet. Ein weiterer Einkehrschwung ließ mich die Atmosphäre in der ruhigen Fußgängerzone genießen.

Danach kam ich gerade rechtzeitig am Bahnhof an, löste meine Tickets (5.40 € + 1,40 € fürs Rad) am Automaten, der ausnahmsweise leicht zu bedienen war, und bestieg den gerade einfahrenden Zug nach Bregenz. Die Radmitnahme war kein Problem, denn am Bahnhof gibt es einen Aufzug und im Zug ein geräumiges Abteil extra für Räder und Kinderwagen mit Gurten zum Befestigen.

An der Bregenzerache radelte ich dann noch die 7 Kilometer zurück bis zu meinem Ausgangspunkt.

Tourengänger: monigau

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