Leutschenberg 925m, Burgflue 935m und Dottenberg 938m


Publiziert von Sputnik Pro , 24. März 2006 um 18:30.

Region: Welt » Schweiz » Basel Land
Tour Datum:12 Februar 2006
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BL   CH-SO 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zeglingen ist ab Gelterkinden mit dem Bus erreichbar, Gelterkinden liegt an der Bahnlinie Basel - Olten.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Trimbach ist mit dem öffentlichen Stadtverkehr Olten verbunden.
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels in Olten und Gelterkinden.

OFT WEGLOSE GIPFEL HOCH ÜBER OLTEN UND DER AARE.

Meine BL-Gipfel Nummer 16 und 17,  meine SO-Gipfel Nummer 9 bis 11.

Schöne aussichtsreiche Wanderung, auch mit Schneeschuhen gut machbar.

Leutschenberg (BL/SO; 925m):   Der Leutschenberg ist ein wegloser bewaldeter Gipfel, man hat nur eine mässige Aussicht  vom P.909,5m etwas westlich vom höchsten Punkt. Vom Sattel P.853m geht es im oberen Stück ziemlich steil direkt den Wald hoch.

Burgflue (BL/SO; 935m):   Weglose Gratüberschreitung von NO nach SW. Der Aufstieg auf den Burgchopf war sehr steil in zum Teil knietiefem Schnee! Gute Aussicht vom Gipfel in Richtung Baselbiet.

Dottenberg (SO; 938m):   Der Gipfel ist im Wald, man hat nur eine mässige Aussicht nach Süden durch ein Holzschlaggebiet. Super Aussicht jedoch von der Ruine Froburg und von der Sunnenweid.  Bei der Ruine Froburg ist ein Bergrestaurant, dieses kann auch mit dem Auto erreicht werden.

Info zur Ruine Froburg (aus www.burgruine.ch ):   Bereits im 10.Jh. wurden auf dem Felssporn die ersten bauten errichtet. Diese bestanden aus Holz und waren mit einer schwachen Ringmauer aus Trockenmauerwerk umgeben. Um 1050 wurde ein neuer Haustyp gebaut, der in zwei Räume unterteilt war. Gleichzeitig baute man eine neue Ringmauer aus Mörtel. Während des 12. und 13.Jh. wurde die Burg vollkommen umgestaltet. Es entstanden mehrere Gebäude und Türme, das Grafenhaus und eine Starke Ringmauer mit Toranlage. Die Besitzer der Burg waren die Herren von Frohburger die erstmals im 11.Jh. urkundlich erfassbar sind. Woher sie ursprünglich kamen ist nicht bekannt. Ihr erstes Hausgut hatte die Familie im Aargau, es reichte vom Aaretal bis nach Schwyz und Unterwalden. Es wird vermutet das die Frohburger ein Seitenzweig der Aargauer Grafen waren die sich um 950 trennten. Die Frohburger erwirtschafteten sich einen beträchtlichen Eigenbesitz, in dem sie die Waldgebiete um den Hauenstein rodeten. Die Ausdehnungen ihres Besitzes reichte bald bis an die Grenzen ihrer Nachbarn, den Freiherren von Bechburg und die Grafen von Homberg, welche weitere Gebietsgewinne verhinderten. Die Frohberger stellten, von 1133 bis 1179, hintereinander drei Basler Bischöfe und vermochten so ihre Machtstellung zu verstärken. Zudem übernahmen sie die Grafschafts Rechte. Da ihre Nachbarn neue Gebietsgewinne vereitelten, verlegten die Grafen von Frohburg ihre Tätigkeit auf die Heiratspolitik um entsprechende Erbansprüche geltend zu machen. Sie errichteten neue Burgen und Klöster und Gründeten Städte, unter anderen Zofingen, Liestal, Olten, Fridau und Wiedlisbach. Nach einer Fehde mit den Rittern von Kienberg mussten die Besiegten, dazu gehörten auch die Herren von Aarburg, ihre Burgen an die Grafen von Frohburg abtreten. Nachdem auch noch die Festung Neu-Bechburg in ihren Besitz gelangte, machten sie diese Festung neben Schloss Bipp zu ihrem zweiten Verwaltungszentrum. Dadurch verlor die Stammfestung immer mehr an Bedeutung. Die Frohburger zogen mehrere Male auf Seiten der Staufer über die Alpen nach Italien. Als 1177 in Chioggia der Friedensvertrag zwischen Kaiser Barbarossa und dem Papst geschlossen wurde, war Bischof Ludwig von Frohburg mit dreissig Gefolgsleuten anwesend. Sie hielten auch dem jungen Friedrich II die Treue und zogen mehrmals an seinen Hof nach Italien. Gegen Ende der Regierungszeit von Kaiser Friedrich II kühlten sich die Beziehungen zu den Fohburgern ab. Um 1250 setzte ein allmählicher Verfall des Hauses Frohburg ein und gab die Gebiete in Schwyz und Unterwalden Preis. Waldenburg und Olten wurden dem Bischof von Basel verkauft und als Lehen wieder zurück erhalten. Ausserdem wurden mehrere Burgen und die Städte Aarburg und Zofingen, sowie alle übrigen Güter im Aargau, an die Grafen von Habsburg abgetreten. Zudem kamen die Grafen von Nidau in den Mitbesitz der Herrschaft Buchsgau. Der Untergang des Hauses Frohburg hatte viele Gründe. Zum einen ging mit dem Ende von Barbarossa ihr Einfluss auf den Basler Bischof verloren, zum anderen verhinderte die Geographische Lage einen straffen Zusammenschluss ihrer Güter. Sie gingen auch nicht energisch genug daran, eine Geschlossene Herrschaft zu bilden. Zudem gelang es ihnen nicht den Rodungsadel, um ihr Herrschaft herum, an sich zu binden oder in ihre Abhängigkeit zu bringen. Zahlreiche vergaben an Klöster und Stifte sowie Familienteilung schwächte die Finanzkraft des Grafenhauses erheblich. Werner II von Frohburg versuchte sich als einziger zu verhindern in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten. Deshalb schloss er sich Heinrich VII an, und kämpfte auf seiner Seite gegen die Ghibellinen in Italien. Die Familie starb 1366 mit Abt Hermann VI von der Linie Waldenburg aus.

Genaue Route:   Zeglingen - Erlimatt - P.792m - P.853m - Leutschenberg - P.853m - P.802m - Burgchopf - Burgflue - Birmatt - P.833m - Dottenberg - Sunnenweid - Froburg - Ruine Froburg - Chaltenbrunnen - Hinter Düriberg - Trimbach.


Anmerkung: Im Kanton Luzern gibt es ebenfalls einen Dottenberg (749,3m), ihn habe ich ein Jahr später besucht. Bericht und Fotos: http://www.hikr.org/tour/post2836.html

Link zur Karte Projekt-BL: http://www.hikr.org/files/101345.jpg 
Link zur Karte Projekt-SO: http://www.hikr.org/files/101552.jpg


Tourengänger: Sputnik, nomostar

Galerie


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