Hoher Grasberg, ein kleiner, aber feiner Gipfel


Publiziert von kardirk , 4. Mai 2012 um 22:17.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Karwendel
Tour Datum: 4 Mai 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Mountainbike Schwierigkeit: ZS - Fahrtechnisch anspruchsvoll
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:26 km

Der Gipfel wurde schon von GERO beschreiben, allerdings auf anderem Anstiegsweg.
Ich bin von Vorderiss mit dem Radl los, denn gut 20km der 26km langen Tour gehen über Forsts- und Alm strassen. Deren Befahrbarkeit ist allerdings von der eigenen Kondition und Technik abhängig.
Zunächst gehts gut 4km bequem über den Soiernweg los, Abzweig ca. 1km nach Beginn der Mautstrasse Richtung Wallgau. Dann wirds zapfig - gut 2,5km gehts nun recht steil aufwärts, gute Strasse aber die Steigung, da mußte ich passen, also Radl geschoben - geht auch. Auf ca. 1120m nach knapp 6,5 km wird die Strasse flacher und fällt dann gut 70hm bis zur Einmündung des Niederbaches. Hier muß man rechts ab, direkt an der kleinen Diensthütte, es geht am Bachbett entlang, diesmal recht schottrig, dann wirds wieder richtig steil, denn es sind gut 300hm auf knapp 2,5km - also wieder viel schieben, es sei denn man hat genügend Schmalz in den Wadl.
Ab der Grasbergalm gehts dann zu Fuß weiter, ein kleines Steiglein vermittelt den Weiterweg, vorbei an einer weiteren Diensthütte, hier rechts ab und den Hang hoch. Beginn größerer Schneefelder, ich zog jetzt die Schneeschuhe an, die gute Dienste leistete. Allerdings ist der Schnee mittlerweile durch Regen, Frost und Tauen soweit verdichtet, dass man eigentlich - besonders beim Abstieg der steileren Stellen - auch gut darauf verzichten kann. Zunächst stieg ich am Rücken direkt entlang, vor dem zweiten Aufschwung bei Punkt 1709m dann zweigt etwas versteckt das kleine Steiglein links ab und quert nun die S-Flanke - weitestgehend Schneefrei. Man kommt nochmal an den Grat, hier machte ich den Fehler dem Steig in der Flanke über zwei Sättel bis zum Sattel vor dem Fischbachkopf zu folgen. "Belohnt" wurde ich mit einem steilen Ansteig quer durch Wald und Latschen, zuletzt direkt am Grat auf den Gipfel.
Tolle Aussicht für so einen "unbedeutetenen" Zipfel, schönes Gipfelkreuz.
Da das Wetter trotz der negativen Prognose des BR super hielt gabs eine schöne und sonnige Rast.
Abstieg nun direkt über den O-Rücken, den Steilabbruch am Gipfel umgeht man südseitig. Am besten immer am Rücken, bis man auf den Steig trifft, ich stieg wieder mal zu früh ab, mit entsprechendem Latschen-Lohn.
Dann über den Steig zurück zur Alm, dort schwang ich mich aufs Radl und bremste mich den steilen Almweg hinab - sakradi. Dann gabs noch die 70hm auf der Forststrasse, bevor es rasch abwärts zischte.

Fazit:
Sehr schöne Trainingstour, absolut einsam, die Radlstrecke hats ganz schön in sich.
Schnee gut verdichtet und tragfähig.
Wetter hielt sehr gut, bei Beginn brodelte es noch gewaltig, beruhigte sich aber auf der Tour.
der ZAMG.at Wetterdienst aus Innsbruck hat wieder recht behalten.

Tourengänger: kardirk


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Kommentare (1)


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83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 5. Mai 2012 um 06:40
Hallo Dirk, Gratulation zur schönen Tour! Der BR-Wetterbericht hatte übrigens auch vorausgesagt, dass das Wetter hält (ich war ja selbst unterwegs).
Viele Grüße vom Kochelsee!


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