Via della Variante (Monte Generoso)


Publiziert von ironknee , 3. Dezember 2007 um 10:38.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Sottoceneri
Tour Datum: 2 Dezember 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   I   Gruppo Monte Generoso 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m

Von Kamelen, Gämsen und vereisten Platten.

Start der Tour ist beim grossen Parkplatz am Dorfeingang von Rovio . Von hier geht es zunächst durch den alten, hübschen Dorfkern und weiter, leicht ansteigend, zu P.583. Hier steht eine Art Minikapelle und diverse Wegweiser die man einfach ignoriert. Es geht ab hier nämlich weiter dem Verlauf des Weges folgend bis zur Brücke (P.638) bei Prato di Pioda. Beim Hüttli beginnt nun der Aufstieg nach Perostabbio (P.1233). Der Weg ist wegen des vielen Laubes nicht immer leicht zu finden. Jedoch ist er oft markiert. Von roten Punkten bis zu weissen Keuzen findet man alles. Auf ca. 1100m kommt man an einen kleinen Felsriegel mit einer kleinen Quelle und einer grünen Wasserflasche. Hier war der Weg nicht mehr zu sehen und wir hielten uns einfach links der Rinne. Weiter oben gelangt man dann wieder auf den Weg der die letzen Meter zur Hütte in Perostabbio führt.

Nun beginnt der eigentliche Aufstieg . Zuerst richtung Sasso Bianco und dann bei P.1255 rechts weg immer den Pfadspuren folgend der Westwand des Generoso entgegen. Das Gelände wird immer Steiler und wilder. Weiter oben bekommen wir dann Gesellschaft. Zuerst gesellt sich ein Kamel zu uns. Zwar eines aus Stein, aber ein Kamel. ;-) Kurz später werden unsere Bewegungen ganauestens beobachtet. In den Flanken des Generoso leben nicht sehr scheue Gämsen. Dies, weil sie nicht gejagt werden dürfen. Hier ist es so, dass man sie nicht suchen muss oder von Weitem beobachten kann. Hier kommen sie zu den Berggängern und beobachten diese. Zwar wahren sie immer einen Sicherheitsabstand, aber flüchten nicht wie ihre Artgenossen in anderen Regionen.

Nun beginnt die Querung durch die Wand nach Südwesten. Ab hier ist alles gefroren und der Pfad ist oft mit Schnee bedeckt. Die Felsplatten sind zu Teil vereist und jeder Schritt muss geprüft werden. Der Nebel hat die meisten Felsen mit einer fiesen, dünnen Reifschicht überzogen. Der letzte, fixgeseilte Abschnitt durch die Felsen unterhalb des Casa della Marchesa ist wegen des Eises ziemlich haarig. Ohne die Fixseile wäre das Ganze recht gefährlich gewesen. Doch wir haben es geschafft und gelangen über ein letztes halb abgerissenes Fixseil auf den kurzen Grashang der zum Grenzstein 23E, das Ende der Variante, führt.

Noch ein paar letzte Höhenmeter, wieder Fixseilen entlang, bis zum Gipfel.

Für den Abstieg haben wir die Route über den Nordgrat, später über den Nordwestgrat, nach Rovio gewählt. Der Weg ist problemlos zu finden. An den wichtigen Stellen hat es Wegweiser.

Tour mit Put.

Good hike,

ironknee

 


Tourengänger: ironknee

Galerie


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