Bosco/Gurin - Lago Superiore - Bosco/Gurin


Publiziert von raytek , 16. September 2007 um 13:37.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:31 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Pizzo Biela   Gruppo Pizzo Quadro   CH-TI   I 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Locarno - Valle Maggia - in Cevio links - Bosco / Gurin
Kartennummer:Vallemaggia e Valle Onsernone, Kümmerly+Frey

Die letzte diesjährige Tour im Tessin führte uns ins Val di Bosco, genauer gesagt, nach Bosco/Gurin. Am Abend zuvor hatten wir uns, mein Kumpel Björn und ich, zusammengesetzt und die Tour ausgearbeitet.

Allein die Anfahrt von Gudo durch Locarno  ins Val Maggia und dann der Abstecher ins Val di Bosco (in Cevio links abbiegen) dauert mindestens 1 Stunde, da war früh aufstehen angesagt.

In Bosco angekommen, fanden wir auch sofort einen Parkplatz (alle Parkplätze waren dort gratis). Dann sind wir so gegen 9 Uhr losgewandert.

Wir sind dem Wegweiser zur Hütte Capanna Grossalp gefolgt. Es geht erstmal rechter Hand durchs Dorf, dann verzweigt sich der Weg, links zur Capanna Grossalp bzw. Fondovalle, rechts Richtung Wolfstaffel und Uesser See.

Wir hielten uns links und wanderten den die ersten 800m auf gutem Feldweg, bevor es dann rechts in schütteren Lärchenwald emporsteigt. Man wandert eigentlich direkt an der Skipiste bis zur Capanna Grossalp hinauf.

An der Capanna Grossalp verzweigt sich der Weg, wir sind links Richtung Guriner Furka weiter, es geht auf Weideland ordentlich bergan, man sollte sich ab und zu umdrehen, denn man wird mit phantastischen Ausblicken gegen Süden verwöhnt.

Auf der Einsattelung der Guriner Furka (2323m) übertritt man die Grenze nach Italien, aus weißrotweißen Wegmarkierungen werden dann recht blasse rotweißrote. Man sollte dann vermehrt auf Steinmännchen achten. Aber dazu später mehr.

An der Guriner Furka hält man sich dann rechts und wandert an der westlichen Bergflanke der Martschenspitze, durch die sogenannte Bodme. Nach ca. 600m wechselt man in eine Steilabschnitt hinunter nach Fondovalle. Dort geht es teilweise exponiert hinab, also schwindelfrei sein.

Auf ca. 1980m verzweigt sich der Weg wieder, entweder man steigt links nach Fondovalle ab, oder man wandert oder besser steigt Richtung Lago Superiore auf. Wir mußten rechts hoch.

Grundsätzlich läßt sie Ausmarkierung der Wanderwege auf Italienischer Seite sehr zu wünschen übrig. Wir haben oft die Orientierung verloren, da die Markierungen sehr verblasst bzw. gar nicht mehr zu erkennen waren. Aber das haben auch schon andere Wanderer gemerkt und haben stattdessen fleißig Steinmännchen gebaut. Wir legten natürlich auf unserem Weg auch jeweils ein Stein dazu.

Zum Lago Superiore geht es recht steil hoch. Ab der Verzweigung steigt man gute 300 Hm bergan, bevor man eine kleine Ebene am Fuße des Lago Superiore erreicht. Dort wird man in Ermangelung jedweder Zeichen mit Steinmännchen durch die Felsen geleitet. Der Aufsteig zum Lago selbst erwies sich als recht anspruchsvoll, es sind Teile des Hanges abgerutscht, man muß sich selbst einen Weg bahnen, es artet teilweise schon in Kletterei aus. Aber wir sollten für diese Strapazen belohnt werden...

Da lag er nun vor uns, der Lago Superiore!!! Aber der war mal wirklich superior!!!! Ein Bergsee, eingerahmt einerseits von steilem Fels, die andere Seite aber lag an einer schönen Bergwiese, direkt dafür gemacht, dort eine Nacht zu verbringen. Echt atemberaubend!!!

Wir stiegen dann der Flanke westlich hinauf zur Einsattelung Bocchetta Foglia 2419m (welches auch wieder den Übergang in die Schweiz markiert) durch ein größeres Geröllfeld, Steinmännchen zeigten uns den Weg. Unter uns lag dann die Alpe Hendar Furggu, wir mußten nur wieder durch ein kleiners Geröllfeld hindurch.

Der Abstieg nach Bosco/Gurin ging dann eigentlich sehr schnell vonstatten, wir hielten uns Richtung Bann, um dann steil hinab nach Bosco zu gelangen, dies schafften wir in einer guten Stunde.

Alles in allem war es der Höhepunkt unserer diesjährigen Fahrt ins Tessin.

Wir kommen wieder!!!

Tourengänger: raytek

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