"Versuch" Lütispitz 1986m Nordostgrat / Oberwis-Chopf 1915m
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Mein heutiger Ausflug war leider nicht von Erfolg gekrönt. Als Tagesziel hatte ich mir den Lütispitz ausgesucht, wollte diesen jedoch über den erst vor kurzem von tricky und Ivo66 beschriebenen Nordostgrat besteigen. Mir war bewusst dass dies kein einfaches Unterfangen werden würde, aufgrund der bereits vorhanden Fotos auf hikr war klar, dass der Nordostgrat ziemlich viel Luft bieten würde. Für meinen Geschmack zu viel Luft...
Mit Ivo's hervorragender Beschreibung der Route machte ich mich kurz vor 13:00 Uhr bei Scharten auf den Weg. Über den Böstritt, vorbei an der Gupfhütte und weglos zu P. 1532 erreichte ich schnell eine gewisse Höhe. Für die anschliessende Querung durch Geröll, hohe Pflanzen und steile Wiesen hoch zur Alphütte bei Tal brauchte ich jedoch etwas mehr Zeit und vorallem Energie. Dieser Abschnitt der Route ist wahrlich kein Zuckerschlecken.
Kurz vor der Hütte bei Tal wird dann wieder so etwas wie eine Wegspur sichtbar, das Gelände wird auch wieder flacher und das Wandern angenehmer. Durch das Obertal erreichte ich nach weiteren gut 200 Höhenmetern die Weiden von Oberwis und somit den Nordostgrat. Nach einer kurzen Stärkung verstaute ich die Stöcke und die Kamera und machte mich für den kommenden T5-Abschnitt bereit.
Auch wenn der Grat bereits von Beginn weg ziemlich ausgesetzt ist, gingen die ersten Meter problemlos und so erreichte ich bald mal einen ersten Aufschwung. Hier hatte ich aber bereits ein etwas mulmiges Gefühl, meisterte die Stelle schlussendlich jedoch ohne weitere Probleme und ging weiter. Nach mehr als der Hälfte und vor den letzten beiden grossen Aufschwüngen verliess mich dann aber definitiv der Mut resp. siegte die Vernunft und ich trat vorsichtig wieder den Rückzug an.
Dass der Grat ausgesetzt ist, ist die eine Sache, die andere dass das Gelände durch Föhren, Sträucher, Steine, etc. viele Stolpermöglichkeiten bietet. Kurz gesagt, ausrutschen oder stolpern ist hier definitiv nicht erlaubt. Zurück bei der Weide in Oberwis war ich zwar erst enttäuscht das Tagesziel nicht erreicht zu haben, schlussendlich aber auch überzogen und froh die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Nun, ganz ohne Gipfel wollte ich aber trotzdem nicht nach Hause und studierte die Landkarte. Viele Möglichkeiten gab es aber nicht, zumindest nicht solche die meinen Fähigkeiten entsprachen. Als Trostpreis kam also nur der völlig bedeutungslose Oberwis-Chopf in Frage (ohne Namen und Markierung auf der Landkarte). Im SAC-Führer steht dazu lediglich: "Die alpine Literatur bezeichnet die unbedeutende Erhebung im Hauptgrat, etwa 100 Meter nordwestlich der Hütte als Oberwis-Chopf, doch verdiente eher die Bastion (1895m) am Südrand der Weidemulde einen Namen."
Über den gleichen Weg kehrte ich nach Scharten zurück, ausser dass ich unterhalb Tal direkt zu den Hütten von Winkfeel abstieg und so die mühsame Querung durch Dickicht zurück zu P. 1532 meiden konnte. Lütispitz ich komme wieder, dann aber über den wesentlich einfacheren Normalweg.
Mit Ivo's hervorragender Beschreibung der Route machte ich mich kurz vor 13:00 Uhr bei Scharten auf den Weg. Über den Böstritt, vorbei an der Gupfhütte und weglos zu P. 1532 erreichte ich schnell eine gewisse Höhe. Für die anschliessende Querung durch Geröll, hohe Pflanzen und steile Wiesen hoch zur Alphütte bei Tal brauchte ich jedoch etwas mehr Zeit und vorallem Energie. Dieser Abschnitt der Route ist wahrlich kein Zuckerschlecken.
Kurz vor der Hütte bei Tal wird dann wieder so etwas wie eine Wegspur sichtbar, das Gelände wird auch wieder flacher und das Wandern angenehmer. Durch das Obertal erreichte ich nach weiteren gut 200 Höhenmetern die Weiden von Oberwis und somit den Nordostgrat. Nach einer kurzen Stärkung verstaute ich die Stöcke und die Kamera und machte mich für den kommenden T5-Abschnitt bereit.
Auch wenn der Grat bereits von Beginn weg ziemlich ausgesetzt ist, gingen die ersten Meter problemlos und so erreichte ich bald mal einen ersten Aufschwung. Hier hatte ich aber bereits ein etwas mulmiges Gefühl, meisterte die Stelle schlussendlich jedoch ohne weitere Probleme und ging weiter. Nach mehr als der Hälfte und vor den letzten beiden grossen Aufschwüngen verliess mich dann aber definitiv der Mut resp. siegte die Vernunft und ich trat vorsichtig wieder den Rückzug an.
Dass der Grat ausgesetzt ist, ist die eine Sache, die andere dass das Gelände durch Föhren, Sträucher, Steine, etc. viele Stolpermöglichkeiten bietet. Kurz gesagt, ausrutschen oder stolpern ist hier definitiv nicht erlaubt. Zurück bei der Weide in Oberwis war ich zwar erst enttäuscht das Tagesziel nicht erreicht zu haben, schlussendlich aber auch überzogen und froh die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Nun, ganz ohne Gipfel wollte ich aber trotzdem nicht nach Hause und studierte die Landkarte. Viele Möglichkeiten gab es aber nicht, zumindest nicht solche die meinen Fähigkeiten entsprachen. Als Trostpreis kam also nur der völlig bedeutungslose Oberwis-Chopf in Frage (ohne Namen und Markierung auf der Landkarte). Im SAC-Führer steht dazu lediglich: "Die alpine Literatur bezeichnet die unbedeutende Erhebung im Hauptgrat, etwa 100 Meter nordwestlich der Hütte als Oberwis-Chopf, doch verdiente eher die Bastion (1895m) am Südrand der Weidemulde einen Namen."
Über den gleichen Weg kehrte ich nach Scharten zurück, ausser dass ich unterhalb Tal direkt zu den Hütten von Winkfeel abstieg und so die mühsame Querung durch Dickicht zurück zu P. 1532 meiden konnte. Lütispitz ich komme wieder, dann aber über den wesentlich einfacheren Normalweg.
Tourengänger:
Bolivar

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