Großer Burgstall (2973m) und Johannisberg (3453m)


Publiziert von steinziege , 14. September 2011 um 18:08.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Glocknergruppe
Tour Datum: 4 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1280 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkhaus der Franz-Josephs-Höhe Zufahrt über die Großglocknerstraße (derzeit 29 EUR Maut)
Unterkunftmöglichkeiten:Oberwalder Hütte (2972m) Voll- bzw. Halbpension oder Bergsteigerpauschale verbindlich! Salmhütte (2644m) sehr gemütlich; gute Suppen!
Kartennummer:AV-Karte 40

Von der Franz-Josefshöhe zieht der Sommerweg oberhalb der Pasterzenreste und parallel zu ihr Richtung NW zum Wasserfallwinkel. Begrüßt wird man mit etwas Glück auf den Wiesen unterhalb der Parkplätze von etlichen Mankeis, die hier touristengewohnt sind.
Bevor man Fels und Eis erreicht, muss man eine Art Geisterbahn durchqueren... der südöstliche Teil des Gamsgrubenwegs ist als Tunnelanlage angelegt (man kann ihn auf einer Pfadspur außen umgehen), in dem die übliche Bergsage (respektlos-verschwenderischer Umgang mit der Nahrungsfülle auf Bergweiden, Gottesgericht in Gletscherform; hier: Kegeln mit Butterkugeln) mit allen Schikanen in Bild und Ton ausgewalzt ist. Dazwischen gibt es auch echte Infos zur Bergbaugeschichte des Gebiets.

Wenn man zwischendurch kurz an die Luft bzw. am Ende aus der Unterwelt wieder herauskommt, strahlt einen die ganze Pracht von Pasterze, Johannisberg, Burgstall usw. an, ein toller Anblick. Weiter geht es eine Weile auf komfortablem Sonntagsausflugsspazierweg mit reichlich Sitzgelegenheiten und Infotafeln an der aufgegebenen Hofmannshütte vorbei durch das Biotop Gamsgrube.

Es folgt abwechselnd Kraxeln im Gletscherschliff und Überqueren des gutmütigen Wasserfallwinkelkeeses, mit Stangen markiert. (Geht sommers meist ohne HT-Ausrüstung, je nach Wetter.) Bei Nebel nicht ganz ohne! Wir hatten Glück - am Aufstiegstag (3.9.2011) war es nicht nur schön, sondern fast zu warm.

Da die Anreise den Vormittag beansprucht hatte, ließen wir es damit gut sein und widmeten uns der Gastronomie der Oberwalder Hütte.

Da sich am nächsten Tag das Wetter schlechter, vor allem sehr viel windiger (also wenig gratfreundlich) entwickelte als prognostiziert (und man inzwischen aufgrund des Gletscherrückgangs erstmal ziemlich tief aufs Bockkarkees hätte absteigen müssen),  beschloss unser FüL, die geplante Tour (Hohe Dock und Großer Bärenkopf) gegen den Johannisberg (Normalweg) auszutauschen. Die Route führt in weitem nördlichem Bogen über den Pasterzenboden, quert unter dem Johannisberg-Ostgrat durch, zieht recht steil aufwärts zu einer Eis-/Firnschulter, die den SO-Grat verlängert (Spaltenslalom!) und mehr oder weniger über diesen zum Gipfel, einem harmlosen flachen Grat aus festem Schutt. Die Keese waren aper.
Schöne Tour mit sagenhafter Rundumsicht! Nur der Glockner wollte seine Wolkenhaube nicht abstreifen.

Da es sich tatsächlich ziemlich zuzog (letztlich auch mit Niederschlag), blieb für den Rest des Tages nur eins: Hüttennachmittag....
Sowas zieht sich. Die Gruppe (wir waren zu viert) trug das Unvermeidliche mit Fassung.

Am 5. September blieb das recht trübe Wetter. Bereits am Johannisberg hatte der Augenschein gelehrt, dass aufgrund der gegenwärtigen Verhältnisse der geplante Übergang zur Stüdlhütte über den Romariswandkopf nicht realisierbar sein würde (die letzte Besteigung war schon Wochen her). Da obendrein mit Regen zu rechnen war, stiegen wir zur Franz-Josefshöhe ab, parkten das Auto am Glocknerhaus (zwischendurch etwas Sonne) und wanderten über die Stockerscharte durchs schöne Leitertal (von dem man aufgrund zunehmenden Nebels und Geniesels fast nichts sah) zur Salmhütte - sehr gemütlich und reichlich mit Lesefutter versehen, da hält man eine Wetterpause ganz gut aus. Voll war es bei dem Wetter nicht gerade, so dass wir unsere nassen Sachen zum Trocknen in die Stube hängen, die Würfel rausholen und uns auf Pasch-Jagd begeben konnten.

Am Dienstag, 6. September, sollte es dann zur Adlersruhe gehen und - je nach Wetter - nachmittags auf den Glockner (Alternative: Mittwochvormittag).


Tourengänger: steinziege

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