Fürstei 2040m Schneeschuhtour mit Hund


Published by Lulubusi , 27 July 2011, 12h16.

Region: World » Switzerland » Obwalden
Date of the hike: 9 March 2011
Snowshoe grading: WT4 - High-level snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: Entlebucherflühe - Fürstein   CH-LU   CH-OW 
Time: 8:00
Height gain: 600 m 1968 ft.
Height loss: 600 m 1968 ft.
Access to start point:Via Sarnen ins Langis
Accommodation:Im Langis vorhanden
Maps:LK 1:25000 / BL1189 Sörenberg / BL1169 Schüpfheim

Schneeschuhtour auf den Fürstein 2040 mit Hund

Tolles Wetter, sichere Schneeverhältnisse und an einem Wochentag frei. Dies muss man nutzen, wenn man im Langis nur halbwegs alleine unterwegs sein möchte. Also fahre ich mit dem Auto ins Langis und marschiere erstmal der Passstrasse folgend auf die Passhöhe des Glaubenberg P.1543

 

Ab der Passhöhe folge ich dem Fahrweg der mich zur im nordwesten liegenden Gerlisalp P.1670 führt. Mein Weg führt mich nun nach Norden und bringt mich oberhalb Ghäck auf den kleine schwach ausgeprägten Ostgrat. Diesem folge ich und ereiche so P.1937 Wissguber Nordgipfel. Hier wird es zum ersten mal etwas steiler. Ich hohle soweit aus, da ich mich möglichst lange auf dem Nordostgrat des Fürstei bewegen möchte.

 

Folglich nach südwesten orientieren! Der weitere Weg ist einfach zu finden. Der Grat gibt diesen vor. In leichtem Auf und Ab, in stetiger Begleitung von einem grandiosen Panorama, wandere ich auf dem recht breiten Grat via P.1937,  P.1939, zum Wissguber P.1941, zu P.1885 und erreiche P.1912.

 

Jetzt wird es Steil. Der eigentliche Aufstieg auf den Fürstei beginnt. Da der Nordostgrat beinahe gänzlich vom Wind schneefrei geweht war, stieg ich durch die Ostflanke hoch. Achtung hier befinden wir uns in Gelände, dass mehr als 30° steil ist.

Da ich optimale Verhältnisse und eine gute Spur vorfand, stehe ich nach kurzer Zeit und ohne grosse Anstrengung auf dem höchsten Punkt meiner Tour, dem Fürstei P.2040.

Bis jetzt bin ich noch keiner Person begegnet, darf die Ruhe und die fantastische, winterliche Bergwelt ohne irgend einen Einfluss von dritten geniessen. Das Panorama auf dem Fürstei ist grandios. Der Fürstei überragt alle seine Nachbargipfel, da es der einzige Zweitausender zwischen Sörenberg und Sarnen ist. Eine richtige Aussichtsplattform.

 

Nicht lange wehrt die Einsamkeit, von weitem nahen die nächsten Tourengänger und ich beschliesse deshalb den Rückzug anzutreten.

 

Dem Sommerwanderweg folgend steige ich über Südgrat ab, bis auf den darunter liegenden Sattel bei P.1994. Nun schwenke ich nach Osten und gelange so zu P.1821. Jetzt verlasse ich die Senke die weiter nach Ober Sewen führen würde und stapfe durch die tolle Winterlandschaft weiter nach Norden. Über eine einfache und mässig steile Moorlandschaft (Hochmoor im Sommer) die mit Föhren durchsetzt ist, erreiche ich bald den Wanderweg (im Winter Schneeschuhpfad) der vom Nordostgrat des Fürstei herkommend zum Rickhubel führt. Mit etwas vorausschauendem Blick findet man in diesem Teil der Tour, ohne grosse Mühe die einfachste Route.

 

Nun geht es aber los. Die fortgeschrittene Tageszeit macht sich bemerkbar. Gefühlsmässig kriechen aus allen Löchern, Senken, und Ecken Schneeschuhläufer, Wanderer und sonst noch so alles mögliche an menschlichen Wesen.

 

 

Dem Scheeschuhpfad folgend erreiche ich schliesslich zügig den Gipfel des Rickhubel P.1943. Da bereits 5-6 Personen im Begriff waren den Rickhubel zu besteigen, Tourte ich ohne grosse Pause weiter. Machte lediglich einen kurzen Stopp für einen Gipfelbucheintrag

 

Der Rickhubelsüdgrat zeigt mir den weiteren Weg und führt mich abwärts zum Schnabelspitz P.1835 und weiter zu P.1741. Seit dem Abstieg vom Fürstei, bewegen wir uns in Gelände das mehrheitlich unter einer Steilheit von 30° liegt. Blindlings sollte man dennoch nicht durch die Landschaft daggeln.

 

Ab P.1741 wandere ich durch das leicht bewaldete Glände zurück zum Glaubenbergpass. Die Steilheit stellt kein weiteres, grösseres Problem dar. Vom Glaubenbergpass über die Passstrasse zurück zum Langisparkplatz.

 

Tour im Alleingang mit Hund

 

Fazit:

·         Wunderschöne recht lange, teilweise anspruchsvollere Schneeschuhtour die man nur bei sicheren Lawinenverhältnissen unternehmen sollte. Oder zumindest auf die Aufstiewg zum Fürstei verzichten.

·         In der Nebensaison, morgens früh und Wochentags recht einsame Tour.

·         Am Wochenende hoffnungslos überlaufen. Zu dem werden Parkplätze Mangelware.

·         Fürstei ist genialer Aussichtspunkt. Blick von den Berner Alpen bis ins Mittelland hinein.

·         Höchster Gipfel zwischen Flühli, Sörenberg und Sarnen ist der Fürstei.

·         Tour kann beliebig verlängert, verkürzt, abgeändert und den Verhältnissen angepasst werden.

·         Vorsicht Tiere. Man sollte darauf achten, dass man die Wildtiere möglichst wenig stört.

·         Sehr sonnige Tour

·         Für unseren lieben Vierbeiner kein Problem. Benötigt niergends Hilfe.

·         Pflanzenwelt ist Grandios. Selten sieht man so viele verschieden Alpenblumen. (richtiger Zeitpunkt vorausgesetzt.

·         Toller Rundblick in die verschiedenen Zentralschweizer Täler. Blick bei guter Sicht bis zum Zugersee.

·         Toller Blick in die Obwaldner Bergwelt.

·         Bei der zweiten Felsstufe kurz nach dem Stucklichrüz benötigen unsere Vierbeiner Hilfe und Führung. Auf dem Rest der Tour ist ein selbständiges laufen möglich.

·         Achtung: Wildtiere. Wir haben ein Rudel von ca. 30 Gemsen gezählt.

 

Material:

·         Schneeschuhtouren Ausrüstung

·         LVS, Lawinensonde gehören somit zwingend ins Gepäck.

·         Dessen Anwendung muss beherrscht werden.

 

Genaue Route:

 

Parkplatz Langis P.1442, Glaubenbergpass P.1543, Gerlisalp P.1670, oberhalb Ghäck zum Nordostgrat, Wissguber Nordgipfel P.1937, Wissguber Südgipfel P.1939, P.1885, P.1912, Fürstein P.2040, Fürsteisüdgrat, P.1994, P.1821, vor Ober Sewen nach nord, nord-osten, Auf der Kuppe zum Rickhubel, Rickhubel P.1943, Schnabelspitz P.1835, P.1742, P,1747, Glaubenberg P.1543, Parkplatz Langis


Hike partners: Lulubusi

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