Kanisfluh (Holenke) 2044 m


Publiziert von monigau , 10. Oktober 2010 um 12:07.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum: 9 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Strecke:Roßstellenalpe - Kanisfluh Holenke - Wurzachalpe - Roßstellenalpe
Zufahrt zum Ankunftspunkt:mit dem PKW nach Mellau - kostenloses Parken an der Talstation der Bergbahn

Herbsttour auf einen imposanten Aussichtsberg

Sommer wie Winter bin ich an diesem markanten Bergmassiv vorbeigefahren und habe es immer nur von unten angeschaut. An diesem schönen Herbsttag wollte ich mal die Aussicht von dort oben genießen.

Bei der Hinfahrt kamen mir dann doch Zweifel, ob ich heute wohl noch die Sonne sehen werde, denn die dicke Nebelsuppe wollte sich nicht von der Stelle rühren. Aber als dann die Bergbahn, die mich von Mellau zur Roßstellenalpe hochbeförderte, eine bestimmte Höhe erreicht hatte, lagen die Nebelbänke weit unten. Ein strahlend blauer Himmel und ein laues Lüftchen empfingen mich.

Nach einer kleinen Kaffeepause in der Roßstelle machte ich mich auf den Weg Richtung Kanisfluh. Zuerst ging es gemächlich auf dem gut ausgeschilderten Weg dahin, zuerst nach links, einen Waldweg hoch. Dann bog der Weg rechts in ein schönes Hochtal ab. An der nächsten Weggabelung entschied ich mich für den direkten Anstieg links hoch durch den Wald.

Eine Stunde lang konnte ich wandern ohne einer Menschenseele zu begegnen. Die Stille wurde nur immer wieder vom Hubschrauber unterbrochen, der nach einem vermissten Bergsteiger suchte. Weiter oben begegneten mir dann auch Suchtrupps mit Hunden. Da wurde ich schon ziemlich nachdenklich und die Endlichkeit meines Seins kam mir voll zum Bewusstsein.

Oberhalb der Baumgrenze angelangt, wanderte ich in Serpentinen den steilen Gipfelanstig hoch, aber nicht ohne immer wieder stehenzubleiben, um den herrlichen, sich immer wieder verändernden, Ausblick zu genießen. Auf 2039 m traf ich auch wieder einen von Antony Gormleys Eisenmännern. Er steht einsam kurz unter dem Gipfel und schaut in die Weite. Die Gipfelstürmer verkleideten ihn mal mit T-Shirt, mal mit Baseballkappe und er wurde zum begehrten Fotoobjekt.

Das ideale Bergwetter hatte nicht nur mich in die Bergwelt gelockt, und somit war der Gipfel bald ziemlich belebt.  Herrlich war die Aussicht auf sämtliche Täler des Bregenzerwaldes, die Gebirgswelt des Hinteren Waldes und des Hochtannbergs sowie auf die Oberallgäuer Bergen im Osten und den Säntis im Westen.

Für die Abstieg wählte ich die Route über die Wurzachalpe, wo ich mich vor dem restlichen Abstieg bis zur Roßstellenalpe  noch stärkte.

Alles in allem: Eine Herbsttour wie sie schöner nicht sein kann!

Video: Kanisfluh von oben


Tourengänger: monigau


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