Bergwerkskogel (1781m), Rettenkogel (1780m)


Publiziert von Tef Pro , 7. Oktober 2010 um 19:25.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Salzkammergut-Berge
Tour Datum: 2 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1350 m
Abstieg: 1350 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:An der Straße St. Gilgen - Bad Ischl beim Gasthof "Zur Wacht" abbiegen und der Teerstraße folgen. Rechts am hof vorbei und dem Wanderweg rechts in den Wald bis zum Fahrverbot. Hier einige Parkplätze
Kartennummer:Kompass Nr.18

Nach langer Zeit besuchten wir mal wieder das Salzkammergut, eines der schönsten Ecken Österreichs. Viele Seen, nette Ortschaften umgeben von Bergen prägen das Bild.
Westlich des Wolfgangsees erheben sich die Berge der Osterhorngruppe, die sich bis vor die Tore Salzburgs ziehen. Die Bergzwillinge Bergwerkskogel und Rettenkogel verbindet ein äußerst kurzweiliger Grat, weswegen sie sich gut überschreiten lassen.
Als Aufstieg wählten wir den Weg über die Laufenbergalm, als Abstieg den über die Sonntagkaralm. Das Tal im Aufstiegsweg ist jedoch im unteren Teil von Lawinen und/oder Stürmen sehr stark zerstört und mindert die Schönheit der Landschaft (es wird auch Jahre dauern, bis es hier wieder normal aussieht), so daß es sich evtl. lohnt, den Abstiegsweg auch als Aufstieg zu benutzen.
Wir starten beim Gasthof "Zur Wacht" (542m) und folgen der schmalen Teerstraße taleinwärts an einigen Häusern vorbei zu einem Eisenhändlergehöft. Rechts vorbei und in den Wald zum kleinen Wanderparkplatz (von dem wir vorher nichts wußten). Nun immer der Beschilderung folgen und durch Wald parallel des Schöffaubaches taleinwärts. Nach einer Weile überquert man den Bach auf einer sehr rutschigen Holzbrücke auf die linke Seite und geht weiter talein, bis rechts auf einer Wiese die Obere Schöffaualm (802m) auftaucht. Wir müssen durch einen Bachgraben und kommen noch vor der Wiese zu einer Verzweigung.
Geradeaus ginge es zur Schöffaualm und über die Sonntagkaralm direkt auf den Rettenkogel (so kommen wir zurück), wir wenden uns nach links und folgen dem Pfad, der uns bald in das vorher beschriebene zerstörte Tal bringt. Wir sind zunächst beeindruckt, wie zerstörerisch bereits in so geringer Höhe Lawinen sein können, doch schon bald vermissen wir intakte Natur. Der Pfad schlängelt sich nämlich mitten zwischen den Baumstümpfen hindurch, kurz kommen wir auf einen Forstweg, der jedoch bald endet. Hier ist die Wegführung kurz etwas unübersichtlich. Man muß rechts hoch bis zum Waldrand, denn die neue Pfadpsur führt nun eine Weile erhöht im Wald bergan, später kommen wir wieder auf die "Rodung". So geht es bis wir etwa 1200 Meter Höhe erreichen. Ab hier gibt es wieder mehr Baumwuchs und es wird wieder schöner.
Auf einer Lichtung steht die schöne Laufenbergalm (1307m). Hier geht es nun steiler rechts hoch in den Wald und später durch Latschen hoch zum Ostrücken des Bergwerkskogel. Sehr schön sind die Ausblicke zum Rettenkogel und dem weiten Kar davor.
Der Pfad folgt nun dem Rücken bergan und wird zunehmends felsiger. Es geht in eine Scharte hinab, danach wird kurz nach links in die Flanke gequert und dann steil wieder zum Rücken zurückgekehrt (T3, mit Sicherungen). Danach geht es unschwer zwischen Latschen zum Gipfel des Bergwerkskogel. Wunderschön ist der Blick von hier vor allem hinüber zur Gletscherwelt des Dachsteins, denn trotz Milchglashimmel ist die Sicht heute sehr gut.
Nach unserer Pause steigen wir wieder einige Meter ab und folgen dann der Markierung zum Grat zwischen Bergwerkskogel und Rettenkogel. Es ist der schönste Teil der Wanderung. Immer mit bester Aussicht geht es nun am Grat hinüber, in der Mitte wird es mal etwas enger und einen Felsblock quert man auf einer etwas ausgesetzten Platte, die jedoch gute Tritte hat und zudem versichert ist. Danach übersteigt man noch einige Felsköpfe und kommt wieder in Gehgelände. Wir nähern uns nun dem Gipfelfelsen des Rettenkogel.
Mit guten Griffen und Tritten läßt sich das etwa 10 Meter hohe Wandl auch gut ohne dem angebrachten Seil erklimmen (II), danach geht es schräg nach rechts kurz über leichten Fels zum riesigen Gipfelkreuz.
Von hier hat man einen besonders schönen Blick auf den Wolfgangssee und die ihn umgebenden Berge.
Nach unserer Brotzeit steigen wir nun nordwärts recht steil ab, der Pfad ist lehmig-rutschig und deswegen unangenehm zu gehen, aber technisch unschwierig. Einige Felsstufen sind versichert und eine bröselige Rinne kann man auch links auf einer langen Leiter absteigen. Später kommen wir mehr und mehr in den herbstlichen Wald. So geht es kurzweilig bis zu den Wiesen der Sonntagkaralm (1200m) hinab, die wir geradlinig überqueren. Danach folgt der Wanderweg kurz der Almstraße, biegt jedoch bald rechts ab und folgt dem wildromantischen Bacheinschnitt bis zur Oberen Schöffaualm, wo wir wider auf den Anstiegsweg treffen.

Tourengänger: Tef


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