Skitourenüberschreitung am Dachstein


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 5. März 2007 um 19:50.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Dachsteingebirge
Tour Datum:20 Februar 2007
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS+
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-OÖ   A-ST 
Zeitbedarf: 2 Tage

2-Tagesskitour mit Bernhard am Dachstein!

TAG 1: Anfahrt von Graz nach Obertraun. Von hier Auffahrt mit der Seilbahn hinauf zum Hohen Krippenstein ud weiter mit Ski hinunter zur Gjaidalm. Von hier immer der orangen Skimarkierung Richtung Simonyhütte folgen. Kurz unter der Hütte sind wir steil direkt hinauf zur Hütte. An dieser gleich rechts vorbei. Rechts das Schöberl umgehen und kurz vorm Gletscherbeginn machen wir unsere erste gößere Pause. Bis hier her ist das Gelände ein ständiges auf und ab und daher sehr mühsam zu gehen. Von der Gjaidalm zu Simonyhütte sind 700HM zu gehen.

Über den Hallstätter Gletscher gleichmäßig hinauf, hier finde ich einen guten Rhythmus und steige mit 600HM/h. Der flache Gletscher hinüber zur Steinerschart´n dient kurz zum erholen bevor es über einen sehr steilen Harschahng hinauf in die Scharte geht. Der Klettersteig neben diesem Hang kann derzeit aber auch begangen werden. In der Scharte warte ich 30min auf Bernhard. Er hat kein gutes Tempo gefunden und ist ziemlich ausgepowert. Deshalb beschließe ich um 14.20h alleine weiter zu gehen. Während Bernhard in der Scharte Pause macht steige ich mit Selbstsicherung und Ski am Rucksack hinunter zum Gosaugletscher. Hier lege ich meine Ski wieder an und laufe hinüber in die Obere Windlucke. Hier fixiere ich meine Ski wieder am Rucksack und ziehe meine Steigeisen an. Obwohl ich die neuen Alu-Steigeisen zu Hause probiert habe passen sie jetzt nicht auf die Schuhe. Deshalb improvisiere ich schnell mit einer kurzen Reepschnur und einem kleinen Karabiner von meinem Fotoapparat. Der sehr harte Hang hinauf zum Einstieg ist mit den noch nicht ganz passenden Steigeisen eine Herausforderung. Beim Einstieg richte ich mir die Steigeisen nocheinmal. Jetzt über den Westgratklettersteig hinauf Richtung Gipfel. Der Klettersteig ist zwar nicht besonders schwer aber im Winter trotzdem nichts für Anfänger. Immer wieder ist das Seil eingeschneit und man muss ausgesetzte Passagen ungesichert klettern. Mit den Skieren am Rücken bin ich die letzten Meter zum Gipfel schon ziemlich müde, aber die letzten Meter waren kein Problem. Von der Steinerscharte habe ich nur 1:10 gebraucht, die Normalzeit im Sommer ist 2h.

Vom Gipfel sehe ich schon Bernhard am Weg Richtung Randkluft aufsteigen. Nach kurzem Gipfelfoto habe ich mein 30m-Seil ausgepackt und über die Randkluft in nur 19 Minuten abgeseilt. Am unteren Ende hab ich alles zusammengepackt und die Ski angeschnallt. Nach ein paar Schwüngen hab ich mich wieder mit Bernhard getroffen. Wir sind über die Aufstiegsroute zur Simonyhütte abgefahren und haben hier übernachtet.

TAG2: Wir steigen wieder über den Hallstätter Gletscher hinauf Richtung Randkluft aber auf 2690m queren wir leicht fallend hinüber zum Oberen Eisstein. Ich mache auch noch schnell den Unteren Eisstein. Wir queren weiter in den Gjaidsteinsattel. Hier machen wir eine kurze Pause. Der Klettersteig auf den Gjaidstein ist sehr leicht aber im Winter ebenfalls nur für trittsichere Bergsteiger empfehlenswert. Der Steig fürhrt über viele Vorgipfel und zieht sich zum Gipfel. Wir beschließen gleich mit dem Abstieg zu beginnen. Im Gjaidsteinsattel machen wir eine längere Pause. Anschließend fahren wir in den Dirdlkolk und steigen ein Stück auf bis wir zur Aufstiegsroute abfahren können. Die Abfahrt über 25km, vorbei an der Simonyhütte, ist vor allem unter der Hütte mühsam weil extrem viele Gegenanstiege zu bewältigen sind. Bei der Gjaidalm kann man den kurzen Tellerlift 1x gartis benutzen und wir fahren kurz danach links über die Talabfahrt Richtung Obertraun. Die Abfahrt ist die oberen 2/3 gut, unten ist es besser seine Ski zu tragen.

MIT WAR: Bernhard

WETTER: beide Tage sehr sonnig und warm

SCHNEE: großteils harter, tragender Harsch

TOPO und GPS: schicke ich gerne per Mail zu!

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering


Tourengänger: Matthias Pilz

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