Munt Müsella, 2630m


Publiziert von Linard03 Pro , 1. August 2010 um 12:38.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:22 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 930 m
Abstieg: 930 m
Strecke:Chamues-ch - Alp Müsella - Munt Müsella - Chamues-ch
Zufahrt zum Ausgangspunkt:per Bus bis Chamues-ch Plaz
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito

Eine weitere 3-Generationen-Tour unserer Familie; heute soll's auf den Munt Müsella gehen, einen der 2 Hausberge von Chamues-ch. Wege sind zwar auf der LK eingezeichnet und sind auch mehrheitlich vorhanden; jedoch nicht markiert (allerdings - wenn man genau hinschaut, dann findet man noch einzelne, sehr alte Markierungen, kaum mehr sichtbar).

Am Ende des Dorfes Chamues-ch geht's über die Brücke und überquert die Ova Chamuera. Kurz danach findet sich ein Weg, welcher gleich steil hinaufzieht. Ein kurzes Stück auf dem Forstweg, dann führt ein nicht gut sichtbarer Pfad den Wald hinauf. Ohne grosse "Eingewöhnungs-Phase" leitet der schmale und wohl kaum begangene Pfad ziemlich steil und gerade hinauf, sodass man schnell ins Schwitzen kommt ... (alternativ kann man auch einfach dem Forstweg folgen, der an seinem Ende ebenfalls in einen Wanderweg führt. Ist etwas länger, aber ev. einfacher zu finden).

Auf ca. 2100m verlässt man den Wald und erreicht dann bald die Alp Müsella. Eine erste Trinkpause ist angesagt in Anbetracht des schweisstreibenden Aufstiegs. Heute liegt etwas mehr Feuchtigkeit in der Luft als die Tage zuvor, trotzdem sind wir zuversichtlich, dass das Wetter "hält".

Nun umrundet der Pfad den nächsten Felsriegel und so erklimmt man Stufe um Stufe bis ca. 2500m, oftmals weglos, jedoch immer begleitet von einzelnen Steinmandli. Die letzten ca. 100Hm erklimmen wir dann in der Direttissima, da ohnehin kein Weg zum Gipfel führt. Ist jedoch problemlos, da das Gelände ziemlich übersichtlich ist.

Dann ist der Gipfel auch schon erreicht - vielmehr das Plateau, denn der Gipfel gleicht einer kleinen Hochebene. Am höchsten Punkt stehen dann ein Dutzend Kühe, welche wohl auch die Aussicht geniessen und neugierig die Neuankömmliche begutachten.

Die Aussicht ist grossartig: vom Piz Julier über Piz Ot, Crasta Mora, Piz Uertsch, Piz Blaisun bis zum dominanten Piz Kesch ist trotz Wolken alles zu sehen. Vis-à-vis grüsst der Piz Mezzaun mit seinem Gratverlauf zum Il Corn (interessant ...), ebenso zu sehen die Crasta Burdun, etc.

Da inzwischen der Wind ziemlich aufgefrischt hat und das Puschlav dunkle Wolken in den Norden schickt, fällt die Gipfelrast etwas kurz aus. Wir steigen deshalb ein Stück ab, um unsere Mittagsrast windgeschützt geniessen zu können. Danach nehmen wir den restlichen Abstieg über die eingangs beschriebene Variante unter die Füsse und erreichen am frühen Nachmittag wieder unseren Ausgangspunkt.

Inzwischen wurde das Wetter sogar nochmals besser und auch die teilweise in Wolken gehüllten Gipfel zeigen sich nochmals von ihrer besten Seite.

Aufstieg: ca. 2,5 Std.
Abstieg: ca. 1,5 Std.

Fazit:
wunderschöne Wanderung, wo Einsamkeit garantiert ist.
Kompliment an meine Eltern, wie sie die 930m Auf- und Abstieg gemeistert haben! Auch der Junior hatte seinen Plausch ("coole Wanderung"); somit kann von einer vollends gelungenen Tour gesprochen werden!

Tourengänger: Linard03


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