Dents d'Emaney et de Fenestral


Publiziert von Zaza , 25. Juli 2010 um 20:04.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum:25 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Kartennummer:1324

Wenn die Zähne die Zähne zeigen

Die heutige Tour war nur grob geplant, sie sollte auf einige wenig besuchte Gipfel zwischen der Region Finhaut und Salanfe im Unterwallis führen. Das Wetter war wesentlich bescheidener als erwartet, die Gipfel blieben oft in Wolken versteckt.

Zuerst begab ich mich von Finhaut zum Col de Fenestral (markierte Pfade, diverse Routen). Während eine Seilschaft daran war, den Westgrat zu erklettern, wollte ich die einfachste Route, via Cheminée Beaumont, anpacken. Gemäss SAC-Führer PD- (II). Der untere Teil des Kamines ging ganz gut, aber beim Klemmblock war ich mit meinem Latein am Ende. Das sah mir nun wesentlich schwieriger als II aus...im Aufstieg vielleicht mit Hängen und Würgen machbar, aber im Abstieg?

Also retour und mit genickter Kraxlerehre zur Tête Carrée und zum Col de Blantsin. Von hier gäb's eine Direktroute zur Dent d'Emaney, aber nach der vorherigen Erfahrung traute ich diesem PD nicht mehr so recht und stieg durch ein schuttiges, lebendiges Couloir ins Tälchen von L'Ecreuleuse ab. Die Gegend verdient diesen Namen, denn es ist wirklich ausserordentlich schuttig. Ohne besondere Probleme kraxelte ich nun über einen steilen Grashang auf den Ostgrat der Dent d'Emaney, den ich in der Nähe von P. 2332 erreichte. Von hier ging es in hübscher, eher einfacher Kraxelei auf den Gipfel, der vermutlich ziemlich selten besucht wird. Abgesehen von einem Stecken (wohl ein Ex-Kreuz) auf dem Gipfel sah ich auf der ganzen Route keine anthropogenen Spuren.

Nun galt es, das Blockfeld von L'Ecreuleuse zu queren, um den Col de l'Ecreuleuse (P. 2266) zu erreichen. Von hier war in Kürze der Mont de la Barme erreicht. Blieb noch der eher mühsame Abstieg Richtung Finhaut. Die Sache ist weglos, es hat zwar einen alten, überwachsenen Karrweg (einst für Lawinenverbauungen erstellt) im südlichen Teil des Hanges, aber sein Gefälle ist dermassen schwach, dass man sich besser weglos hinab pflügt. Auf etwa 1700 m erreichte ich dann wieder den Wanderweg Finhaut-Fenestral.

Hinweis:
Die Schwierigkeitsbewertungen des SAC-Führers "Chaine Franco-Suisse" sind mit etwas Vorsicht zu geniessen. Tendenziell scheint mir, dass eine WS-Route dieses Führers spürbar grimmiger ist als z.B. eine WS bei den Tessiner Führern.

Tourengänger: Zaza


Galerie


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