Spitzflue und Fochsenflue im Juni


Publiziert von paedu , 7. Juni 2010 um 23:56.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum: 4 Juni 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV oder Auto über Plaffeien, Schwarzsee
Kartennummer:1226 Boltigen

Zustand bei der Wanderung

Kondition: mittelmässig
Bergerfahrung: Fortgeschritten
Wetter:  sonnig und warm

Schwarzsee Bad - Spitzflue

Das Wetter war herrlich und schrie „komm in die Berge“ und zwei Kollegen und ich leisteten dem Folge. Wir starteten um 10.00 Uhr bei Schwarzsee Bad in Richtung Breccaschlund. Angenehme 23 Grad bei fast wolkenlosem Himmel. Zuerst ging es gemächlich bis zur Brecca Hütte. Danach auf einer saftigen Wiese mit aller Blümchenvielfalt Richtung Rippetli. Dauernd blickt die Spitzflue auf unsere noch Nichtglatzen. Weiter ging es Richtung Bergkamm der Spitzflue.  Dabei liefen wir in der noch schattenverworfenen Steigung hinauf. Die steilsten Stellen waren dann auch noch anspruchsvoll (T4), da der Rasen noch feucht fröhlich nass war. Oben auf dem Bergkamm drehten wir rechts zur Spitzflue und es wurde dann richtig steil. Meistens brauchten wir Hand und Fuss um hinauf zukommen. Zum Glück war der Aufstieg auf der Sonnenseite. Eine Leiter mit 6 Stufen und eine kleine Passage (4m), an einer Felswand entlang, waren am gefährlichsten (T4). Um 12.00 blickten wir von der Spitzflue in Richtung Euschelspass und auf der anderen Seite in die Breccaschlund. Synchron wurden die Kühe auf die Alp getrieben. Glockengebimmel und „hö, hö“ – Rufe waren das Programm für die Ohren. Schön ist es doch in der Schweiz.

Spitzflue – Fochsenflue

Eigentlich wollten wir den gleichen Weg wieder runter, da wir alle noch Termine am Nachmittag hatten. Aber die Verlockung war sehr gross noch den daneben liegenden Fochsenflue zu besteigen. So gingen wir halt der Krete entlang weiter. Es ging mehrmals rauf und runter und es war immer noch anspruchsvoll (T4). Unterhalb der Fochsenflue gab es noch ein Schneefeld zu überqueren und gleich danach musste man den Berg hochkraxeln. Für mich war hier die schwierigste Stelle, da der Felsen brüchig war und man mehrmals ein Stückvom Boden rausriss. Zusätzlich war die Erde auf den Felsen nass und rutschig (wegen Schatten und Schmelzwasser). Geschafft haben wir es trotzdem und genossen nochmals die Aussicht. Zeit 13:00.

Fochsenflue – Schwarzsee Bad

Wir stiegen wieder Breccaschlund-seitig ab und es war nicht mehr so anspruchsvoll, ausser für unsere Knie, da wieder steil. Als man beim Aufstieg und Kretenüberschreitung noch mit voller Konzentration dabei war, überschätzten meine Kollegen den Abstieg. Der Eine rutschte aus und flog auf seinen Hintern. Dabei hatte er seine Hand leicht an einer messerscharfen Steinkante aufgeschnitten. Der Zweite verdrehte das Knie auf einer durchnässten „flachen“  Wiese. Aber alles halb so schlimm und wir kamen trotzdem noch um 15:10 unten an.

Diese Wanderung war sehr schön und steil. Diese Wanderung lohnt sich auch, da nicht zuerst Stunden fast horizontal an den Berg heran marschiert werden muss.  Die Aussichten auf die Walliser Berge sowie den Juragürtel waren wahnsinnig.


Tourengänger: paedu


Galerie


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