Die böse Falle auf dem Sentry Hill(340m)


Publiziert von trainman , 8. April 2010 um 03:06.

Region: Welt » Niederlande
Tour Datum:26 März 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: NL 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Strecke:Philipsburg-Bush Road-A.J.C.Brouwer Road-Cole Bay Hill-Sentry Hill-Philipsburg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von fast allen Inselorten gibt es Busse nach Philipsburg,eventuell auch Taxi
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:diverse Hotels auf Sint Maarten
Kartennummer:Sint Maarten Street Map by Michal Kasprowski

Sint Maarten ist eine hügelige Insel mit vielen schönen Aussichtspunkten, denen es allerdings an Höhe fehlt. Im holländischen Teil erreicht keine dieser Erhebungen die 400m-Marke.Trotzdem sind sie keineswegs alle mühelos erreichbar,manche sogar überhaupt nicht.Der Grund dafür besteht natürlich nicht in unüberwindlichen alpinen Schwierigkeiten.Das Problem sind durch Erdrutsch zerstörte Hänge(einschließlich der früheren Wanderwege),Einzäunungen wegen Grunderwerb und Villenbau und durch grosse Kakteen und andere stachelige Gewächse unbegehbares Gelände.
Der Sentry Hill ist mit seinen 340m Höhe nicht der Höchste,aber von ihm hat man die beste Aussicht sowohl auf den holländischen als auch auf den französischen Teil der Insel.Dazu hat er noch einen interessanten Gratanstieg und im Gipfelbereich wird es sogar ein wenig "alpin".
Start in Philipsburg nach Westen zur Bush Road bis zu einem Kreisel,dann nach links weg auf der A.J.C.Brouwer Road bis zur Sarsapilla Road und auf dieser zum Sattel zwischen Cole Bay Hill und Sentry Hill.Zuerst auf den Cole Bay Hill sehr steil hoch auf asphaltierter Strasse bis zur "Gipfelsäule",von hier schöner Blick auf den Anstiegsweg zum Sentry Hill gegenüber.Die Gipfelsäule ist nicht der höchste Punkt,dorthin sind es noch gut 10  nicht überwindbare Höhenmeter.Kakteen und andere dornenbewehrte Pflanzen versperren erbarmungslos den Durchgang,nur mit Machete oder Sense hätte man eine Chance.
Zurück auf den Sattel und auf einem kleinen Pfad,der mit Plastikschleifen markiert ist hoch zum Grat.Der Pfad verschwindet teilweise unter hüfthohen Gras,aber verlaufen kann man sich nicht.Weiter oben muss man sogar ab und zu etwas klettern.Am Ende geht es über Platten(I+) zu einer kleinen Mulde 2m unter dem Gipfel.
Hier kann man sich zur Gipfelrast leicht unbequem hinsetzen.Beim Aufstehen trat ich auf eine grosse Platte,die stabil aussah,aber bei Belastung seitlich wegkippte.Mein linker Fuß rutschte in eine Vertiefung und die Platte hinterher.Gott sei Dank wurde sie kurz bevor sie meinen Unterschenkel quetschen konnte durch einen Stein aufgehalten.Es kostete anschliessend einigen Aufwand,um zuerst den Fuß und danach den Schuh zu befreien.Eigentlich wollte ich die verdammte Platte in den Abgrund schleudern,dazu war sie aber viel zu schwer(ca.2 Zentner).Ich habe sie daher nur mit viel Mühe aufgerichtet und in die Vertiefung geschoben,wo sie jetzt hoffentlich stabil ist.
Die letzten 2m zum höchsten Punkt,der sehr ausgesetzt ist erfordern Kletterei im zweiten Grad.
Die Rundsicht ist wie gesagt überwältigend,der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall.Zurück auf dem gleichen Weg.

Tourengänger: trainman


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