Pizzo Val Mala (via Medee di Pietro)


Publiziert von Zaza , 9. Januar 2007 um 10:56.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:28 Oktober 2006
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo delle Pecore 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2000 m
Strecke:1272, 1292
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug nach Locarno, Bus nach Bignasco, Bus (Richtung Fusio) bis Menzonio Mulini.
Unterkunftmöglichkeiten:Rifugi Tomé, Piatto, Sambuco
Kartennummer:1272, 1292

Seit ich im grossartigen Clubführer Tessiner Alpen 2 von Giuseppe Brenna auf einen Nebensatz zum Val Mala gestossen bin, hat mich diese Gegend immer fasziniert. Ein ganzes Tal, in dem auf keiner Karte je ein Pfad oder eine Hütte eingetragen war, und das in der Schweiz!

Als ich von einem lokalen Gebietskenner hörte, dass er zwei Routen in der Gegend begangen habe, wurde die Planung ernsthafter. Im Oktober 2006 war es dann soweit!  

Man steigt bei der Haltestelle Menzonio Mulini aus, geht auf der Brücke über die Maggia und folgt einem passablen Pfad bis Ör di Cima. Weiter oben erkennt man im Wald eine Felswand, welche links einen markanten Einschnitt aufweist. Man ersteigt diesen steilen Einschnitt, teilweise etwas links ausweichend und kommt zu einer Art Sattel. Hier auf Wegspuren nach rechts weiter. Der Hang wird sehr steil und man kommt zu einer Felsstufe mit einem alten Drahtseil. Weiter oben sind im Wald Spuren von Holzschlag zu erkennen und man kommt bald zu einer ersten kleineren Ruine (Pinom).  

Nun folgt man weiter dem bewaldeten Grat über einige Höcker hinweg. Man kommt erneut zu einer felsigen Stelle, die links oder rechts umgehbar ist und erreicht die Ruine eines etwas grösseren Gebäudes (Baita). Nach weiterem Aufstieg über den steilen Grat folgt eine steile Felsstufe, die wir rechts erklettert haben (teilweise ausgesetzt, II). Vermutlich ist auch eine Variante links möglich. In der Folge kann man sich oft an Gemswechseln orientieren, um den leichtesten Aufstieg zu finden.  

Das Gelände wird offener und man kraxelt über Felsen und Blöcke zum Medee di Pietro, der einen eindrucksvollen Tiefblick ins Val Mala bietet. Von hier weiter in leichter Kletterei über die Gratschneide (Stellen II) zum Pizzo Val Mala.  

Wir haben dann den Talabschluss des Val Tomé gequert, um die Bocchetta di Tomé zu überqueren (nochmals etwa T6, ausgesetzt). Von da ging es nach einem Abstecher zum Pizzo dei Chènt (II) hinunter zum Rifugio Sambuco, wo wir übernachteten.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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