Vitznauer-, Gersauerstock 1451.6 m.ü.M - lohnenswerte Alternative zur "Touristen"-Rigi


Publiziert von Felix Pro , 26. Oktober 2009 um 20:19. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:25 Oktober 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-LU   CH-SZ 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Vitznau; Parkplatz Luftseilbahn - St. Antoni - Wissiflue - Ober Urmi - Vitznauer-, Gersauerstock - Fälmisegg - Eselberg (Hinterbergen) - Heustück - Talsation LSB
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW über Küssnacht nach Vitznau
Kartennummer:1151

Welch ein Glück hatten wir doch wieder bei unserer Tourenauswahl! Die Prognosen waren sowohl gesamtschweizerisch wie auch am Vierwaldstättersee von so unterschiedlichem Charakter, dass man etwas Interpretations- und Erfahrungs-Spielraum benötigte: bis kurz nach der Gipfelrast, erst auf dem Abstieg holte uns der Nebel ein. Nicht einmal Regen, wie vielerorts, bescherte uns der Wettergott - vorwiegend prächtiges Wetter mit viel Sonnenschein war uns auf unserer "Alternativtour" an der Rigi beschieden!
Auf der Anfahrt äusserte ich noch, der Vitznauerstock sei doch eher unscheinbar - doch knapp 1000 Höhenmeter über den Vierwaldstättersee ragt er etwas abseits der Rigi-Trampelpfade empor. Unglaublich reizvoll - und wohl eher wenig begangen ...


Wir starteten - noch bei einer leichten Hochnebeldecke - bei den Talstationen Wissiflue und Niederbergen und Wissiflue; nach einigen Hundert Metern "Einlaufen" gings dann im Wald südlich des Altdorferbaches "zünftig" aufwärts. Bald einmal war die bemerkenswerte Waldkapelle St. Antoni erreicht: der einfache Holzunterstand mit den Inschriften und kleinstem Innenraum wirkt so schlicht, ergreifend. Der weitere Verlauf des Anstiegs zur Wissiflue ist dann geprägt von zahlreichen senkrecht aufragenden Felswänden, welche gekonnt auf schmalen Bändern und Weglein "bezwungen" werden können. Durch den lichten (Buchen)-Wald ergeben sich immer öfters berauschende Blicke auf den Vierwaldstättersee: sicher der schönste im ganzen Land (etwas Lokalpatriotismus mag erlaubt sein ...)!

Schnell am Berghotel Wissiflue vorbei (die Aussicht sicher toll, die Umgebung hat da Nachholbedarf ...) weiter zum Sattel Ober Urmi. Dort macht sich der ansässige Bauer mit Maschinen und unzähligen Tieren recht breit - ein Durchkommen zum Einstieg in den Wald zum gut markierten Schlussanstieg auf den Doppelgipfel muss regelrecht erkämpft werden. Den zahlreichen, verschiedenrassigen Schafen und den zwei jungen Eseln sei die herrliche Lage nicht vergönnt - wir geniessen ein weiteres Mal die Traumsicht auf den See, vor allem mit der Perspektive Bürgenstock-Pilatus. Der kurze Schlussaufstieg, ungefähr vierzig Minuten dauernd, beeindruckt uns wegen der zahlreichen Kraxelstellen (inklusive einer morschen Holzleiter) und prächtigen Waldpassagen. Auf dem Gipfelkreuz angekommen dominiert der Tiefblick auf Vitznau (es geht wirklich senkrecht hinunter) und der Weitblick auf Pilatus und Umgelände - toll!

Wir geniessen unsere Mittagsrast auf dem ausgeschilderten "Aussichtspunkt" - die Gersauer werden ihn wohl Gersauerstock nennen: eigene Republik - eigene Namen ...
Wir sehen, dass im Luzerner Hinterland Regenwolken aufziehen - und müssen nach mehr als einer guten Stunde wohl aufbrechen; knapp zehn Minuten später sind sowohl der Stock wie auch das tiefer liegende Gelände im Nebel.

Doch wir können bei immer nach akzeptablen Temperaturen und bei trockenen Verhältnissen in der Beiz auf den Hinterbergen unseren Durst stillen.
Der wohl abenteuerlichste Teil folgt nun: noch einmal sei hier festgehalten - es lohnt sich sehr (!), die aktuellsten swisstopo-LK mitzuführen!! Auf der alten war noch ein Weg ab der Bergstation runter eingezeichnet - wir spürten ihn mehr, als wir ihn sahen ... Und es kam noch ärger: immer etwas links oder rechts der LSB haltend suchten wir einen direkten Abstieg zur Talstation. Manchmal auf Wegspürchen, oft durch dichtes Gestrüpp, gelegentlich (aus)rutschend im steilen, nassen Gelände, fanden wir uns doch zurecht - die Flühe elegant umgehend. Im untersten Abschnitt fanden wir uns sogar wieder auf einer punktuell, spärlich rot markierten Wegspur wieder ...
Wie empfehlen diese Rigi-Variante sehr weiter - vielleicht ein nächstes Mal mit "Jumbo"?!

Tourengänger: Ursula, Felix

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Kommentare (1)


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Nicole hat gesagt: Ihr Zwei
Gesendet am 26. Oktober 2009 um 20:31
Habt ja mal wieder eine tolle Tour unter die Füsse genommen :-)

herzliche Grüsse
Nicole


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