Kragenjoch, 1425, Schlechtwetter-Tour durch die Kundler Klamm und schöne Wälder


Publiziert von windi , 14. September 2009 um 12:57.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Kitzbüheler Alpen
Tour Datum:13 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 950 m
Strecke:10 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Inntalautobahn, Ausfahrt Wörgl-West, Kundl, Beschilderung "Kundler Klamm", Parkplatz vor der Klamm
Kartennummer:Alpenvereinskarte Kitzbüheler Alpen, westl. Teil, 1:50000

 Die Rundtour übers Kragenjoch ist eine typische Schlechtwetter-Tour. Sie bietet nach Regen eine rauschende Klamm, viel schönen Mischwald, ein paar wilde Tiefblicke und, wenn es zufällig aufreißt, von der Gipfel-Alm auch schöne Ausblicke. Für das teilweise mannshohe Gras am „Höhenweg“ sollte man bei Nässe kleidungsmäßig vorsorgen. 

Die Sperrung der Kundler Klamm ist vorbei, nachdem viele Felsabsicherungen und Fangnetze angebracht worden sind. Die Spaziergänger sind auch wieder da, nur das Gasthaus ist pleite gegangen. Die Klamm ist nicht übermäßig beeindruckend, so dass man sie auf der Fahrstraße in knapp einer halben Stunde durchwandert. Ca. 1 km nach Ende der Klamm, kurz bevor die Straße von der linken auf die rechte Bachseite wechselt, folgt man einem wenig benutzten Fahrweg links hinauf, der nach ca. 400 m (bei einem Schuppen mit altem VW-Transporter) in einen Trampelpfad übergeht. Man befindet sich jetzt in einem kleinen Bachgraben, dem man, am besten auf seiner rechten Seite (ein Stück auch über Wiese), immer weiter folgen sollte. Nach Überquerung von zwei Ziehwegen führt der Graben unweigerlich hinauf zum schönen „Höhenweg“, der Schönberg mit Brach verbindet. In seinem Mittelteil ist der Pfad ziemlich schmal, nach einer kurzen Steilstelle mit Sitzbank, „Wegbuch“ und Seilversicherung wird er aber sehr komfortabel. Sobald der Pfad sanfteres Gelände und eine Lichtung erreicht, kann man rechts umbiegen und am Rücken weglos hinaufsteigen, wobei irgendwann der neuerdings deutlichst gelb markierte und beschilderte Weg zum Bracher Joch erreicht wird. Dieser Weg führt kurzweilig durch schönen Mischwald, allerdings wird man mittlerweile an zwei kurzen Stellen mit den Folgen der österreichischen Forst-Industrialisierung konfrontiert. Man muss es hinnehmen (wenn man eine Stadt in der dritten Welt besucht, schaut man ja auch einmal in ein Slum!) Der restliche Weg am Kamm entlang übers Bracher Joch macht wieder Spaß: es geht manchmal an den waldigen Steilabbruch nach Süden heran, dann über eine hübsche Alm, bis die Wegteilung westl. des Kragenjochs erreicht ist. Von hier aus sind es fünf Minuten bis zur Gipfel-Alm mit seinen schönen Liege- und Aussichtsplätzen. Wer noch einmal durch die Kundler Klamm wandern möchte, wählt den Wanderweg steil nach SO hinab nach Schönberg (bei 1200 „Grotte“ mit Sitzbank und Quelle), muss aber teilweise weglos über die Wiesen nach Niederachen laufen. Schneller und schöner ist der Abstieg den gleichen Weg zurück bis nach Brach (gut beschildert und nicht zu verfehlen). Von dem auf schönem Aussichtsbalkon gelegenen alten Bauernhaus führt der „Besinnnungsweg“ nach Kundl hinab, wobei sich mehrmals links des Weges Tiefblicke in die Kundler Klamm bieten. Schon fast ganz unten sollte man dem Wegweiser „Kundler Klamm, gefährlicher Weg“ folgen. Er führt steil und zuletzt über eine Treppe hinab und erspart einen Umweg mit Wiederanstieg zum Parkplatz.
Auf keinen Fall sollte man von dem Joch westl. des Gipfels den Abstieg über die Kragen-Niederalm wählen (hässliche Wälder, viel Forststraße). 




Tourengänger: windi

Galerie


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