Berner Oberlandrunde


Publiziert von Baldy und Conny Pro , 1. September 2009 um 12:29.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:21 August 2009
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 5 Tage
Strecke:Jungfraujoch-Konkordiaplatz-Konkordiahütte-Gr.Grünhorn-Finsterahornhütte-Finsterahorn-Oberaarjochhütte-Berghaus Oberaar
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit ÖV aufs Jungfraujoch. ab Berghaus Oberaar mit PW nach Liestal
Zufahrt zum Ankunftspunkt:zum Berghaus Obberaar kann ab dem Grimselpass immer um xx.00 - xx.10 hin und xx.30 - xx.40 wieder zurück gefahren werden
Unterkunftmöglichkeiten:Konkordiahütte, Finsterahornhütte, Oberaarjochhütte, Berghaus Oberaar
Kartennummer:Swiss Map

1. Tag, 24.08.2009:
Geplant war eine Hochtour zu viert. Baldy musste leider infolge einer Erkältung (die kommt immer im falschen Moment) zu Hause bleiben. Zu dritt ging es also mit den ÖV von Liestal aufs Jungfraujoch. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Das übliche Touristenchaos mit zu wenig Platz in den Zügen. Als Berggänger mit Seil, Pickel und Rucksack fühlt man sich schon etwas deplaziert. 
Nach einer kurzen Kaffeepause gings dann über den Jungfraufirn Richtung Konkordiaplatz. Die Spalten waren gut sichtbar. Die Überquerung des Gletscherbaches war ohne Probleme. Sollte der Bach viel Wasser führen und ist die Überquerung schwierig folgt man diesem bis zum Konkordiaplatz wo der Bach wieder unter dem Gletscher verschwindet. Aufstieg zur Konkordiahütte ist ein kleineres Fitnessprogramm. Die Stufen wollen nicht mehr aufhören.

2. Tag, 25.08.2009:
Versuch Gr. Grünhorn, ZS-, Finsteraarhornhütte
Für den Nachmittag war eine Schlechwetterfront angesagt. Wir hofften dass es für die Besteigung des Gr.Grünhorns noch reichen würde und starteten um 04.45 von der Konkordiahütte über den Grüneggfirn. Ab ca. 2900m über eine steile Geröllhalde bis auf ca. 3150m. Dann wieder auf den Gletscher, zuerst aper und später mit Firn bis auf ca. 3400m. Danach kam es wieder mal anders als man sich das wünscht. Zuerst entschwand unser Seilführer in einer Gletscherspalte, zum Glück ohne Konsequenzen. Kurze Zeit später setzte ein Gewitter mit starkem Graupel ein. Da wir jetzt nicht wussten ob die angekündigte Front schon viel früher eintraf entschieden wir uns für eine Rückkehr. Wir stiegen dann wieder ab bis unter P.3122 und machten da eine Pause und wie es kommen musste, rissen die Wolken wieder auf. Nicht mehr motiviert entschlossen wir uns direkt zum Apero über die Grünhornlücke zur Finsteraarhornhütte zu begeben.
Die Front kam dann tatsächlich um ca. 15.00 
 
3. Tag, 26.08.2009:
Zwangspause infolge der Schlechtwetterfront auf der Finsteraarhornhütte. Essen, spielen, schlafen.

4.Tag, 27.08.2009:
Finsteraarhorn, ZS-.
Abmarsch um 04.45 direkt über den gut markierten Schuttrücken auf den Gletscher bis ca. 3250m. Da haben wir uns angeseilt und gingen auf dem hier aperen und sehr steilen Gletscher langsam hoch, als ein Schrei uns aus den Gedanken riss. Vor uns ging eine 3er Seilschaft, plötzlich glitt da ein Teilnehmer aus und riss die andere Person mit. Der Bergführer hatte zum Glück alles im Griff und es kamen alle mit dem Schrecken davon. Kurzes Seil sei Dank, sonst wäre da wohl kein halten mehr gewesen. Aufstieg bis zum Früstückplatz über sehr grosse Spalten. Am Frühstücksplatz haben wir sogar Fuchsspuren gesehen, auch ein  Bergführer bestätigte das. Der Aufstieg zum Hugisattel gestaltete sich als ziemlich anstrengend da es ca. 20cm Neuschnee gegeben hatte. Die Spalten  sind riesig und Brücken teils zweifelhaft. Die Kletterei zum Gipfel war um eine Spur schwieriger mit dem Neuschnee. Aber nach 5 Stunden waren wir oben angekommen und erst noch für uns ganz alleine.
Abstieg auf dem gleichen Weg jetzt im matschigen Schnee zurück in die Finsteraarhornhütte.

5.Tag, 28.08.2009:
Heimkehr via Oberaarjochhütte zum Berghaus Oberaar
Abmarsch ca. 07.30 von der Finsteraarhornhütte über den aperen Fieschergletscher, aperen Galmigletscher (grosse Spalten und Abbrüche) und Studergletscher (teils aper/teils mit Firn) zur Oberaarjochhütte. Kurze Pause. Weiter über den Oberaargletscher (teils mit Firn/teils aper) zum Oberaarsee. Auf dem Weg zum Berghaus Oberaar am  linken Ufer genossen wir wieder mal grün und Blumen. Vom Gletschertrecking hatte ich erst mal genug.
Beim Berghaus Oberaar holte uns Baldy ab.

Schöne Tour mit vielen Impressionen und grandiosen Ausblicken

Tour mit: Hugi, Marianne



 

Tourengänger: Baldy und Conny

Galerie


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