Hoher Sarstein (1975 m) - Rundtour am Dachsteinbalkon


Publiziert von 83_Stefan , 8. November 2018 um 22:03.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Dachsteingebirge
Tour Datum:17 September 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-OÖ 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Kostenfreier Parkplatz oberhalb der markanten Kehre auf der Westrampe des Pötschenpasses an der B 145.
Kartennummer:Kompass online.

Der Hohe Sarstein erhebt sich zwischen dem mächtigen Dachsteinstock und dem Toten Gebirge direkt auf der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Man rechnet ihn zwar dem Dachsteingebirge zu, aber er ist nur ein Randspieler. Das macht ihn allerdings wiederum besonders attraktiv, denn durch die Entfernung und die Randperspektive ergeben sich bei klarem Wetter wirklich überragende Ausblicke in die beiden Gebirgsgruppen. Allem voran zieht der isolierte, über 1000 Meter höhere Dachsteinstock mit seinem vergletscherten Haupt die Blicke auf sich - welch ein gewaltiger Anblick! Zudem gibt es auf der hier vorgestellten Rundtour eine urige Alm und malerische Seen zu sehen.

Etwas oberhalb der markanten Kehre an der Westrampe der Straße zum Pötschenpass (B 145) befindet sich ein kostenfreier Parkplatz; hier beginnt der Weg zum Hohen Sarstein, auf dem man später absteigen wird. Der Aufstieg leitet auf der entgegengesetzten Seite des Berges nach oben, daher muss man zunächst hinauf zur Passhöhe wandern.

Man überquert am Parkplatz die Straße. Jenseits führt ein Weg hinunter auf einen breiten Fahrweg, dem man nach rechts zum Weiler Pötschen folgt. Auf der schmalen Straße wandert man in etwa parallel zur B 145, bis sich das Sträßchen etwas nach rechts wendet und die B 145 erreicht (einfach der ausgeschilderten Mountainbike-Route folgen!). Man quert diese und folgt dem ein paar Meter nach links versetzt beginnenden Fahrweg in den Wald hinein und hinauf zur Passhöhe, wo wieder die Straße erreicht wird. Ein kurzes Stück folgt man ihr, bis nach der Zufahrt zur Kiesgrube der Steig zum Hohen Sarstein abzweigt (beschildert).

Der markierte Steig leitet zunächst in östlicher, später südöstlicher Richtung nur wenig ansteigend im Wald um den Schwarzkogel herum und trifft schließlich mit dem Weg vom Sommersbergsee zusammen. Hier hält man sich rechts ("Hoher Sarstein" beschildert) und folgt dem Steig durch lichten Wald mit schönen Ausblicken ins Tote Gebirge nun deutlich steiler im Tal zwischen Schwarzkogel und Niederem Sarstein nach oben zu einer Felsstufe. Der Weg umgeht den unteren Teil durch einen Rechtsschwenk, dann leitet er versichert ein paar Meter nach oben und quert auf einem Felsband wieder zurück (Drahtseil), oberhalb der Felsstufe geht es unschwierig weiter. Das Tal flacht sich schließlich ab und an ein paar tiefen Dolinen vorbei leitet der Steig durch Latschenbuschwerk hinauf zur Verzweigung nahe der Sarsteinalm.

Man hält sich links. Zunächst wieder deutlich steiler, später flacher leitet der unverkennbare Weg durch Latschen, weiter oben durch freies Gelände aufwärts zum Hohen Sarstein (großes Gipfelkreuz). Die Blicke werden mit jedem Meter besser und schließlich rückt auch der beherrschende Dachsteinstock ins Blickfeld. Vom Hallstätter See sieht man allerdings nur einen kleinen Teil. Dafür überzeugen Altausseer See sowie Grundlsee vor den fahlgrauen Gipfelgestalten des Toten Gebirges. Im Westen und Nordwesten lassen sich die Salzkammergut-Berge blicken. Ein eindrucksvolles, ausgesprochen abwechslungsreiches Gipfelpanorama erwartet den Wanderer also am Hohen Sarstein: Der Hallstädter See liegt etwa 1500 Meter weiter unten und zu den Gletschern am Hohen Dachstein sind es nochmal über 1000 Meter hinauf!

Beim Abstieg folgt man dem bekannten Weg hinab, bis man zur Sarsteinalm abzweigen kann. Der Steig leitet an der ausgesprochen urigen Alm (Einkehrmöglichkeit) vorbei, die nicht mittels Fahrweg erschlossen ist. Dann wird es wieder steiler und am Rande des Rotengrabens geht es im Wald ohne Umschweife lange abwärts. Schließlich wendet sich der Steig nach Nordwesten und quert hinüber zur Simonyaussicht, die einen hervorragenden Ausblick über den Hallstädter See ermöglicht; an der Wegverzweigung hält man sich rechts.

Von der Simonyaussicht ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt. Ein alter Wirtschaftsweg leitet hinunter zu einer Schotterstraße, der man zurück zum Parkplatz folgt; im unteren Bereich kann der Fahrweg auf einem Steig etwas abgekürzt werden.

Schwierigkeiten:
Vom Parkplatz zum Pötschenpass: T1.
Vom Pötschenpass zum Hohen Sarstein: T3 (kurzer Abschnitt in der Felsstufe, sonst T2).
Abstieg über Rotengraben: T2 (teils steiler Bergsteig).

Fazit:
Eine abwechslungsreiche 4*-Rundtour, die mit einem kurzweiligen Anstieg und einem fantastischen Rundumblick am Gipfel punktet. Der Abstiegsweg über den Rotengraben ist weniger interessant und verläuft meist im dichten Wald. Wer mag, kann in der urigen Sarsteinalm einkehren.

Mit auf Tour: Francesca.

Kategorie: Dachsteingebirge.

Tourengänger: 83_Stefan


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