Wolfendorn (2776 m)


Publiziert von Max Pro , 10. August 2018 um 13:05.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:28 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I   A 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1350 m
Abstieg: 1350 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Sterzing ins Pfitschtal nach Kematen, Start an der Kirche.
Kartennummer:Tabacco 037

Der Plan ist eigentlich ein anderer, die Unternehmung beginnt unrund. In der Früh tropft's, das ganze Tal ist bewölkt und ausserdem hat der Wetterbericht von strahlend schön auf labil mit Gewitter gewechselt. Entscheidungsfindung und Frühstück kommen nicht recht voran. Etwas Nordföhn soll's geben, vielleicht wäre ein Berg nahe der Wipptaler Föhnschneise eine gute Wahl? Der Wolfendorn? Da waren wir noch nie.

Im Nachhinein muss man sagen, dass unser Plan B sich als wunderschöne Bergwanderung entpuppt, die durchaus Wiederholungspotenzial hat. In Kematen geht's auf dem Wanderweg Nummer 5 in nördliche Richtung, kein Mensch ist unterwegs. Auf etwa 1600 m Höhe wird gebaut, scheinbar wird's ein Hochbehälter oder ähnliches. Der Pfad ist über ein paar Hundert Meter nicht zu erkennen, aber die Richtung ist klar. Es geht schnurstracks nach oben, dann findet man ihn wieder. Recht idyllisch schlängelt er sich durch den Wald, schwenk nach Osten und erreicht die Hatzlacke. Die nächsten 15 Minuten sind jetzt nicht ganz so spannend, auf einem Almweg geht's an der Grubenalm vorbei bis uns der nächste Wegweiser nach links auf den Pfad zur Grubbergalm schickt. 

Aber dann! Die freien Almwiesen bieten reichlich Ausguck auf die Zillertaler und Pfunderer Größen, die nun immer mächtiger ins Bild rücken. In einem weiten Linksbogen steigen wir zu einem Aussichtspunkt mit Bankerl hoch, begleitet von den Pfiffen der Murmeltiere. Nach ein klein wenig Höhenverlust geht's im Anstieg wieder nach Norden rauf zum Flatschjoch.

Vor allem im Westen hat's reichlich schwarze Wolken, aber der Föhn scheint tatsächlich unseren Berg einigermaßen sauber geputzt zu haben. Vom Flatschjoch führt eine alte Militärstraße nach Osten zum Fuß des Wolfendorns, wir halten uns aber entlang der riesigen Lawinenverbauung und kürzen die Schleifen ab. 

Nach einem kurzen, steilen Schlussspurt stehen wir am Gipfel, die Sonne scheint. Die Rundumschau ist ausgezeichnet, ähnlich zum Kraxentrager. Wobei uns der Anstieg zum Wolfendorn fast besser gefällt.

Wie dem auch sei, es geht auf gleichem Weg zurück, nun hat man Hochfeiler & Co ständig vor der Nase. Tatsächlich bekommen wir unterhalb der Grubbergalm noch ein paar Tropfen ab, aber von den angekündigten Gewittern mit reichlich Niederschlag ist nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, es klart auf und wir rasten nochmals im sonnigen Wiesenidyll.

Schöne, einsame Tour, einfach zu gehen mit tollem Ausblick. Wie gesagt, kann man wieder mal machen.

Tourengänger: Max


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