Scheinbergspitze (1926 m)


Publiziert von ju_wi , 18. Juni 2009 um 07:57.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum: 3 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:8,2 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto
Unterkunftmöglichkeiten:Lähn Haus Bleispitze
Kartennummer:f&b WK 352

Die Scheinbergspitze (1926 m) ist der Nachbarberg der Hochplatte in den zentralen Ammergauer Alpen. Sie ist ein recht beliebter Aussichtsberg in Nähe der hohen nördlichen Ammergauer (Kreuzspitze 2185m und Geierköpfe 2163 m), von denen sie durch den Ammerbergsattel getrennt ist.

Vom Ammerbergsattel führt ein einfacher, gut markierter Süd-Anstieg zur Scheinbergspitze, den wir am ersten Maiwochenende nach zu viel Schnee am Schellschlicht am Vortag für eine entspannte, kurze Sonntagstour wählen.

Bei herrlichem Wetter fahren wir mit den Schneeschuhen im Gepäck am letzten Tag unseres 3-tägigen Kurzwochenendes von Lähn morgens zum Ammerbergsattel. Vom Parkplatz wandern wir zunächst einen breiten Forstweg hinauf, biegen aber schon nach gut 5 Minuten in der 2. Kehre rechts ab auf einen kleinen Steig. Zunächst in dichtem Forst, später am Rande des Stockgrabens, einem Bachtal, steigen wir so weiter auf. In vielen Kehren folgt ein Aufstieg im bewaldeten Südhang mit mäßig steiler Neigung und auf gutem Steig, bis wir auf ca. 1600 m auf einen Wegweiser treffen. Bis hierhin ist fast keine Schneeberührung auf dem Südhang erfolgt.

Dies ändert sich nun jedoch schlagartig. Der weitere Weg verläuft zu 90 % auf geschlossener Schneedecke, die jedoch durch Vorgänger schon gut gespurt ist. Wir lassen unsere Schneeschuhe daher hier - und auch den ganzen Rest der Tour - am Rucksack. Ein Stück oberhalb 1600 m verlassen wir den Wald. Der Südhang wird etwas schmaler, steiler und steiniger, was wir jedoch nur an einigen kurzen Stücken bemerken, an denen die schneedecke auf dem Pfad schon weggetaut ist. Die vegetation geht in Latschengelände über. Recht geradlinig ansteigend, mit dem ein oder anderen steilerem Wegstück, erreichen wir schließlich einen Vorgipfel auf ca. 1870 m.

Etwas hinab und über ein letztes großes Schneefeld kommen wir zum Gipfelfuß, auf dem wir im Geröll - hier liegt kein Schnee mehr - die letzten 50 Hm zum Kreuz hinaufsteigen. Wir genießen die Aussicht zum schroffen Klammspitzgrat im N, der Hochplatte und dem Geiselstein im W sowie der Kreuzspitzgruppe, Wetterstein und Mieminger Kette im S. Nach Gipfelrast steigen wir im inzwischen recht nassen Sulz wieder hinab zum Wegkreuz auf 1600 m.

Nach Karte soll hier ein Querweg Richtung W führen, über den man westseitig weiter absteigen kann - eine Abstiegsalternative lockt uns natürlich. Allerdings sind wir hier auf geschlossener Schneedecke und so ist der Pfad nicht erkennbar. Dennoch nehmen wir GPS-bewaffnet die Fährte auf. Nach gut 10 Minuten meist horizontaler Querung in hohem Schnee kommen wir an den Serpentinenabstieg. Anders als auf der S-Seite ist hier aber - mit Blick den Hang hinab - geschlossene Schneedecke soweit das Auge reicht. Da zudem die Hangneigung recht groß ist, lassen wir lieber den steilen Abstieg auf Schnee und gehen zurück zu Wegweiser und doch auf dem Aufstiegsweg bis ins Tal hinab.

Vor der Rückfahrt kehren wir noch auf der Gartenterrasse des Hotel Ammerwald ein.


Tourengänger: ju_wi

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Geodaten
 634.gpx Scheinbergspitze

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