La Fortaleza 2164m, El Cabezón 2177m und Montaña de Guamasa 2151m


Publiziert von Sputnik Pro , 28. Januar 2018 um 22:21. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln
Tour Datum:21 Januar 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 550 m
Abstieg: 550 m
Strecke:Zirka 14 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Die Busstation ist Las Cañadas del Teide - Calle Portillo 27. Es fahren dorthin zwei Busse: Nummer 348 ab Puerto de la Cruz und Nummer 342 ab Costa Adeje. Fahrpläne unter www.titsa.com
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:Keine Unterkunft an der Route; das nächhste Hotel ist das „Parador de Cañadas del Teide“, es ist 14km entfernt an der Kraterstrasse TF-21.
Kartennummer:CNIG 1:25000 Izaña (1092-III)

ERSTE EINDRÜCKE UND GIPFEL TENERIFFAS.

Schlechtes Wetter, hohe Lawinengefahr und am Arbeitsplatz abnormal viel zu tun, da kam die Woche Urlaub auf Teneriffa gerade zur richtigen Zeit. David war schon eine Woche früher auf der spanischen Kanareninsel Teneriffa und wir trafen uns am späten Samstag Nachmittag am Flughafen. Für uns war klar, dass wir sicher nicht nur herumhängen werden und so planten wir jeden Tag eine Vulkanbesteigung oder Bergwanderung. Unsere Touren waren jedoch nich jeden Tag gleich anstrengend, so blieb selbstverständlich auch genügend Zeit zum Baden, fein Essen gehen und Sternebeobachten übrig. Während unserer Zeit nächtigten wir an der sonnigen Südküste im Hostel „Los Amigos“ das im kleinen Weiler La Mareta liegt. Dank einem Mietauto konnten wir auch stets bequem unsere Ausgangspunkte der Touren erreichen.

An meinem Ankunftstag hatten wir natürlich keine Zeit mehr für eine Bergwanderung und es reichte gerade noch bei Tageslicht ins nahe Einkaufszentrum Pizza essen zu gehen. Doch schon am nächsten Tag fuhren wir in den „Parque nacional del Teide“ für eine erste Eingangstour. Unsere Gipfelziele waren die Fortaleza und El Cabezón sowie der Vulkankegel Montaña de Guamasa.

Informationen zur La Fortoleza (2164m) und zum El Cabezón (2177m):

Beide Gipfel bestehen aus Überresten der vulkanischen Gesteinen des ehemaligen Las Cañada Vulkans und bilden den nördlichsten Teil der Bergkette, welche grösstenteils den 17km breiten Kessel „Las Cañadas“ umrahmt. Beide Gipfel sind einen Kilometer voneinander durch den „Collado Degollada del Cedro“ (2091m) getrennt; der westliche Gipfel ist die Fortaleza. Auf beiden Seiten der zwei Gipfel existiert die Bergkette nicht mehr, da dort die Berghänge in gewaltigen Bergstürzen in Richtung Meer abrutschten. Dabei entstanden breite Täler, das Icod-Tal im Nordwesten und das Ortava-Tal im Nordosten. Die Wände und Steilabstürze der beiden Gipfel in Richtung Süden zur Las Cañadas sind etwa 125m hoch. Die Nordflanken beider Berge und die Ostflanke des El Cabezóns sind bis fast zum Gipfelbereich hinauf bewaldet.

Der genaue Ablauf der Bildung der Cañada del Teide ist noch nicht genau geklärt. Sicher ist jedoch das es sich nicht um eine Caldera im herkömmlichen Sinne handelt. Neuere Studien deuten darauf hin, dass der Kessel als Folge einer mächtigen Trümmerlawine vor zirka 200000 Jahren entstand („Icod lateral collapse“). Bei der Durchquerung der Cañada vom Parkplatz bis zum Fuss von La Fortaleza und El Cabezón ist insbesondere interessant, dass die Oberfläche von beigem Kies, bestehend aus Bimssteinen, bedeckt ist. Dabei handelt es sich um pyroklastische Ablagerungen während des explosiven Ausbruchs des Monataña Blanca vor zirka 2000 Jahren, die in Windrichtung nach Nordosten verfrachtet und abgelagert wurden. Bei der Ostflanke des El Cabezón handelt es sich um die Anrissfläche einer weitere grossräumige geologische Massenbewegung und zwar dem La Orotava Bergsturz. Dieser fand innerhalb der Zeitspanne von etwa 560000-800000 Jahren statt. Dabei rutschten 57km³ Gestein nach Norden ins Meer.

Beide Gipfel liegen im Nationalpark und nur die Fortaleza kann über einem markierten Bergweg (Schwierigkeit T1-2) erwandert werden. Eine Besteigung des El Cabezóns ist vom Pass her zwar einfach (T2), weil aber die Wege des Teide-Nationalparks nicht verlassen werden dürfen ist sie verboten.

Informationen zum Montaña de Guamasa (2151m):

Der Vulkankegel wird manchmal auch Montaña del Alto genannt. Er liegt bei der Strassenkreuzung und dem Touristenzenter El Portillo. Von der Strasse TF-24 führt ein Rundweg um den Vulkan. Der Gipfel darf nicht bestiegen werden weil er im Teide-Nationalpark liegt. Von Norden her existieren jedoch Wegspuren zum Gipfel, die Besteigung ist unschwierig (T2). Der Vulkankegel Montaña de Guamasa entstand während eines einzelnen Ausbruchs vor 33000 Jahren (Unsicherheit ±3000 Jahre). Die Nordseite ist bis fast in den Gipfelbereich hinauf bewaldet.

Unsere Tour:

Das Auto parkierten wir beim Restaurant „Bambi“ im Weiler Las Cañadas del Teile. In leichten Auf und Ab querten wir auf dem Wanderweg Nummer 24 den knochtrockenen Kessel Las Cañadas. Die Landschaft ist steppenähnlich mit stetem Blick auf den mächtigen Kegel des Teide. Wir genossen die Szenerie der atemberaubenden Vulkanlandschaft und so standen wir auch bald auf dem Pass zwischen Fortaleza und El Cabezón. Vom Pass ging es nun waagrecht oberhalb der Waldgrenze bis unter den Fortalezagipfel den wir über ein steiles Pfädchen erreichten Hier rasteten wir bei einem unglaublich schönen Panorama. Im Süden steht der mächtige Teide, im Westen sieht man über den Bergwald zur Küste hinunter. Um sicher auf dem höchsten Punkt gestanden zu haben stiegen wir auch noch auf die Kuppe gleich östlich - doch diese ist definitv niedriger wenn man Oben steht. Von dort stiegen wir weglos direkt auf den nordseitgen Weg ninunter und erreichten somit bald wieder den Pass. Nun ging es auf den El Cabezón! Er war weglos durch Buschlandschaft über dessen Westflanke schnell erreicht. Nach kurzer Rast stiegen wir zuerst im Wald auf dem Südostgrat, dann über die steile Südflanke (maximal T3) ab und erreichten wieder den Wanderweg Nummer 24. Diesem folgten wir zurück bis zu einer Abzweigung wo wir non dem Weg zur Strassenkreuzung El Portillo folgten. Unser letztes Gipfelziel für heute, den Vulkan Guamasa, hatten wir nun stets vor Augen. Über einen Weg parellel zur Strasse erreichten von El Portillo schliesslich den Rundweg um den Vulkankegel. Um nicht von einem Parkwächter entdeckt zu werden folgten wir dem Rundweg bis in den Wald auf der Nordseite des Vulkans. Hier stiegen wir direkt zum Gipfel auf. Oben hat man eine schöne Sicht in den Vulkankrater, zum Teide und in die Cañadas. Abgestiegen sind wir auf dem gleichen Weg bis El Portillo. Von dort ging es etwas langweilig der Strasse entlang zurück zum Auto. Der Gipfel am ersten Tag in fantastischer Landschaft - es war ein perfekter Start zur Vulkanwanderwoche!

Genaue Route: Siehe beigelegte Karte

Tourengänger: Sputnik, dabuesse


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