Aggressions-Therapie am Hochgrat


Publiziert von AllgaeuEr , 24. März 2009 um 13:28.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:15 März 2009
Ski Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 1007 m
Abstieg: 1007 m
Strecke:Hochgratbahn Talstation - Obere Lauch Alpe - Staufner Haus - Hochgratbahn Bergstation - Hochgrat Gipfel - Hochgratbahn Bergstation - Staufner Haus - Obere Lauch Alpe - Hochgratbahn Talstation
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Oberstaufen - Steibis - Beschilderung Hochgratbahn folgen
Unterkunftmöglichkeiten:Staufner Haus

Schnelle Skitour auf meinen Hausberg zum Streßabbau

Die Biologie/Natur lehrt uns, daß die Größe einer Population von der Menge der zur Verfügung stehenden Ressourcen beschränkt wird.

Die Zahl der Ski-Tourengeher war seit Saisonbeginn stark angestiegen und so kam es, das alle Plätze für die interessante Eintagestour auf einen schweizer Berggipfel jenseits der 3000 Meter und somit das was ich als "richtigen" Berg zähle, leider schon ausgebucht gewesen waren, als ich von dieser Änderung der eigentlichen Zweitagestour mitbekam.

So saß ich nun, beraubt meiner üblichen Tourenpartner den Samstag zuhause und schmollte vor mich hin - Sonntag hielt ich es dann nicht mehr aus und mußte meinem Bewegungsdrang nachgeben.
Da Salmaser zu kurz und vom Schnee her zu niedrig, beschloß ich mal wieder an den Hochgrat zu gehen. Am Parkplatz angekommen traf ich schon wieder die ersten bekannten Gesichter, die sich für den Aufstieg richteten. Man kann hier aber auch echt nirgends alleine sein. ;-)

Ich nahm den "Normalweg" hinauf - Fahrweg folgen, am Horbach entlang, Obere Lauch, Abzweigung Staufner Haus. Dort traf ich das nächste bekannte Gesicht - die Frau unseres Wintertourenwarts - und erfuhr, daß ihr Mann bereits Richtung Gipfel unterwegs sei.

Oberhalb des Staufner Hauses war die Sicht sehr bescheiden, die Terrasse der Bergstation wie leergefegt (s. Bild). Ich kam mir einsam und verlassen vor, den Blick auf die Spuren am Boden gerichtet, da man inzwischen außer weiß fast gar nichts mehr sah. Ein Schatten fuhr auf mich zu - unser Wintertourenwart. Nachdem ich ihn über die Position seiner Frau informiert hatte, man sich gemeinsam über die schlechte Sicht ärgerte, ging es weiter Richtung Gipfel. Wäre ich nicht schon öfters am Gipfel gewesen und hätte mich an den vorhandenen Spuren orientieren können, wäre ich wohl spätestens hier umgekehrt.

Am Gipfel traf ich zwei Schatten, die sich gerade für die Abfahrt richteten. Da es recht windete und ich mich an den beiden orientieren wollte, beeilte ich mich mit dem Abfellen. Ich wurde auch fast passend zu ihrer Abfahrt fertig, mußte dann aber feststellen, daß sie den vereisten und zertretenen Fahrweg wählten. So beschloß ich die übliche Abfahrt parallel zum Hang zu nehmen, was sich als wesentlich einfacher herausstellte und dadurch überholte ich die beiden.

Nach einer kurzen Einkehr auf einen Cappuccino am Staufner Haus, ging es dann wieder Richtung Tal - nicht ohne weitere bekannte Gesichter zu treffen, die sich noch kurz unterhalb des Staufner Hauses im Aufstieg befanden. Da die Sicht auf dieser Hangseite wesentlich besser war, genoß ich eine schnelle Abfahrt und konnte bewegungs- und aggressionstherapiert wieder nach Hause entlassen werden.

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Tourengänger: AllgaeuEr

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