Pazolastock, 2739m und Piz Cavradi, 2612m


Publiziert von Burro , 7. März 2009 um 14:49.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum:28 Februar 2009
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Oberalppass-Pazolastock-Capanna da Maighels-Piz Cavradi-Tschamutt
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Zug über Göschenen und Andermatt oder über Chur und Disentis auf den Oberalppass
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Zug über Göschenen und den Oberalppass oder über Chur nach Tschamut
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna da Cavradi, SAC
Kartennummer:1212, Amsteg

Abwechslungsreiche Rundtour im Skitourenparadies Val Maighels

Mit Herrscharen von Pistenfahrer wird man mit der RhB von Andermatt auf den Oberalppass chauffiert. Hier lichten sich dann zum Glück die Reihen und die Anzahl derer, die sich Richtung Aufstiegspur bewegen ist schon bedeutend kleiner. Bei P. 2044 startet man und folgt dem Sommerweg Richtung Pazolastock. Über weite, offenen Hänge gewinnt man schnell einmal an Höhe und kommt auf den Nordostgrat des Pazolastocks. Von hier aus kann man die Abfahrt vom Cavradi studieren, um in den powdrigen Nordhängen die perfekte Linie zu finden :-).
Mit einer kurzen Abfahrt Richtung Süden lässt man den Grat hinter sich und gelangt an die Gipfelflanke des Pazolastocks. Mit wenigen Spitzkehren wird dieser erstiegen und schon steht man auf dem höchsten Punkt dieses bei Tourengängern sehr beliebten Berges. Nach einem kurzen Rast gehts dann schon an die erste Abfahrt. Die Abfahrtsmöglichkeiten Richtung Capanna da Maighels sind vielfältig und dementsprechend lang findet man noch unverfahrene Hänge und Couloirs. Unsere Abfahrt führte durch das markante Tälchen am südlichen Rand des Kessels, direkt unter den felsigen Abbrüchen des Fil Tuma (Vorsicht vor Lawinen!). Infolge der starken Sonneneinstrahlung war die Schneequalität nicht mehr die Beste, aber auch bei etwas schwererem Schnee ist es immer noch das reinste Vergnügen:-). Viel zu schnell ist man auf dem Talboden. Hier werden die Felle wieder aufgezogen und man macht sich auf Richtung Hütte.
Die Sonne brennt vom Himmel und der Schweiss strömt einem wie Sturzbäche von der Stirne -  Da kommt das kühle Getränk in der Hütte gerade Recht und auch zur feinen Tagessuppe will man nicht Nein sagen. Nach dieser verdienten Stärkung gehts weiter Richtung Cavradi. Über den steilen, leicht ausgesetzten Südgrat gewinnt man schnell an Höhe und schon kurze Zeit später steht man auf dem höchsten Punkt. Hier oben weht ein zügiger Südwind und wir machen uns sogleich an die Abfahrt. Im oberen Teil ist der Schnee leider etwas decklig, aber je weiter wir nach unten kommen, desto besser wird die Schneequalität. Bei P. 2375 verlassen wir dann die offizielle Abfahrtsroute Richtung Tschamut und wir wenden uns den Nordhängen zu. Unsere Hoffnung auf Powder wird erfüllt und die Abfahrt über diese 33-38° steilen Hänge ist wunderschön. Bei etwa 1800m muss man sich dann langsam Richtung Tschamut wenden, damit der Aufstieg hinauf zum Dorf nicht zu lange wird. Bei einem kühlen Getränk und viel Sonnenschein kann man von dort die Abfahrtspuren noch einmal betrachten und den Tag geniessen.

Tourengänger: Burro

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