La Chapa, 1.818 m


Publiziert von marmotta , 24. Februar 2009 um 23:51. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Spanien » Andalusien » Granada
Tour Datum:13 Februar 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Canillas de Albaida - Puerto Blanquillo - Puerto Cómpeta - Cerro de la Chapa - Puerto Cómpeta - Puerto Blanquillo - Venta Pradillos - Venta Maria Guerrero - Cruz de Canillas - Canillas de Albaida
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit PW auf der N-340 bis Torre del Mar, dann über Algarrobbo und Sayalonga nach Canillas de Albaida oder von Málaga mit Bus nach Cómpeta
Unterkunftmöglichkeiten:in Cómpeta: Balcon de Cómpeta oder Hotels und Ferienwohnungen in Nerja oder Umgebung
Kartennummer:Landeskarte (Mapa Topográfico Nacional de Espana) Blatt 1040-IV Canillas de Albaida oder Mapa Topográfico de Sierra Tejeda (jeweils 1:25.000)

Der Cerro de la Chapa (was wörtlich übersetzt soviel wie "Blech-Hügel" heisst) ist der höchste Gipfel der Sierra de Játar, einer kleinen, nördlich an die Sierra Almijara angrenzenden Bergkette, welche vollständig in der Provinz Granada liegt.

Kann man es wagen, an einem Freitag, den 13. eine Bergtour zu unternehmen? Na ja, zum Glück bin ich nicht abergläubisch und so starteten wir abermals bei herrlichstem Wetter nach Canillas de Albaida, wo am nördlichen Ortsende an der Kapelle Ermita San Anton eine zunächst asphaltierte Strasse beginnt, von der man nach ca. 1 km (kurz nach der Abzweigung zur Área Recreativa "Fábrica de la Luz") in eine Schotterpiste (Forststrasse) abzweigt, die zum Puerto Blanquillo (1.203 m) führt, den wir nach ca. 2 h erreichten. Man könnte diese Forststrasse auch mit einem geländegängigen Fahrzeug hinauffahren, was ich jedoch aufgrund des jederzeit drohenden Steinschlags, welcher die Strasse für Autos unpassierbar machen kann (was vor allem bei der Rückfahrt fatal wäre), auf gar keinen Fall empfehlen würde. Als wir hochliefen, lag dann auch prompt ein tonnenschwerer Felsblock auf der Strasse. Durch Autoverkehr wurden wir dann auch nicht gestört, jedoch bretterten zu unserem Leidwesen zwei Motocross-Fahrer in Rennmanier die Schotterpiste hinauf und weiter in das weitverzweigte Forststrassennetz in den Bergen auf der gegenüberliegenden Seite des durch den Arroyo de Cueva del Melero gebildeten Talkessels. Das Knattern der Motoren hallte jedenfalls noch lange Zeit durch das gesamte Tal, was ich dann doch als sehr störend empfand.

Die Schotterpiste führt -hoch über dem Talkessel- immer dem Berg entlang um den Cerro Verde (1.326 m) herum, eine bald einmal abzweigende, bergwärts führende weitere Forststrasse wird rechts liegen gelassen. Am Puerto Blanquillo angekommen, verliessen wir die Schotterpiste und folgten den Holzpfahlmarkierungen zum Puerto de Cómpeta (1.404 m). Dort, auf der Grenze zwischen den Provinzen Málaga und Granada eröffnete sich uns ein Blick zum einen auf die verlassene Marmormine einige Meter weiter oben und auf das Bergmassiv des Cerro Lucero (1.774 m) und zum anderen auf die am Horizont aufragende Sierra Nevada. 

Vom Puerto de Cómpeta zieht sich in nordwestlicher Richtung ein Kamm hinauf, der zum Massiv des Cerro de la Chapa hinüberleitet. Um die weit um den Hang herumführende Forststrasse, welche etwas unterhalb des Passes auf der Nordseite beginnt und lt. Karte bis knapp unter den Cerro de la Chapa führen sollte, etwas abzukürzen, stiegen wir zunächst steil auf einer Feuerschneise hoch, die ein wenig aussah, wie eine Skipiste im Sommer ;-) Ab einer Höhe von ca. 1.600 m war das Wegtrasee dann mit Schnee gefüllt, der in der heissen Nachmittagssonne zusehens wegschmolz. Weiter oben sah es dann wirklich noch sehr winterlich aus, aber auch hier wird die Sonne (zumindest auf der Südseite) dem Zauber bald wieder ein Ende bereiten.

Von hier kann man den Gipfel des Chapa eigentlich kaum verfehlen, denn zum einen ist er ja eben der höchste der vielen Hügel und zum anderen steht auf seinem höchsten Punkt neben einem hölzernen Gipfelkreuz ein eigenartiges Gebilde aus grün angestrichenem rostigem Blech (siehe hier), dessen Sinn sich mir nicht ganz erschloss. Aber vielleicht kommt daher ja der Name des Berges... ;-)

Oben genossen wir die herrliche Aussicht in alle Richtungen (s. Fotos) und wunderten uns wieder über die unzähligen Marienkäfer auf dem steinigen, schneefreien Gipfel.

Auf dem Rückweg nahm ich noch die "im Weg stehenden" Zwei Schwestern (Dos Hermanas) -P.1757 und P. 1753- mit, von denen ich eine kleine "Abfahrt" im sulzigen Firn geniessen konnte, bis ich wieder die Forststrasse in Richtung Puerto de Cómpeta erreichte.

Ab dem Puerto Blanquillo wählten wir -um nicht wieder die staubige und schier endlose Schotterstrasse hinunterlaufen zu müssen- die Variante über den Vereda de Cómpeta (ein alter und vor Existieren der Forststrassen wichtiger Verbindungsweg, der einst mit Maultieren begangen wurde) nach Canillas de Albaida. Dieser interessante Pfad, der -vorbei an den Ruinen alter, verfallener Cortijos (Venta Pradillos und Venta Maria Guerrero)- südlich um den Cerro Verde herumführt und tolle Ausblicke eröffnet, stellte sich schliesslich als das absolute Highlight der Tour heraus: Die tief stehende Sonne, welche alles in ein goldenes Licht tauchte und die vom Meer tief unter uns heranziehenden Hochnebelwolken erzeugten eine fast mystische Stimmung. Und der Sonnenuntergang, den wir dann auf dem Abstieg nach Canillas de Albaida erleben durften, war so unbeschreiblich schön, dass mir hierfür wirklich die Worte fehlen...
 


Tourengänger: marmotta, nevada

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