Chaiserstuel - mit viel Sonne, Sulzschnee und Wind


Publiziert von Felix Pro , 20. März 2017 um 15:24. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:17 März 2017
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Chaiserstuelgruppe   CH-NW   CH-UR   Ruch- und Walenstockgruppe 
Aufstieg: 715 m
Abstieg: 715 m
Strecke:Chrüzhütte, Bergstation LSB - Gräben - Räckholteren - Büelenboden - Gruenboden - Bannalp Pass Schoneggeli - Bannalper Schonegg - Chaiserstuel > Gruenboden - Rossboden - Fulenwasser - Urnerstafel - Kreuzhütte - Chrüzhütte
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Haltestelle - Ettiswil, Autobahn Sursee - Stans Süd, und Wolfenschiessen nach Oberrickenbach
Kartennummer:1191 - Engelberg

Aus dem Frühling fahren wir mit der LSB hoch zur Bergstation Chrüzhütte in den (teilweise) bescheidenen Winter; dabei stellen die speziellen Wolkenformationen über den Walenstöcken zwischen viel Blau nur dekorative Zierde dar. Sogleich wählen wir unseren traditionellen Zustieg via Gräben, unter dem Vorbau der Bietstöck hindurch - im mehr als 30° steilen Hang, die Rutsche (der spärlichen Schneemassen) sind jedoch bereits runter - zu den Hütten auf Räckholteren. Auf den vorhandenen Spuren ist’s ein noch erstaunlich gutes Vorankommen - die Tageszeit, früherer Vormittag, kommt uns da entgegen.

 

Ungefähr dem Sommer-BWW folgend stapfen wir weiter, gemächlich hoch, zur schön gelegenen Alphütte Gruenboden; nach einer Kurzpause folgen wir ab hier der offiziellen Ski- und Schneeschuhroute (bis hier waren wir an der nördlichen Grenze der Wildruhezone unterwegs gewesen), welche direkt, in östlicher Richtung, den teils 30° steilen Hang hinaufführt.

 

Dank der Westexposition ist hier die Schneeunterlage noch ziemlich hart gefroren - für uns Schneeschuhgänger auch in der Direttissima somit gut zu begehen. Auf der ebenfalls begangenen Route via Sommerweg sind u.a. zwei Damen (wie wir später sehen, ohne Harscheisen) unterwegs - es ist kaum mitanzusehen, wie sich diese den Hang hoch abmühen. Hingegen hat sich wenig unterhalb des Bannalp Pass Schoneggeli der Schnee teilweise aus dem Staub gemacht, so dass wir vier auf den grossen Füssen ein längere Passage über Geröll in Kauf nehmen müssen, bevor wir zum aussichtsreichen, wieder schneebedeckten, Übergang gelangen. Bereits hier zeigt sich uns der Weitblick über den Oberalper Grat bis zum Glärnisch in der Ferne, sowie zu den näheren Gitschen, Uri Rotstock und  Engelberger Rotstock.

 

Ein sehr kühler Wind begleitet uns nun auf dem Gang hinauf in die Nähe der herrlich anmutenden Wechten zur Ostseite der Bannalper Schonegg. Hier ist, nach dem Weidehag, eine etwas ausrutschgefährdete Stelle zu bewältigen; der noch feste Trittschnee erlaubt jedoch - auch noch bei der Rückkehr - ein unproblematisches Begehen.

Im Schlusshang zum Ski- und Schneeschuhdepot wird der Schnee jedoch weicher, auf dem Rückmarsch sind meinerseits bereits einige wenige Löcher zu verzeichnen. Nach einem kurzen Fussmarsch über teils apere Wiesen- und Wegabschnitte stehen wir oben auf dem breiten Plateau des Chaiserstuels; eine fantastische Rundumsicht (bis nach Luzern und zur Jurakette) ist uns hier beschieden.

 

Auf der etwas windgeschützteren Ostseite des Gipfels, beim Behälter (des mickrigen Gipfelheftlis), zur Seite des Oberalper Grates hin, gönnen wir uns trotz des leicht unangenehmen Windes auf dem höchsten Punkt eine Mittagsrast.

Danach steigen wir Schneeschuhläufer wieder zum Bannalp Pass Schoneggeli ab, während die drei Skifahrer sich den vorzüglichen Sulzhang auf Nollborz nicht entgehen lassen.

 

Auf identischer Route begehen wir nun den steilen Hang - bei nach wie vor guten, also harten Schneeverhältnissen - hinunter zum Gruenboden, auf den letzten Metern jedoch wird der Schnee weich und „tief“.

 

Erstmals wählen wir, der hier schwächeren und kürzeren Sonneneinstrahlung wegen, die offizielle Route, welche uns durch ein Blockfeld auf Rossboden und durch hügliges Gelände nach Fulenwasser bringt. Den noch gut mit Schnee befrachteten Steilhang westlich davon begehen wir mit Sicherheitsabstand, überqueren den Bannalpbach, und steigen ab zur Terrasse des Urnerstafels, wo uns die Skifahrer erwarten.

 

Nach einer Trinkpause legen wir die letzten Höhenmeter zur Bergstation LSB Chrüzhütte an der Sonne auf wenig Schnee zurück; schön war’s einmal mehr - unterwegs zu sein, auf dem Chaiserstuel!

 

unterwegs mit Céline, Dieter und Urs  


Tourengänger: Ursula, Felix, mazeno, Pfiifoltra


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Kommentare (2)


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chaeppi Pro hat gesagt:
Gesendet am 20. März 2017 um 15:59
Obwalden ?
Gruess, Chäppi

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. März 2017 um 17:40
klar Nidwalden, deshalb ja auch Projekt NW - Danke

lg Felix


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