Aus der Nebelsuppe in's Alpenkino auf dem Hohenhewen


Publiziert von alpstein Pro , 10. Dezember 2016 um 16:54.

Region: Welt » Deutschland » Alpenvorland
Tour Datum:10 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hegau Vulkanschlote   D 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 460 m
Abstieg: 460 m
Strecke:10 km
Kartennummer:outdooractive.com oder Kompass-online

Eisige Kälte und Nebel, der Rauhreif auf die Bäume zaubert. Schön anzusehen, aber ziemlich ungemütlich. Ist keine Zeit für die sonnigen Berge, ist es gut zu wissen, dass die Sonne nicht weit entfernt zu haben ist. Nur 20 Minuten von Zuhause weg, haben wir spätherbstliche Verhältnisse bei einem zügigen Rundmarsch über den Hohenhewen im Hegau genossen. Wenn dann über dem Dunst noch der ganze Alpenkranz  vom Wildstrubel bis zu den Allgäuer Alpen zu sehen sind, erfreut das auch das Herz eines Hikrs.

Die Nebeldecke über der Bodenseeregion ist kaum 50 m dick aber zäh und blieb den ganzen Tag hier liegen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind wir in Anselfingen (520 m) bei Sonne gestartet. Durch den herbstlich anmutenden Laubwald stiegen wir von Nordosten Richtung Hohenhewen (846 m). Mit zunehmender Höhe stieg auch die Temperatur und dickere Kleidungsschichten verschwanden im Rucksack. War es um den Hohenhewen nebelfrei, ragten die kleineren Vulkanschlote seewärts gerade so aus dem Dunst heraus.

In zügigem Tempo erreichten wir schließlich das sonnenüberflutete Plateau mit den Resten der Burganlage, wo uns eine grandiose Stimmung empfing. Über dem dunstig-nebligen Mittelland zeigte sich der Alpenkranz im Gegenlicht. Die hohen Alpengipfel waren mit dem bloßen Auge auszumachen. Das zu erleben und zu sehen, sind immer wieder eindrucksvolle Momente.

Der Aufenthalt oben konnte aber nicht ewig dauern. Beim Wegweiser Gedenkkreuz stiegen wir über die Westseite Richtung Napoleonseck ab. Das Schöne um diese Jahreszeit ist auch, dass man querfeldein über Wiesen und Äcker gehen kann, was nach der langen, regenlosen Zeit nicht einmal dreckige Schuhe verursachte. Nach Überquerung der Straße stiegen wir den Gegenhang westlich vom Hauserhof nochmals rund 140 Hm bergan. Über den Ballenberg, den höchsten Punkt im Dickicht aber links liegen lassend, kamen wir schließlich in die Kühle der Niederungen nach Anselfingen zurück.

Fazit: Mit wenig Aufwand dem Nebel entflohen und die schöne Herbstlandschaft in der Vorweihnachtszeit genossen.

Route: Anselfingen - Allmen - Hohenhewen - Hewenhof - Hauserhof - Napoleonseck - Ballenberg - Anselfingen.

Tourengänger: alpstein, Esther58


Galerie


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