Schöllihorn (3500m) & Barrhörner (3583m/3610m)


Publiziert von أجنبي , 17. September 2016 um 17:15.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:12 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 3280 m
Abstieg: 3040 m
Strecke:Brand – Bawald – Meigger Suon – Unners Sänntum – Obers Sänntum – P. 2417 – Schipfer – Niggelinglicke – P. 2639 – Niggelingu Oberstafel – Grüobtagfeld – Gigi Oberstafel – P. 2349 – P. 2334 – P. 2281 – Turtmannhütte – Gässi – P. 3090 – Schöllijoch – Schöllihorn – Schöllijoch – Inners Barrhorn – P. 3488 – Üssers Barrhorn – P. 3090 – Gässi – Turtmannhütte – P. 2281 – P. 2334 – Holustei – P. 1973 – Vorder Sänntum – Hungerli Unnerstafel – Gigi – Gruben
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Unterbäch, Sessellift bis Brand
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Gruben
Unterkunftmöglichkeiten:Ober Borteralpji (privat) / Turtmannhütte SAC
Kartennummer:LK 1:25.000: 1288 Raron, 1307 Vissoie, 1308 St. Niklaus, 1328 Randa

Meine Walliser Kollegin aus Unterbäch wollte schon lange mal von zu Hause zur Turtmannhütte wandern. Für ein verlängertes Septemberwoche schien mir das eine gute Idee, zumal sich ja am Ende noch ein paar aussichtsreiche Gipfel anfügen liessen. Dass das Schöllihorn und die beiden Barrhörner einfache Wanderberge sind, die keine spezielle Ausrüstung erfordert, erleichterte natürlich unseren Rucksack beträchtlich.

 

Von Brand starteten wir zur ersten Etappe ins Ober Borteralpji. Entlang der Meigger Suon führte uns der schöne Wanderweg zum Unner und Ober Sänntum, wozu mir die Trekkingsandalen völlig genügten. Von unserer *Tour aufs Dreizehntenhorn im letzten Dezember kannte ich Teile des Weges bereits. Nach einem Ausflug zum Grossen See liessen wir den Abend am Grill ausklingen und sparten Kräfte für den nächsten Tag.

 

Etwas nach 8.00 Uhr starteten wir von unserem rustikalen Nachtlager, dem Ober Borteralpji. Der Weg zur Niggelinglicke ist einigermassen dürftig markiert und scheint nicht oft begangen zu werden. Grundsätzlich lässt das Gelände viele Varianten zu. Den Wanderweg erreicht man via P. 2417. Via Schipfer führt er inetwa zu P. 2701. Wie erwähnt, häufen sich zuweilen die Wegmarkierungen, derweil sie in anderen Momenten wieder kaum zu sehen sind. Bei P. 2701 verloren wir die Wegzeichen und kämpften uns durchs Geröll weiter, bis wir unterhalb der Niggelingenlicke wieder auf Markierungen stiessen. So oder so ist im Geröll aber nicht von einem Weg zu sprechen und mühsam ist's ohnehin.

 

In gemütlichem Tempo erreichten wir nach gut eineinhalb Stunden die Lücke. Auf deren Westseite folgten wir zunächst Markierungen und Steinmännchen durch gerölliges Gelände. Bald wurde die Unterlage wieder grasiger und Wegzeichen fanden wir nur noch sporadisch. Das störte aber nicht, denn das Gelände ist einfach und dank guter Sicht liessen sich die beiden Seelein bei P. 2639 problemlos anpeilen. Bei P. 2639 fanden wir wieder einen Pfad, der uns zum Niggelingu Oberstafel hinunter leitete.

 

Nun wartete ein gefühlter Marathon über tausend Stafel zur Turtmannhütte. Knapp über der Waldgrenze führte uns der Weg auf und ab dem Ende des Turtmanntals zu. Schwierigkeiten boten sich keine. Schliesslich landeten wir bei P. 2281 unterhalb der Turtmannhütte. Für den finalen Aufstieg wählten wir die gemütliche Variante, den Steinmannliweg. Etwa um 16 Uhr, also knapp acht Stunden nach Aufbruch im Ginals, erreichten wir schliesslich unser Tagesziel.

 

Nachdem sich die sonntäglichen Massen verzogen hatten (Sa/So war die Hütte voll), genossen wir den gemütlichen Hüttenabend mit rund 15 Personen und fanden entsprechend guten Schlaf. Nach ausgedehntem Frühstück brachen wir um 7.15 Uhr in Richtung der Barrhörner auf. Schon bald erreichten wir die Schlüsselstelle der Tour, das Gässi. Der Begriff „Schlüsselstelle“ ist hier aber fast etwas übertrieben. Bei trockenen Bedingungen lässt sich die Felspassage problemlos ohne Zuhilfenahme der Fixseile bewältigen.

 

Der Wanderweg ist nicht zu verfehlen. Vom Schöllijoch wandten wir uns zuerst dem gleichnamigen Horn zu. Nach insgesamt zweieinhalbstündigem Aufstieg erreichten wir das Schöllihorn und genossen den Blick auf das Weiss-, Bis- und Brunegghorn. Letzteres steckt nach wie vor als Skitourenprojekt in unseren Köpfen.

 

Danach stiegen wir wieder ins Schöllijoch ab und kämpften uns durch den Schutt aufs Innere Barrhorn. Nach einer Pause wandten wir uns seinem äusseren Bruder zu. Auch hier war der Aufstieg steil und schuttig, jedoch völlig frei von Schwierigkeiten. Etwas unterhalb von P. 3488 folgten wir schliesslich dem Weg zurück zu P. 3090. Ein guter Teil der Strecke liess sich mit Geröllrutscherei bewältigen. Im Nachhinein würde ich sicherlich unsere Richtung der Tour weiterempfehlen. Gegen 13.30 Uhr waren wir zurück in der Turtmannhütte. Für den Abstieg nach Gruben wählten wir den schönen Weg via Holustei.


Tourengänger: أجنبي

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Geodaten
 31963.gpx Brand - Ober Borteralpji
 31964.gpx Ober Borteralpji - Niggelinglicke
 31965.gpx Niggelinglicke - Turtmannhütte
 31966.gpx Turtmannhütte - Schöllihorn - Barrhörner - Turtmannhütte

Galerie


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