Daubenhorn und Bishorn


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 9. Februar 2009 um 17:46.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:21 September 2008
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettersteig Schwierigkeit: SS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 6 Tage

Im Zuge der Bergwoche mit Hubert bestiegen wir mehrere Gipfel auf sehr spannenden Aufstiegen. Ausgangspunkte waren Campingplätze in Saas Grund und Zinal. Am ersten Tag machten wir eine kleine Wanderung auf dem Sonnenweg zwischen Saas Grund und Saas Almagell. Der Steig führt über Hängebrücken und Leitern und bietet schöne Ausblicke. Auch ein Besuch in Zermatt und die fahrt mit dem Zug auf den Gornergrat (3098m) stand am Programm.

TOUREN:

22.9.: Daubenhorn (2942m), Daubenhornklettersteig (D): Ausgangspunkt ist die Bergstation der Bahn in Leukerbad. Der längste und einer der schwierigsten Klettersteige der Schweiz. Der Steig für fast durchgehend senkrecht durch die Südostabbrüche des Daubenhorns und hat einige sehr exponierte Passagen, lange Eisenleitern und eine Höhle, die es zu durchqueren gilt. Der Steig stellt hohe Anforderungen an die Kondition und bietet auf halben Weg eine Ausstiegsmöglichkeit. Im oberen Teil gibt es eine kurze Variante "Via Konst", die an Ausgesetztheit mit keinem anderen Klettersteig zu vergleichen ist. Eine glatte Platte muss gequert werden und danach 1400m überm Boden ein Überhang überklettert werden. Danach über eine lange Leiter zum Gipfel. Über den spaltenfreien Gletscher zurück zur Bergstation und nach Leukerbad.

24.9.: Rocs de Villa (1600m), Via Ferrata d´Evoléne (E): Direkt über dem Dorf führt dieser Klettersteig durch die unglaublich steile Wand. Geklettert wird nur an Eisenklammern, das Seil dient nur zur Sicherung. Der Steig unterteilt sich in 3 Abschnitte wobei nach jeden abgestiegen werden kann. Die Schlüsselstelle bildet ein 3m auslagernder Überhang der nur mit vollem Krfteinsatz zu bezwingen ist!

25.-26.9.: Bishorn (4153m), Normalweg (F+): Das Bishorn ist eigentlich ein Vorgipfel des Weisshorns, wird aber als eigenständiger Gipfel gewertet. Die 1600HM Hüttenzustieg sind in ca. 5h zu bewältigen. Da die Hütte bereits geschlossen war, mussten wir in der Gaststube (Winterraum) übernachten. Wir konnten einheizen und es war wirklich eine beeindruckende Nacht ganz allein auf der Hütte. Am nächsten Tag gehts dann bei schönem aber extrem kalten Wetter über den Gletscher, der sich in perfektem Zustand zeigte, zum Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

Galerie


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