Piz Mitgel 3'159m (Senda verticala), alljährliche Vater/Sohn Bergtour um den 1. August herum


Publiziert von markus1968 , 4. August 2016 um 13:16.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberhalbstein
Tour Datum:30 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettersteig Schwierigkeit: ZS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:wie beschrieben
Kartennummer:map.geoadmin.ch

Kletterkollege M. der uns die letzten Jahre an unseren Vater/Sohn Touren begleitete, konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen. Vollwertigen Ersatz fanden wir in meinem weiteren Kletterkollegen K. und seinen Sohn S.. So starteten wir bereits am Freitagmittag nach Savognin um unsere Unterkunft  zu beziehen.

Am Samstag gegen 6:45 starten wir um unser Frühstück in einem nahegelegen Café einzunehmen und um danach mit dem PKW zum Parkplatz Plang la Cuvanera (1'844m) hochzufahren. Die Strasse dorthin ist mittlerweile gut ausgebaut. Um 8:00 ging es dann los Richtung Alp Nassegl. Wir fanden den Abzweiger bei der Alp und stiegen über teils steile Weideflächen hinauf bis zu Einstieg, welcher dann beschildert ist.

Wir nahmen die Route zur Senda verticala. Dieser Aufstieg scheint uns wesentlich interessanter als der über die Diagonala, welcher sehr mühsam ist (wie wir im Abstieg sehen konnten). Ich hatte etwas bedenken wegen unserer Sohnemänner, da zur Verticala in vergangenen Berichten immer darauf hingewiesen wurde, das diese sehr anstrengend und überhängend ist und für kleinere Personen mühsam sein soll.
Dem muss ich nun absolut widersprechen. Alles ist dort wo man es braucht, auch in der einzigen wirklich überhängenden Stelle ziemlich am Schluss der Vertcala, nach dem Routenbuch. Man kann sehr gut an den Felsen klettern und die Eisen zur Unterstützung nehmen.
Fazit, wir hatten keinerlei Probleme, was aber nicht heissen will das die Route einfach ist. Die Bewertung überwiegend K4 mit Einzelstellen K5 oder K4+, passt. Untrainierte Berg gänger haben vielleicht Probleme. Trainierte schaffen die Route gut, auch in viel weniger als die angegebenen 2 Stunden.

Nach dem Ausstieg aus der Verticala, ging es dann eher mühsam über eine schottrige alpine Route (blau weiss markiert), hinauf auf den Grat. Von dort meistens immer dem Grat entlang, teilweise mit Drahtseil gesichert, bis zum Gipfelaufbau. Hier beginnt der letzte Teil der Ferrata, der Finala. Dann endlich auf dem Gipfel um 13:45.

Unterwegs am Gipfelaufbau, begegnet man noch Spuren aus vergangenen Zeiten, welche von Dinosauriern hinterlassen wurden. Wir waren also nicht die ersten hier oben :-)

Nach einer längeren Rast machten wir uns wieder an den langen Abstieg. Wobei wir zwei Hubschrauberlandungen beiwohnen durften, welche auf dem Hochplateau unterhalb des Gipfels stattfanden. Der Heli nahm dort 8 Personen auf, aus uns unverständlichen Gründen. Keiner war verletzt oder dergleichen. Vielleicht hatten sie den Heli gebucht. Das wäre dann aber eine gehörige Portion Faulheit gewesen. Aber wie gesagt, ich kann nicht darüber urteilen, ich kenne die Gründe nicht.

Der weitere Abstieg über die Diagonala, war sehr schottrig und am Nachmittag heiss wie in einem Glutofen. Wir machten das wir runter kamen. Am Ausstieg verfolgten wir dann die Route welche mit blau weissen Pfosten versehen ist. Diese kommt genau bei einer bewirtschafteten Alp heraus (Alp Plang Begls, welch ein Zufall!!!). Wir löschten dort noch unseren Durst und nahmen dann den viel längeren Weg zurück zum Parkplatz. Im vorbeikommen bei der Alp Nassegl nahmen wir zur Kenntnis, das der Zustiegsweg welchen wir genommen hatten (über die Weiden), nun plötzlich mit Absperrband versperrt wurde. Der Wegweiser, meine ich, wurde auch anders montiert. Das soll also heissen das alle Berggä nger den riesigen Umweg über die bewirtschaftete Alp nehmen sollen. Wahrscheinlich halt um das Vieh auf der Weide nicht zu stören. Was aber oberhalb der Alp aber auch nicht der Grund sein kann. Denn dort begegnet man immer wieder netten gehörnten Lebewesen.

Wir nahmen die Tour gemütlich und machten öfter Pausen, deshalb die längeren Gehzeiten. Wir erreichten das Auto gerade rechtzeitig bevor uns ein Gewitter begrüsste. Im Tal machten wir uns wieder frisch und assen zusammen ein feines Abendessen. Das hatten wir unseren Söhnen versprochen nach dieser langen anstrengenden Tour. Unsere 12 Jährigen Söhne haben diese Tout super gemeistert, absolut toll. Gratuliere!

Ich freue mich schon auf die nächste Tour.


Tourengänger: markus1968


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