Piz Calandari - Vizan Pintg - Piz Vizan


Publiziert von berglerFL , 18. Juli 2016 um 10:17.

Region: Welt » Terra Incognita
Tour Datum: 9 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m

Super Aussicht auf die Splügener Kalkberge und dazu noch ein toller, einsamer Grat. Das passt doch. Zudem wollte mein Papa schon länger mal auf den Piz Calandari. Herr Meteo sagte gutes Wetter, passt.



Sufers - Glattenberg -. Cufercalhütte T2

Gestartet wird beim kostenlosen Parkplatz in Sufers. Auf markiertem Weg zuerst recht steil im Wald aufsteigend erreicht man nach einer guten halben Stunde Plattenställ. Dort hat man erstmals einen super Blick zu den Splügener Kalkbergen. Das Wetter war leider nicht ganz so toll wie Herr Meteo angekündigt hatte. Entsprechend waren die Berge rundherum noch etwas mit Nebel und Wolken bedeckt. Die sollte sich dann aber im Laufe des Tages noch ändern.
Weiter dem markierten Weg folgend erreicht man die Hütten von Glattenberg auf 2000m. Hier kommt auch unsere erstes Ziel, der Piz Calandari, ins Blickfeld. Nun über sanfte Wiesenhänge erreichen wir nach ca. 2 Stunden die Cufercalhütte. Bis jetzt hatten wir noch keinen getroffen, entsprechend überrascht war die Hüttenwirtin das jemand schon so früh zum Kaffee kommt.

Cufercalhütte - Piz Calandari - Vizan Pintg T4

Von der Hütte sieht man bereits das Gipfelkreuz. Erst dem Bergweg zum Lai da Calandari folgen dann gerade hoch in die gut sichtbare, grasige Rinne links unterhalb des Gipfelkreuzes. Diese Rinne wird gegen Ende immer steiler, ausrutschen verboten. Zum Schluss geht es über leichte Felsen zum Kreuz. Das Gipfelbuch ist leider etwas nass geworden und fällt fast auseinander. Vielleicht kann es jemand in naher Zukunft mal ersetzen. Ich habe zumindest mal den Plastiksack ausgetauscht.
Nun wollten wir den kompletten Grat zum Vizan Pintg überschreiten. Dem Grat folgt man eigentlich fast immer direkt auf der Krete, einmal muss ein wenig ausgewichen werden. Der ganze Grat entpuppt sich als eine superschöne Turnerei in perfektem Fels. Die Aussicht auf die Splügener Kalkberge ist genial. Der Grat ist nirgends wirklich ausgesetzt. Nach ca. 20 Minuten ist das Ganze dann aber auch schon wieder vorbei. Nun folgt man einem breiten, grasigen Grat bis zum Vizan Pintg.

Vizan Pintg - Piz Vizan - Roten Turra - Lai da Vons - Sufers T3

Vom Vizan Pintg folgt man zuerst dem Grat linkerhand bis man in eine steile, schuttige Flanke kommt. Hier sieht man auch Wegspuren. Durch diese Flanke hinunter in die Senke zwischen Vizan Pintg und Piz Vizan. Nun auf der anderen Seite leichten Wegspuren folgend wieder hinauf. Auf dem Weg zum Piz Vizan finden wir immer wieder Edelweiss. Der Piz Vizan ist mit tiefen Spalten übersäht, eine wirklich interessante Gegend. Da sollte man im Frühwinter und im Frühlung etwas aufpassen, sonst wird man vom Berg verschluckt.
Auf dem Gipfel entschieden wir der kleinen felsigen Erhebung Roten Turra beim Abstieg noch einen Besuch abzustatten. Gemäss Eintragung im Gipfelbuch vom Piz Vizan soll es dort auch ein Gipfelbuch geben. Wir steigen auf gleichem Weg wieder ab zur Senke. Nun über die Hochebene zum schon sichtbaren Felsbuckel von Roten Turra. Vom Gipfel hat man einen spektakulären Blick hinunter zum Lai da Vons. Wir folgen südwärts dem Grat hinunter um an geeigneter Stelle in Richtung See abzusteigen. Beinahe werden wir noch von Mutterkühen attackiert, da mussten wir mal kurz die Beine in die Hand nehmen. Die Flanke zum See hinunter ist weglos aber ohne Probleme zu begehen. Sie wird kurz von einer Alpstrasse unterbrochen, direkt dahinter geht es weiter weglos hinunter zum See (siehe Fotos).
Von dort weg folgen wir dem markierten Bergweg hinunter nach Sufers.


Fazit:
Eine zu unrecht eher selten begangene Tour auf einem wunderschönen Grat. Die Gipfelbücher sind allesamt von 2005 und sind ungefähr zur Hälfte gefüllt.



Tourengänger: berglerFL


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