Chrumm- und Haslihorn - auch nach sechs Jahren wieder eine lohnenswerte Runde


Publiziert von Felix Pro , 11. Mai 2016 um 21:18. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum: 5 Mai 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-NW   CH-OW   Pilatusgebiet   Bauen - Brisen - Bürgenstock 
Aufstieg: 1070 m
Abstieg: 1085 m
Strecke:Hergiswil, Bahnhof - Loo - Hüsli - Hinter Rengg - Büchse, P. 932 - Büchsenwald - Tellenfadlücke - Chrummhorn - Renggpass - P. 861 - Haslihorn - P. 937 - Lopper, P. 838 - Lopper, P. 696 - Acheregg-Kapelle - Volière Stansstad - Stansstad, Bahnhof
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil - Gettnau, Autobahn Sursee - cff logo Stansstad - cff logo Hergiswil
Kartennummer:1170

Die aktuellen Schneeverhältnisse - sowie das schönste Frühlingswetter - liessen uns auf eine vor etwas mehr als sechs Jahren begangene Tour in niedrigeren Höhen am Vierwaldstättersee ausweichen - erneut mit viel Genuss begingen wir auf vielfach identischem Wegverlauf, doch in umgekehrter Richtung, die Hasli- - Chrummhorn-Route.

 

Nach der Zugsfahrt von Stansstad nach Hergiswil starten wir hier bei angenehmsten Wetterbedingungen; über den „Deckel“ der Autobahn steigen wir erst gemächlich an. Unterhalb der Hänge des Schattenberges wandern wir, die Strasse meist auf dem durch Frühlingswiesen führendem WW abkürzend, zum Hof Loo, wo das Vieh eben erst freien Auslauf erhalten hat.

 

Über Hüsli und Hinter Rengg führt uns der WW über Wiesen weiter hoch, ohne Anstrengung; bald einmal erreichen wir den kurzen Skilift vor P. 841 - hier beginnt der bereits steilere, auf swisstopo nun rot eingezeichnete Weg.

 

Auf Büchse, neben der „Bergstation“ des Liftes, geht’s nun lange während sehr steil zur Sache: im sehr lichten, also sonnendurchfluteten Büchsenwald geht es, meist entlang einer Runse, auf steilst angelegtem Pfädlein hoch zur Lichtung auf Tellenfad - nahe der Hütte auf 1265 m lassen wir uns für eine kurze Pause und Rast nieder.

 

Der nun verbleibende Schlussanstieg zur Tellenfadlücke erfordert nun etwas Geschicklichkeit im Steilhang, welcher beinahe durchgehend von hartgefrorenem Schnee bedeckt ist, und so eine gute Routenwahl erfordert.

Schattig und windig sind hier die Verhältnisse, so dass es uns sogleich über die Holztreppe und den kurzen, gesicherten Steig weiterzieht um die Felsnase herum; länger wandern wir nun - auf vielen weit ausholenden Serpentinen - hinunter.

 

Erst als wir aus dem Wald heraustreten, erkennen wir das nun vor uns aufragende Chrummhorn; noch umrunden wir auf dem BWW den Südgrat, danach wählen wir drei ebenso viele unterschiedliche Aufstiege - ich beginne bereits wenige Meter nach dem S-Grat den Aufstieg im herrlichen IIer-Kraxelgelände. So gefällt’s ausserordentlich - alle haben wir grosse Freude am Aufstieg und Erreichen des aussichtsreichen Hornes!

 

Mit gemütlicher und längerer Gipfelrast ist eine bemerkenswerte Rundsicht verbunden - bis ins BO reicht der Blick.

Auf dem „Wanderweglein“ (schmale Wegspur Richtung SE) gelangen wir wieder auf den offiziellen Weg; diesem folgen wir anfänglich eher sanft absteigend, dann steiler, bis zum Renggpass.

Hier wenden wir uns direkt der deutlichen Spur im Wald zu, welche später wieder auf den ausgeschilderten Bergwanderweg führt, und an P. 861 vorbei, nun auf offenen Flächen, zum Gipfelaufbau unseres nächsten Horns leitet.

 

Auf gut erkennbarer Spur - bei einem mit blauem Punkt versehenen Stein beginnend - wandern wir hoch über die trockenen Hänge zum Aussichtspunkt (mit kleiner Feuerstelle) westlich des Haslihorns; dieses selbst, dessen höchster Punkt, befindet sich etwas östlicher …

 

Durch viel Botanik und einige Felsen kämpfen wir uns im Auf und Ab durch Richtung P. 937, in dessen Nähe sich die Messstation für allfällige Felsbewegungen (Richtung Hinterdorf von Hergiswil) befindet - phänomenale Aussicht und Tiefblick zum Vierwaldstättersee sind hier möglich!

Das teils etwas mühsame „Durchackern“ hält an, wie wir uns meist dem Grat entlang Richtung Lopper, P. 838, weiterbewegen. Kurz vor diesem Punkt erreichen wir wieder den BWW, auf welchem wir kurz danach steiler und ruppiger - wohl die anspruchsvollste Stelle für die unzähligen Biker, welche vom Renggpass her kommend, hier abfahren - absteigen.

 

Noch einmal folgt ein gemütlicheres Wegstück im sonnigen Wald bis nach Lopper, P. 696; und danach ein abermals steiler Abstieg auf zahlreichen Serpentinen zur Weggabelung auf 560 m.

 

Bald treten wir auf den unbewaldeten Steilhang hinaus, auf welchem wir, teilweise im benachbarten Wald, hinunter zur Acheregg-Kapelle, und zum luxuriösen Neubaukomplex der Acheregg, hinunter steigen. Via Lopperbrücke und Volière beenden wir unsere gefreute Tour wieder beim Bahnhof Stansstad.

 

ñ 3 h bis Chrummhorn (inkl. > 10 min Pause)

 

ò 1¼ h bis Haslihorn

 

ò 1 h 20 min bis Bahnhof Stansstad

 

unterwegs mit Jumbo 


Tourengänger: Ursula, Felix


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