Gamsberg Westkante - T7?


Publiziert von ringel, 16. März 2010 um 12:36. Diese Seite wurde 2607 mal angezeigt.

hoi zämä

die westkante am gemsler reizt mich schon eine ganze weile. nun würde es mich interessieren, ob jemand von euch mehr zu dieser route weiss, oder sie vielleicht schon einmal begangen hat.
im sac clubführer säntis-churfirsten steht zur westkante folgendes: "Von phantastischer Kühnheit ist die sich aus dem "Sterenbergsattel" aufschwingende Westkante. Sie wird wegen des brüchigen Gesteins kaum je begangen (IV)."
hier noch ein bild der westkante: www.hikr.org/gallery/photo198662.html?post_id=17915#1 , das bild stammt von "Zwieback" --> www.hikr.org/user/Zwieback/
diese tour auf den gamsberg könnte ein interessantes ziel fürs 2010 sein...:-) und ja, touren wie diese oder z.b. der überschreitung der fulfirstchöpf auf den chli fulfirst (im führer mit zs angegeben) hätten vielleicht doch ein t7 verdient...denn die hochtourenskala finde ich bei solchen routen am falschen platz....




Kommentare (22)


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Alpin_Rise hat gesagt: Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 12:53
Ciao Ringel
Die Westkante ist wohl eine andere Liga als die "gängigen" Routen wie Schiffberg Ost, Fauler Gang, Goldloch etc., ich weiss nicht, ob sie überhaupt mehr als ein Dutzend Begehungen hat?
Ohne Spezialausrüstung (Steigeisen, Eisgeräte, Stahlnerven?!) ginge ich nicht hin.
Wenn du Goldloch, Girenspitz und Schiffberg ohne Wimpernzucken im Abstieg machst, go for it ;-)
Und ein T7 gibts halt nicht, da müssen wir uns mit dem ominösen T6+ plus Zusatz IV behelfen...

Ich halt mich derweil an das Moto im Betreff!
G, Rise

ringel hat gesagt: RE:Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 13:34
hey Alpin_Rise

merci für din kommentar! die westkante ist sicherlich sehr schwierig und auch nicht ungefährlich. den oberen teil der route habe ich mir vom westgipfel des gemslers mal angeschaut...die schwierigkeiten halten sich im oberen bereich wohl eher im rahmen. unten müssen aber einige (felsige) absätze überwunden werden, welche wahrscheinlich die schlüsselstelle darstellen.
nun ja, ich weiss auch nicht, ob es eine gescheite idee ist, da einzusteigen. aber ich werde mir die kante diesen frühsommer auf jeden fall nochmals näher anschauen.
vielleicht klappts ja auch erst in einigen jahren, sozusagen ein langzeitprojekt;-)

noch kurz zur t-skala: der girenspitz wird ja mehrheitlich mit t6+ bewertet. ich finde zwar auch, dass diese routen schwierig sind, aber alles in allem sind sie doch einigermassen gut zu gehen. deshalb müsste man meiner meinung nach eine öffnung der skala in betracht ziehen, da es routen in den voralpen gibt, die um einiges heikler und schwieriger sind als der girenspitz, aber trotzdem nicht mit der hochtourenskala bewertet werden sollten.
lg ringel

Gelöschter Kommentar

ringel hat gesagt: RE:Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 16:27
hey mark
das kann man so sehen. aber ich finde, dass es eine geeignete skala wäre um touren wie den westgrat am gemsler oder z.b. touren im calfeisental (ringelmassiv) zu bewerten, da ich die hochtourenskala da nicht verwenden würde (schlechte möglichkeit zur selbstsicherung, brüchiges gestein, etc.). ob sich die betreffende route, im vergleich zu typischen t6-touren, in einer anderen liga bewegt, ist ja egal. für einen t3-wanderer ist bereits ein t5 beinahe unvorstellbar schwierig und ausgesetzt, wohingegen ein t6-gänger relativ locker hochsteigt.
und wenn man argumentiert, dass solche aufstiege mit wandern ja nichts mehr am hut haben, stimmt das zwar, für t5- und vor allem gehobene t6-routen aber ebenso. es handelt sich hier halt mehr um bergsteigen in brüchigem gelände, wo eine sicherung schwierig anzubringen wäre, und wenig sinnvoll erscheint.
lg ringel

marvel hat gesagt: RE:Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 16:56
Für so etwas finde ich eigentlich die gute alte UIAA-Skala goldrichtig. Wenn es ein IVer ist, dann ist es eben ein IVer, und die Entscheidung, ob man das nun mit schlechten Normalhaken, halblangem Seil oder gar nicht sichern will oder kann, bleibt jedem selbst überlassen. Die ganzen alten Bruch- und Graskletterrouten, die heute (häufig zu Unrecht) kaum mehr begangen werden, wurden ja jahrzentelang so bewertet, und bei dem doch recht begrenzten Publikum sehe ich eigentlich wenig Grund, sie noch in irgendeine andere Skala zu pressen. Weder in die Wander- noch in die Hochtourenskala.

Aber das ist auch nur meine Meinung.

g, marvel

ringel hat gesagt: RE:Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 17:13
hoi marvel
der westgrat ist vom typ her eben ziemlich im stil der t5- und t6-routen --> weglos, steilgras, brüchige felspassagen, also all das, was in einer t6-route auch anzutreffen ist - einfach schwerer! darum finde ich nicht, dass es sich um ein hineinpressen in eine andere skala handelt, sondern dass die route eine typische t-tour ist, einfach schwerer als t6+ --> also t7.
gruäss ringel

ringel hat gesagt: RE:Lieber länger leben
Gesendet am 16. März 2010 um 17:17
...die route ist keine kletterroute, eine IV nach UIAA wird dieser tour meiner meinung nach überhaupt nicht gerecht...wenn nicht t7, müsste man t6+ angeben...

ringel hat gesagt: t7 oder nicht...
Gesendet am 16. März 2010 um 16:32
aber eigentlich geht es mir vor allem darum, ob jemand etwas genaueres über den westgrat weiss...ob man diesen dann mit t6+ IV oder t7 bewertet, ist mir eigentlich nicht so wichtig;-)

Berglurch hat gesagt: Gämsengleich...
Gesendet am 20. März 2010 um 20:34
...auf den Gamsberg. Und am Besten noch über die Westkante. Seit Jahren [sic!] überleg ich mir, ob das Ding je begangen wird... Und dann schau ich mal zufällig wieder auf hikr.org und siehe da, eine muntere Diskussion über den Westgrat ist im Gange...
Haltet mich auf dem Laufenden, was neue Erkenntnisse über den vermeintlich unbesteigbaren Grat betrifft ;-)
Eine Winterbegehung würde ich grundsätzlich kritisch überdenken (und ich meine nicht nur wegen dem Wildschutzgebiet...)

Cari Saluti
Lurch

ringel hat gesagt: Eine Winterbegehung...
Gesendet am 20. März 2010 um 21:07
hätte sicherlich auch ihre reize;-) aber mal schauen ob dieser gat nicht doch gämsengleich überwunden werden kann - also ich mein jetzt im sommer, wohlgemerkt:-)

Berglurch hat gesagt: Hmm, naja...
Gesendet am 21. März 2010 um 11:50
... also interessieren würd mich das auch!
Sag mal Bescheid, wenn du Infos hast oder wenn die Pläne konkret werden, dann schau ich mir das auch mal an...

ringel hat gesagt: RE:Hmm, naja...
Gesendet am 21. März 2010 um 12:57
...ok, mach ich!
lg ringel

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:t7 oder nicht...
Gesendet am 24. März 2010 um 17:20
das problem aller skalen, je detailierter desto grösser die gefahr, dass es in einen reinen dödelvergleich ausartet. früher gabs mal 3 wandergrade, dann plus-minus, dann 6, dann plus-minus. während der ganzen zeit sind aber nicht nur die berge die selben geblieben, auch die routen sind immer noch gleich schwierig.

Gelöschter Kommentar

kopfsalat Pro hat gesagt: genau
Gesendet am 25. März 2010 um 20:21
ein T7 ist eben sexier, als ein WS.

Gelöschter Kommentar

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:genau
Gesendet am 25. März 2010 um 20:33
;-)$)

jfk hat gesagt:
Gesendet am 25. September 2014 um 11:36
Bei einer Tour gestern via Schiffloch-Schiffberg-Westkamin auf den Gämsler habe ich zusammen mit 560 gut 2h in Reko an der Westkante investiert.

Der Grat lässt sich grob in vier Aufschwünge unterteilen (den ersten haben wir erklettert):

1. Aufschwung: Sehr brüchige Kletterei II-III entlang der Kante oder alternativ Umgehung im Steilgras 65°-70°. Dürftige Sicherungsmöglichkeiten an der Kante mit Schlingen und kleinen Friends
2. Aufschwung: sehr brüchige Kletterei entlang der Kante im oberen III. Grad oder Umgehung im Steilgras 65°-80°. Keine Sicherungsmöglichkeiten und von unten ab hier keine vernünftige Rückzugsmöglichkeit mehr auszumachen (deshalb sind wir hier umgekehrt).
3. Aufschwung: Vermutlich das Pièce de résistance. An der Kante wohl brüchige Kletterei IV-V. Umgehung in Flanke fraglich, wenn möglich wohl kombiniertes Gelände 75°+.
4. Aufschwung: Nach kurzem Abstieg vom Westgipfel sollte dieser Abschnitt unserer Meinung nach keine grösseren Schwierigkeiten mehr bieten (brüchige Kletterei II-III)

Schon im untersten Abschnitt den wir erkletterten, fühlte ich mich ähnlich gefordert wie in der Akadia Route in der Gantrisch Nordwand (Bericht meinerseits folgt). 560 meinte er fühle sich ähnlich oder gar stärker gefordert als bei der Überschreitung der Schafbergchöpf - notabene eine teilweise ebenfalls brüchige Voralpenkraxelei mit der Bewertung S IV. Mit der T-Skala hat dieser Anstieg also definitiv nichts mehr zu tun. Irgendwo zwischen S und SS liegt wohl die korrekte Bewertung.

Das Projekt Gämsler Westkante haben wir so vorerst auf die lange Bank geschoben. Trotzdem sei an dieser Stelle eine Frage erlaubt: Kennt jemand allenfalls frühere Begeher (dürften wohl an einer Hand abzuzählen sein?) oder weis jemand wie man die oder sonstige hilfreiche Infos allenfalls aufspüren könnte?

ossi hat gesagt: RE:Aha...
Gesendet am 25. September 2014 um 13:11
...klingt nicht gerade vertrauenserweckend...

jfk hat gesagt: RE:Aha...
Gesendet am 26. September 2014 um 17:32
...ist es auch nicht gerade. An einen ernsthaften Besteigungsversuch würde ich mich erst wagen, wenn ich zuvor einmal über die Route abseilen und dabei mit Eisenstangen und Haken den ein oder anderen soliden Stand für einen allfälligen Rückzug installieren könnte.

LG, Jonas

PS: Hatte heute endlich einmal Zeit den Chulmchrachen zu erwandern - Da haben du und Tobi ja echt einen TSechser der extraklasse entdeckt! Allerdings habe ich im oberen Abschnitt eine andere Variante als ihr damals genommen.

Tobi hat gesagt: RE:Aha...
Gesendet am 27. September 2014 um 11:16
Jetzt warte ich aber wahnsinnig gespannt auf deinen Bericht!
Der Kulmchrachen hat übrigens noch drei andere Varianten zu bieten...

In dem Sinne: "Heb Sorg"

Gruss Tobi

tricky Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 26. September 2014 um 00:02
Wollte ich demnächst eigentlich auch mal anschauen. Habe selber keinerlei Infos im Netzt gefunden.


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